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Baugemeinschaften realisieren eigene Wohnkonzepte

Wohnen am Hartenbergpark: 2022 wollen hier zwei Baugemeinschaften einziehen

Gründe, um einer Baugemeinschaft beizutreten, gibt es viele. Für Gaby Grünert sind es vor allem die Bilder, die sich ihr bei Spaziergängen durch die Stadt eingeprägt haben: „Häufig stehen ältere Menschen auf Balkonen oder an den Fenstern und suchen Kontakt nach draußen“. Beim Vorbeilaufen wurde sie schon häufig angesprochen. Grünert will später nicht allein und isoliert leben. Zusammen mit ihrem Ehemann Michael wurde sie aktiv, und das Paar stellte sich die Frage nach dem Wohnen der Zukunft. Gefallen fanden sie an der Idee „Baugemeinschaft“. Und damit sind sie in Mainz nicht allein. (mehr …)

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Sehnsucht nach Gesang – Chöre in Zeiten von Corona

„Alles Digitale ist kein Ersatz für gemeinsames Tun.“ Bernd Thewes‘ Männerchor
in der Neustadt

Die Aktivität der Chöre und das Singen im Land waren in den letzten Monaten sehr eingeschränkt. Nach Untersuchungen verbreiten sich Aerosole beim Singen zu stark in der Luft, ein erweiterter Abstand sollte eingehalten werden. Dabei können Profi-Sänger gut mit ihrer Stimme umgehen, so gut, dass sich kaum etwas bewegt in der Luft vor ihrem Mund. Dennoch: Gemeinsames Singen wird als Infektionsrisiko angesehen. Dabei schätzen es rund vier Millionen Menschen in Deutschland, gemeinsam Lieder anzustimmen. (mehr …)

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Nach Jahren des Wartens wird die Ludwigsstraße umgebaut

So soll sie aussehen, die neue Shopping- und Erlebniswelt Lu

Corona zum Trotz geht es weiter an der Lu(dwigsstraße). Der große Stadtumbau um Karstadt herum ist beschlossene Sache. Großinvestor Gemünden aus Ingelheim baut das Areal – laut eigenen Angaben nicht nur zum Shoppen, sondern auch zum Erleben: (mehr …)

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Wohnen in Mainz: So erlebt eine WG Corona

Acht Personen teilen sich das denkmalgeschützte Haus mit Garten in der Oberstadt.

Mainzer Oberstadt, südlich des Volksparks: Wer sich für Architektur interessiert, sollte sich einen Sonntagnachmittag Zeit nehmen und durchs Viertel rund um die Straßen Am Rosengarten und Am Klostergarten schlendern. Das Areal ist denkmalgeschützt. Hier stehen Villen vom Anfang des 20. Jahrhunderts, erbaut im neoklassizistischen Stil des 19. Jahrhunderts. Die Villen sind großbürgerlich repräsentativ, mit vielen Fenstern und Balkonen, auf denen niemand sitzt. Auf der Straße trifft man nur wenige Personen. Die großen Gärten sind menschenleer. Das ganze Viertel wirkt ruhig, anonym und aufgeräumt. Niemand würde hier eine WG vermuten, erkennen tut man sie aber sofort: vorm Haus eine Reihe an Fahrrädern, mehrere Namen am Klingelschild, der Rasen im Vorgarten nicht ganz so akkurat geschnitten und die Hecke wächst ein bisschen zu weit über den gusseisernen Zaun.
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Unterwelten – Eine Reise durch das unterkellerte Mainz

Tor in der Nähe der Uniklinik – hier treffen sich Gruppen zu Führungen des Vereins „Mainzer Unterwelten“.

