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Lokale Lieferkonzepte in Hochkonjunktur

Die Jungunternehmer Adrian Koch (vorne links) und Sahand Sabri (vorne rechts) wollen mit „Mainz liefert“ die Gastronomie unterstützen. Foto: Sascha Kopp

Wenn man denn Corona etwas Gutes abgewinnen will, dann ist es vermutlich die Improvisations-Fähigkeit unserer Gesellschaft. Themen, die schon seit Jahren auf der Agenda standen, wie etwa „mehr Digitalisierung“, wurden – quasi über Nacht – aus dem Boden gestampft. Einige dieser Errungenschaften haben dem ausgeknockten Mainzer Einzelhandel und der geplagten Gastro-Szene, die plötzlich auf ein reines „to go“-Geschäft reduziert wurde, einen Online-Schub versetzt, erfreulicherweise mit einer regionalen Note wie die Lieferservices „Mainz gebracht“, „Mainz liefert“ oder der Online-Marktplatz „Heimatschatz“. Initiiert hat „Mainz gebracht“ der gerade ausgeschiedeneCitymanager Dominique Liggins, der kurz nach dem ersten Lockdown im März 2020 nach individuellen und vor allem lokalen Lieferwegen für den Einzelhandel gesucht hat. „Mainz gebracht“ wurde postwendend ein Erfolg. Bereits in den ersten Wochen nach der Einführung des Lieferdienstes wurden rund 1.500 Sendungen von Mainzer Einzelhändlern zugestellt.
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Wie Mainzer Hotels ums Überleben kämpfen

Messen, Tagungen, Kongresse – sie alle bleiben als Präsenzveranstaltungen wegen Corona untersagt oder sind verschoben. Die Rheinland- Pfalz-Ausstellung fällt dieses Jahr ganz aus und ging sogar in die Insolvenz. Denn neben Touristen, deren Beherbergung weiter verboten ist, kommen auch immer weniger Geschäftsreisende nach Mainz. Nicht nur Veranstalter sind dadurch in ihrer Existenz bedroht, sondern auch die ortsansässigen Hotels. Bis zu 80 Prozent der Hotelübernachtungen in Mainz entfallen auf geschäftlich Reisende: „Jedes geöffnete Hotel hat zwar noch ein wenig Belegung durch Geschäftsreisende. Diese Auslastung liegt jedoch bei nur 5 bis 15 Prozent,“ sagt Matthias Sieber-Wagner, General Manager des Intercity Hotels am Hauptbahnhof und Vorsitzender der Mainzer Hotelwerbegemeinschaft. Ganze Etagen stehen seit Monaten leer. „Jedes Hotel muss abwägen, ob es sich lohnt, für ein paar wenige Gäste geöffnet zu bleiben oder eine Zeitlang zu schließen.“
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Die Tanzbeine stehen still: Wie es um die Mainzer Clubs steht

Norbert Schön vom Kulturclub schon schön (Foto: Rodney Fuchs)

Getanzt wird schon lange nicht mehr. Seit dem Ausbruch des Corona-Virus in Deutschland machten die Clubs bundesweit dicht. Während das Partyvolk zuhause sitzt und auf die Wiedereröffnung wartet, plagen die Betreiber große Sorgen: fehlende Unterstützung, finanzielle Löcher und (kreative) Zwangspausen. Notgedrungen bangen die Chefs des Nachtlebens um ihre Existenz.
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Lulu kommt: Die neue Einkaufs-Erlebnis-Welt im alten Karstadt

Vor allem auch Kunst und Kultur sollen das Lulu beleben

Mainz tanzt auf der Lu, Mainz trifft sich auf der Lu und ab Freitag shoppt man auch noch in der Lulu auf der Lu.
Lulu ist eine neue Einkaufs-Erlebnis- Welt im ehemaligen Karstadt- Kaufhaus auf der Ludwigsstraße. Sozusagen im Herzen von Mainz. Die Macher setzen auf urban und regional, auf Humor und ungewöhnliche Präsentationen, auf Überraschungsmomente und moderne Medien, auf Gemeinsamkeiten und Allianzen, auf Einzelhändler und Künstler, auf Pop-up- Stores und – sofern erlaubt – auf Gastro-Welten.
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Ideen und Möglichkeiten: Die Mainzer Start-Up-Szene

Projektleiterin Nina Wansart vom Gutenberg Digital
Hub – eine wichtige Anlaufstelle für Startups

Kalifornische Sonne, vollverglaste Bürogebäude in grüner Umgebung, hippe Cafés und legere, aber trotzdem schicke Business- Outfits wohin das Auge klickt. Das Silicon Valley ist für viele die erste Assoziation, wenn es um Startups geht. In der Metropolregion im Süden von San Francisco gibt es besonders viele Gründer, die Innovationen an den Markt bringen. Schon lange hat es der Startup-Trend über den Atlantik geschafft, eine ähnlich wichtige Region ist jedoch nicht auszumachen. In Deutschland gelten Großstädte wie Berlin, Hamburg und Frankfurt als pulsierende Zentren für Neugründer. Aber auch abseits der Metropolen werden die Möglichkeiten besser. In Mainz hat sich in den letzten Jahren viel getan, wie ein Blick in die Startup- Landschaft zeigt. Bundesweit noch als Geheimtipp abgestempelt, werden die Potenziale zunehmend ausgeschöpft.
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Gastro-Tipp: Weinhaus Templer in der Altstadt

Hat die “Bodega” übernommen und in “Weinhaus
Templer” umbenannt: Alexander Schäfer

