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Vegan essen: sechs Locations in Mainz

Eine kleine, aber feine Auswahl mit leckeren Angeboten findet sich mittlerweile auch in unserem Städtchen (Foto: Jukov Studio/Adobe Stock)

Veganes Essen wird immer beliebter. Trotzdem muss man in einigen Restaurants lange auf der Speisekarte suchen, bis man ein tierproduktfreies Gericht findet, das nicht nur aus Beilagen oder Salat besteht. In sechs Mainzer Restaurants und Imbissen gibt es dieses Problem nicht: Hier stehen ausschließlich vegane Gerichte und Getränke auf der Speisekarte.

Möhren Milieu (Adam-Karrillon- Straße 5)
Am Rand der Neustadt befindet sich seit 2014 das erste vegane Café in Mainz: das Möhren Milieu. Hier wird in gemütlicher Atmosphäre auf upgecycelten Stühlen und Tischen gebruncht, Kaffee getrunken und zu Mittag gegessen. Das Café überzeugt mit Bowls, Smoothies, Kuchen und diversen warmen Gerichten, wie Currys und Burgern. Oder wie wäre es mit einer Chai-Waffel mit Apfelkompott? Im Möhren Milieu werden die Speisen neu kreiert oder Altbekanntes vegan um-interpretiert. Wer im Innenraum keinen Platz mehr findet, der kann im Sommer auf der grünen Terrasse verweilen.

Die gute Stube (Hopfengarten 10)
Wer ein ruhiges, unkompliziertes Café sucht, ist in der Guten Stube in der Altstadt richtig. Es liegt etwas versteckt am Ende der Augustinerstraße und lädt mit seiner entspannten Atmosphäre zum Durchatmen und Runterkommen ein. Aus regionalen Zutaten werden zum Mittagessen verschiedene Burger und wechselnde Tagesgerichte gekocht. Außerdem gibt es ein großes Angebot an selbstgebackenen Kuchen und Limonaden. Die Besitzerin ist sehr herzlich und bietet ihren Gästen auch an, morgens ein kleines Frühstück zuzubereiten. Durch die großen Fenster oder von der einladenden Terrasse aus kann man das Treiben in der Altstadt beobachten.

Happy Döner (Stadthausstraße 13)
Auf der Suche nach einem leckeren veganen Döner sind schon viele gescheitert. Bei Happy Döner nahe der Römerpassage findet man dagegen gute Alternativen. Fünf verschiedene Döner-Sorten stehen auf der Karte. Alle basieren auf der Fleischalternative „Planted“ und werden durch kreative Zutaten wie Minze, Cranberrys oder Granatapfel ergänzt. Neben einem „Klassiker 2.0“ gibt es unter anderem auch einen Döner mit Kürbis. Selbst die Dönerbox-Liebhaber werden hier fündig: bei der Döner- oder der Falafel-Bowl. Die Döner-Alternativen haben nicht mehr so viel mit dem klassischen Döner zu tun und sind daher auch etwas teurer. Aber sie bieten Gelegenheit, Nicht-Veganer davon zu überzeugen, dass Fleisch nicht alles ist.

Natürlik Lekkeria (Franziskanerstraße 1)
Gleich um die Ecke des Happy Döner befindet sich dieser kleine vegane Imbiss. Der Laden erinnert an eine kleine Strandbar fernab der Fußgängerzone. Hier kann man Kaffeespezialitäten und außergewöhnliche Heißgetränke, wie den Rote-Bete-Latte, bestellen. Dazu gibt es täglich wechselnde Kuchen, zum Beispiel eine Mango-Beeren-Rohkosttorte. Wer zum Mittagessen mal etwas Neues ausprobieren mag, isst die saisonale Monats-Bowl. Drinnen gibt es nur sehr wenige Sitzplätze, aber draußen steht noch ein Stehtisch. Alle verwendeten Nahrungsmittel sind nicht nur vegan, sondern auch bio. Und auch sonst ist die Natürlik Lekkeria mehr als nur ein Imbiss. Regelmäßig finden Dinner- Abende statt, für die man sich vorab anmelden muss. Wer mehr über die vegane Bio-Küche lernen will, kann an einem Kochkurs teilnehmen. Auch wird Catering angeboten.

Vegan Cigköfte (Bahnhofstraße 2)
Cigköfte ist ein türkisches Fingerfood, das meistens aus Hackfleisch besteht. Im Veganen Cigköfte- Imbiss wird das Gericht jedoch aus Bulgur, Paprika, Walnüssen, Tomaten, Granatapfel und Gewürzen zubereitet. Serviert wird es zum Beispiel als Dürüm mit Salat, Minze, Petersilie und Zitrone. Von draußen sieht man schon durch das Fenster viel frisches Gemüse, Kräuter und die anderen Zutaten in der Auslage liegen. Direkt daneben empfehlen wir das asiatische Ukiyo Coffee & Tea, das auch ein paar vegane Optionen bei seinen Getränken und Kuchen bereithält.

Loc Kitchen (Bahnhofstraße 4-6)
Das japanisch-vietnamesische Restaurant Loc Kitchen unterscheidet sich von den anderen Lokalen. Dies liegt daran, dass die Betreiber zunächst als „normales“ Restaurant eröffnet haben. 2021 wurde die Speisekarte komplett auf vegan umgestellt. Gerichte, die ursprünglich nicht vegan sind, findet man trotzdem noch, beispielsweise vegane Garnelen, Ramen und Pho. Bemerkenswert ist die große Auswahl an Sushi. Loc Kitchen überzeugt jedoch nicht nur mit seinen leckeren, ausgefallenen Gerichten, sondern auch mit dem Ambiente. Die Wände sind aufwendig bemalt, und die komplette Einrichtung besteht aus Holz. Am Abend ist die Stimmung besonders schön. Das Restaurant ist auch für diejenigen geeignet, die meinen, vegane Küche sei vor allem Verzicht. Hier wird man vom Gegenteil überzeugt.

Text Melina Crispin

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