| | Kommentieren

Es geht ums Menschliche: Queeres Wohnprojekt in der Neustadt

In der Wallaustraße ist „Queer im Quartier“ zuhause

Regine K. öffnet die Tür zu ihrer Wohnung, in die sie vor wenigen Monaten eingezogen ist. Der Blick fällt über den Flur auf eine Staffelei in Nähe des Balkons, auf der ein fast fertiges Gemälde steht. Es zeigt einen Leuchtturm, dahinter Sand, davor Meer und am Himmel ein paar kleine Wölkchen. „Die maritimen Motive haben es mir momentan besonders angetan“, sagt Regine K., die gerade mit ihrem Enkel von einem Urlaub an der Küste zurückgekommen ist. Für die Malerei habe sie sich schon immer interessiert, jetzt, im Ruhestand hat sie nun auch endlich mehr Zeit dafür. Die Leidenschaft für die Kunst mehr in den Mittelpunkt zu stellen, ist nur eine der neuen Angelegenheiten in ihrem Leben.

(mehr …)

| | Kommentieren

Auf zu neuen Ufern: Zur Aufwertung des Rheinufers bis hin zur Nordmole

Eine weitere Stufenanlage, mehr Aufstellfläche für Feste durch Verschiebung der Stützmauer, Radwege, Beleuchtung und neue Straßenbeläge sind in den Plänen vorgesehen

Im Herbst 2021 sollen sie beginnen, die Arbeiten zur Umgestaltung des Mainzer Rheinufers am Adenauer Ufer. Es erstreckt sich vom Zollhafen / Feldbergplatz in der Neustadt bis zum Fischtorplatz in der Altstadt. Beginnend in der Neustadt finden sich am Feldbergplatz ein Kinderspielplatz und die Grüne Brücke, die die Rheinallee überquert. Am Ende des Feldbergplatzes zum Rhein hin steht stolz die alte Caponniere, die auch in die Umgestaltung mit einbezogen ist. Die Pläne für den ersten Bauabschnitt sind erst im Juli fast unmerklich und eilig durch den Stadtrat gegangen. Derzeit wird von der rheinland-pfälzischen Aufsichtsdirektion (ADD) der Förderantrag geprüft – gegen Ende des Jahres soll dieser Bescheid vorliegen. (mehr …)

| | 1 Kommentar

Geplante Umbenennung: Umstrittene Straßennamen in Mainz

“Ich bin umgezogen, wohne aber noch in derselben Wohnung.” So oder so ähnlich lauten “Umzugsmeldungen”, wenn Straßen umbenannt werden. Straßenschilder dienten immer schon als öffentlich sichtbare „Orden- und Ehrenzeichen“. Nachvollziehbar, dass mit wachsendem (und wechselndem) politischen Bewusstsein entsprechende Benennungen diskutiert werden. Seit etwa zehn Jahren haben Städte quer durch die Republik – und darüber hinaus – Kommissionen zur Überprüfung der Namen gebildet.
(mehr …)

| | 1 Kommentar

Aufarbeitung: Über Tempo 30 in der Innenstadt und das umfahrene Dieselfahrverbot

Es war einmal vor zwei Jahren. So könnte das Märchen um das Dieselfahrverbot in Mainz lauten, welches kein Ende findet. Wir schreiben das Jahr 2018, als die Deutsche Umwelthilfe (DUH) die Stadt Mainz auf sauberere Luft verklagen will. Begründung: Die Luft in Mainz, aber auch in weiteren Städten der Rhein-Main- Region, ist so hoch mit dem Dieselabgasgift Stickstoffdioxid (NO2) belastet, dass jährlich zehntausende Bürger erkranken und viele hundert vorzeitig sterben. Man spricht von der Einhaltung des NO2-Grenzwertes auf 40 Mikrogramm pro Kubikmeter (μg/m³) – ein Vorsorgewert, der gesundheitliche Beeinträchtigungen durch Belastung mit Luftschadstoff vorbeugen soll. Es handelt sich um eine europarechtliche Vorgabe, die in allen EU-Staaten seit 2010 einzuhalten ist.
(mehr …)