Das Restaurant Templer? War das nicht früher in der Kapuzinerstraße? Stimmt. Aber das ist schon einige Jahre her. Da hießen die Besitzer noch Pierre und Murielle, die jetzt im Weinhaus Bluhm wirken. Der alte „Templer“ wurde derweil in „Gasthaus Willems“ umbenannt. So stand der Name „Templer“ unverhofft zur freien Verfügung und gehört nun zum Weinhaus Templer in der Holzstraße 10. Der neue Inhaber, Alexander Schäfer, der gut befreundet mit der legendären „Bodega“-Wirtin Betty war, übernahm 2018 ihre Gaststätte und änderte nicht nur den traditionsreichen Namen, sondern ließ, wie er selbst sagt, „keinen Stein auf dem anderen“. Was natürlich nicht ganz stimmt. Zwar sind Küche, Toiletten und fast alle Wände neu, genauso wie das Mobiliar samt Theke, aber das Herzstück der einstigen Bodega, die mittelalterliche Mauer, die blieb glücklicherweise unberührt. Sie soll zum Grundbesitz des legendären Templerordens gehört haben, der irgendwo zwischen Holzstraße, Ignazgässchen und Kapuzinerstraße im 12./13. Jahrhundert einen burgähnlichen Hof besaß. Kein Wunder also, dass Schäfer den Namen „Templer“ mehr als passend fand. Ein gewisses Geschichtsbewusstsein wird wohl auch seinem Vermieter, der Freimaurerloge „Freunde zur Eintracht“, gefallen haben, die unter diesem Namen seit 1837 in Mainz etabliert ist.
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Der große (Kinder) Test: Wo gibt’s das beste Schnitzel der Stadt?

Warum ist Schnitzel unser Lieblingsessen? Weil es super schmeckt! Wir haben zwei Kinderredakteure losgeschickt, um herauszufinden, wo es die besten Schnitzel in Mainz gibt. Lotti und Jojo (beide 10 Jahre alt) schreiben diesen Text nun selbst. Mal gucken welche Restaurants auch kinderfreundlich sind.
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Zwischen Blitzableiter und Biotonne: 30 Jahre Mainzer Umweltladen

Das Tor zum Umwelt(ge)wissen

Die Umweltberatung gehört zu den Pflichten aller deutschen Städte und Kommunen. Sie soll es Bürgern erleichtern, möglichst schonend mit Mutter Natur umzugehen. Nach und nach entstanden Umweltinformationszentren in vielen deutschen Städten. Im ländlichen Raum gibt es nach wie vor nahezu keine. Die Nachfrage sei dort zu gering, als dass sich das lohne, so Thomas Strack, Abteilungsleiter beim Entsorgungsbetrieb Mainz, der den Umweltladen in der Steingasse 3-9 mitkoordiniert. Lohnt es sich denn in Mainz? Wir werfen einen prüfenden Blick hinein.
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Die Mainzer Kunstszene – in Zeiten der Veränderung

Thilo Weckmüller im Allianzhaus

Schon ein paar Jährchen ist es her, dass wir einen Rundumschlag in der Szene der zeitgenössischen Kunst in Mainz gewagt haben. Mittlerweile hat sich wieder viel getan: Neue Ateliers, Galerien und Menschen entern das Parkett. Auch wenn Mainz nicht als Kunst-Metropole gilt, haben sich doch viele Künstler hier auch niedergelassen. Gerade in dieser Zeit hat man Zeit für Gespräche, für neue Aktivitäten, Corona fest im Blick und vor allem: man blickt in Ruhe zurück und wagt einen kreativen Blick in die Zukunft.
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Interview: Clubinhaber Michael Vogt (ATG & Good Time) zur Situation derselbigen

Wie steht es um die Club-Szene aktuell?
In Mainz sind wir Clubs fast vergessen worden. Vieles ist immer noch zu. Es kommen oft Vertröstungen und Entschuldigungen. Es gibt kaum Perspektiven. Im März war man noch geschockt bzw. im ersten Moment dachte ich, geil, endlich Urlaub. Aber der Genuss ging schnell vorbei, als man gesehen hat, wie lange das dauert. Es wurde dann viel gestundet an Kosten, es gab Hilfen vom Staat, Kurzarbeitergeld. Ich selbst habe Hartz4 bzw. Grundsicherung beantragt. Und dann konnten die ersten Läden öffnen, also zumindest die Gastronomie etc. Aber in meiner Kneipe „Good Time“ haben wir leider keinen Außenbereich und unser Innenbereich ist auch klein und jetzt fasst er noch weniger Leute wegen Abstandsregeln – und im Sommer kommen auch weniger Leute. Das ist alles sehr kritisch aktuell, alle Rücklagen sind aufgebraucht.
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Essen statt Applaus: Initiative „Kochen für Helden Mainz“ macht weiter

Vanessa (li.) und Rebecca: Zwei Freundinnen, eine Mission

Systemrelevant – ein Wort in aller Munde. Es rückte in den letzten Monaten diejenigen Berufe in den Fokus, die helfen, wenn es dem Land an den Kragen geht: Pfleger, Ärzte, Apotheker; aber auch Mitarbeiter im Einzelhandel oder der Müllabfuhr – teils aufs äußerste belastet mit Extraschichten. Für diese Berufsgruppen wollten Rebecca Reinhard und Verena Schmitt mehr machen, als sich zum Klatschen auf dem Balkon zu treffen. Also gründeten sie Ende März das Projekt „Kochen für Helden Mainz“. (mehr …)