| | Kommentieren

Baumscheibenbeete – ein wenig Grün in der Stadt

Die Leibnizstraße ist besonders reich an Baumscheibenbeeten

Wer schonmal in Ruhe durch die Mainzer Neustadt geschlendert ist, hat vielleicht die vielen kleinen Beete unter den Bäumen am Straßenrand bemerkt, auch Baumscheibenbeete genannt. Diese können als Gärten genutzt und von Bürgern bepflanzt werden. Obwohl Baumscheiben recht klein sind, bieten sie mehr Platz als ein Blumentopf daheim. Und anders als zu Hause freuen sich auch Anwohner, Passanten und Bienen über die Blütenpracht. Auch für Kinder kann ein solches Beet interessant sein. Sie erleben wie Pflanzen wachsen und sich durch die Jahreszeiten wandeln. Gemeinsam mit ihren Eltern können sie Verantwortung für ihren ersten kleinen Garten übernehmen.
(mehr …)

| | Kommentieren

Ave Moguntia – Wie die Römer bis heute unser Stadtbild prägen

Nero Claudius Drusus war der römische Feldherr unter Kaiser Augustus und Gründer von Mogontiacum (oder Moguntiacum), dem heutigen Mainz. Er kam im Jahr 13 oder 12 vor Christus mit einer Horde Krieger, erkannte die Schönheit der Landschaft und vor allem die militärischen Vorteile, um genau hier am Hügel vor dem Rhein das römische Reich vor den Germanen im Osten zu verteidigen. (mehr …)

| | Kommentieren

Baugemeinschaften realisieren eigene Wohnkonzepte

Wohnen am Hartenbergpark: 2022 wollen hier zwei Baugemeinschaften einziehen

Gründe, um einer Baugemeinschaft beizutreten, gibt es viele. Für Gaby Grünert sind es vor allem die Bilder, die sich ihr bei Spaziergängen durch die Stadt eingeprägt haben: „Häufig stehen ältere Menschen auf Balkonen oder an den Fenstern und suchen Kontakt nach draußen“. Beim Vorbeilaufen wurde sie schon häufig angesprochen. Grünert will später nicht allein und isoliert leben. Zusammen mit ihrem Ehemann Michael wurde sie aktiv, und das Paar stellte sich die Frage nach dem Wohnen der Zukunft. Gefallen fanden sie an der Idee „Baugemeinschaft“. Und damit sind sie in Mainz nicht allein. (mehr …)

| | Kommentieren

Sehnsucht nach Gesang – Chöre in Zeiten von Corona

„Alles Digitale ist kein Ersatz für gemeinsames Tun.“ Bernd Thewes‘ Männerchor
in der Neustadt

Die Aktivität der Chöre und das Singen im Land waren in den letzten Monaten sehr eingeschränkt. Nach Untersuchungen verbreiten sich Aerosole beim Singen zu stark in der Luft, ein erweiterter Abstand sollte eingehalten werden. Dabei können Profi-Sänger gut mit ihrer Stimme umgehen, so gut, dass sich kaum etwas bewegt in der Luft vor ihrem Mund. Dennoch: Gemeinsames Singen wird als Infektionsrisiko angesehen. Dabei schätzen es rund vier Millionen Menschen in Deutschland, gemeinsam Lieder anzustimmen. (mehr …)

| | Kommentieren

Nach Jahren des Wartens wird die Ludwigsstraße umgebaut

So soll sie aussehen, die neue Shopping- und Erlebniswelt Lu

Corona zum Trotz geht es weiter an der Lu(dwigsstraße). Der große Stadtumbau um Karstadt herum ist beschlossene Sache. Großinvestor Gemünden aus Ingelheim baut das Areal – laut eigenen Angaben nicht nur zum Shoppen, sondern auch zum Erleben: (mehr …)

| | Kommentieren

Wohnen in Mainz: So erlebt eine WG Corona

Acht Personen teilen sich das denkmalgeschützte Haus mit Garten in der Oberstadt.

Mainzer Oberstadt, südlich des Volksparks: Wer sich für Architektur interessiert, sollte sich einen Sonntagnachmittag Zeit nehmen und durchs Viertel rund um die Straßen Am Rosengarten und Am Klostergarten schlendern. Das Areal ist denkmalgeschützt. Hier stehen Villen vom Anfang des 20. Jahrhunderts, erbaut im neoklassizistischen Stil des 19. Jahrhunderts. Die Villen sind großbürgerlich repräsentativ, mit vielen Fenstern und Balkonen, auf denen niemand sitzt. Auf der Straße trifft man nur wenige Personen. Die großen Gärten sind menschenleer. Das ganze Viertel wirkt ruhig, anonym und aufgeräumt. Niemand würde hier eine WG vermuten, erkennen tut man sie aber sofort: vorm Haus eine Reihe an Fahrrädern, mehrere Namen am Klingelschild, der Rasen im Vorgarten nicht ganz so akkurat geschnitten und die Hecke wächst ein bisschen zu weit über den gusseisernen Zaun.
(mehr …)

| | Kommentieren

Unterwelten – Eine Reise durch das unterkellerte Mainz

Tor in der Nähe der Uniklinik – hier treffen sich Gruppen zu Führungen des Vereins „Mainzer Unterwelten“.

Egal, wo man in Mainz baut, überall findet man beinahe ein Römerschiff oder zumindest Artefakte aus dieser Zeit. Besonders prominent passierte dies beim Bau der Römerpassage vor etwa zwanzig Jahren. Hier wurde beim Ausheben der Baugrube nicht nur ein römisches Isis- und Magna Marta-Heiligtum, sondern auch eine antike Bestattungsstelle entdeckt. Drei Jahre später eröffnete man die heutige Römer-Passage und Mainz war um eine unterirdische Attraktion reicher. Zur gleichen Zeit liefen übrigens die Ausgrabungen des Römischen Theaters am Südbahnhof. Heute heißt der Bahnhof „Römisches Theater“. Die freigelegten Artefakte sind aus dem Stadtbild kaum wegzudenken. Die Geschichten verdeutlichen, worauf man sich einlässt, wenn man unter die Erde geht: Eine Siedlung nach der anderen baute ihre Nutz- und Kultstätten auf den Überresten der Vorgänger. So finden Archäologen an derselben Stelle, nur in unterschiedlichen Schichten, Pfahlbauten, Brandschutt, Siedlungsreste, Fachwerkslehm, Dachschiefer, Kloaken und Kriegsschutt aus über 2.000 Jahren. Auch Mainz bietet eine erstaunliche Menge an unterirdischen Anlagen: Keller, Kasematten, Minengänge, Kanäle, Gruften – sie alle lauern im Dunkeln, ohne dass wir beim Spaziergang durch die Stadt etwas davon wahrnehmen. Einigen haben sie es jedoch besonders angetan.
(mehr …)

| | Kommentieren

Glücksorte in Mainz: Stadt mal anders spüren

Wo liegt das Glück in Mainz? Die Mainzer Autorin Stefanie Jung hat ein Buch dazu verfasst. In „Glücksorte in Mainz“ geht es darum, die Stadt mit allen Sinnen zu erkunden. Wer sich darauf einlässt, kann ungeahnte Momente sogar vor der eigenen Haustüre erleben. Sogar – oder erst recht – in Zeiten von Corona.

Ab nach Portugal!
Umgeben von Hochhäusern befindet sich ein kleines Einkaufszentrum im Stadtteil Mombach. Hier versteckt sich der portugiesische Supermarkt „Aveirense“. Zur Einstimmung empfiehlt sich ein typisch portugiesischer Kaffee. Wie wäre es mit einer „bola de Berlim“ dazu? Außer den Köstlichkeiten der kleinen Bäckerei gibt es auch Obst und Gemüse, Stockfisch und andere Spezialitäten. Düfte, wie man sie typischerweise aus Geschäften im Süden kennt. Schon das macht glücklich!
(mehr …)