Egal, wo man in Mainz baut, überall findet man beinahe ein Römerschiff oder zumindest Artefakte aus dieser Zeit. Besonders prominent passierte dies beim Bau der Römerpassage vor etwa zwanzig Jahren. Hier wurde beim Ausheben der Baugrube nicht nur ein römisches Isis- und Magna Marta-Heiligtum, sondern auch eine antike Bestattungsstelle entdeckt. Drei Jahre später eröffnete man die heutige Römer-Passage und Mainz war um eine unterirdische Attraktion reicher. Zur gleichen Zeit liefen übrigens die Ausgrabungen des Römischen Theaters am Südbahnhof. Heute heißt der Bahnhof „Römisches Theater“. Die freigelegten Artefakte sind aus dem Stadtbild kaum wegzudenken. Die Geschichten verdeutlichen, worauf man sich einlässt, wenn man unter die Erde geht: Eine Siedlung nach der anderen baute ihre Nutz- und Kultstätten auf den Überresten der Vorgänger. So finden Archäologen an derselben Stelle, nur in unterschiedlichen Schichten, Pfahlbauten, Brandschutt, Siedlungsreste, Fachwerkslehm, Dachschiefer, Kloaken und Kriegsschutt aus über 2.000 Jahren. Auch Mainz bietet eine erstaunliche Menge an unterirdischen Anlagen: Keller, Kasematten, Minengänge, Kanäle, Gruften – sie alle lauern im Dunkeln, ohne dass wir beim Spaziergang durch die Stadt etwas davon wahrnehmen. Einigen haben sie es jedoch besonders angetan.
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Glücksorte in Mainz: Stadt mal anders spüren

Wo liegt das Glück in Mainz? Die Mainzer Autorin Stefanie Jung hat ein Buch dazu verfasst. In „Glücksorte in Mainz“ geht es darum, die Stadt mit allen Sinnen zu erkunden. Wer sich darauf einlässt, kann ungeahnte Momente sogar vor der eigenen Haustüre erleben. Sogar – oder erst recht – in Zeiten von Corona.

Ab nach Portugal!
Umgeben von Hochhäusern befindet sich ein kleines Einkaufszentrum im Stadtteil Mombach. Hier versteckt sich der portugiesische Supermarkt „Aveirense“. Zur Einstimmung empfiehlt sich ein typisch portugiesischer Kaffee. Wie wäre es mit einer „bola de Berlim“ dazu? Außer den Köstlichkeiten der kleinen Bäckerei gibt es auch Obst und Gemüse, Stockfisch und andere Spezialitäten. Düfte, wie man sie typischerweise aus Geschäften im Süden kennt. Schon das macht glücklich!
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Die letzte Ruhe – Mainzer Friedhöfe Best of

Kunstvolle und individuelle Grabsteine stehen auf dem Hauptfriedhof

Im November ist Newweling-Zeit: Die Mainzer stellen kegelförmig gedrehte Kerzen in den Farben Rot, Gelb, Weiß, Blau und Grün auf die Gräber ihrer Angehörigen. Grund dafür sind zwei christliche Feiertage: der 1. November – Tag des Friedhofes und Allerheiligen, sowie der 2. November – Allerseelen. Dann ist auf den Friedhöfen fast schon die Hölle los. Insgesamt gibt es 18 Friedhöfe in Mainz. Sie alle werden vom Wirtschaftsbetrieb Mainz verwaltet und verfügen über eine Ausstattung an Parkbänken, Wasser- und Abfallanlagen. Die Öffnungszeiten variieren je nach Jahreszeit. Eine Beleuchtung ist nicht vorhanden und in Zeiten von Halloween wäre auch ein Friedhofsbesuch gruselig.
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Orte der Stille – Kreuzgänge, Kloster- und Kirchengärten in Mainz

Leise plätschert der Brunnen in der Mitte des Gartens, von draußen klingt der Trubel der Stadt und zuweilen auch Baulärm über die Mauern. Der Garten des Klosters von der Ewigen Anbetung ist mitten in der Innenstadt gelegen, hinter dem Alnatura nahe der Großen Langgasse. Er ist ein Ort, der von den Schwestern des Klarissen-Kapuzinerinnen-Ordens zur Meditation geschaffen wurde. Nur am „Tag der offenen Gärten in Rheinhessen“ oder „Offenen Klöster“ ist er der Öffentlichkeit zugänglich. „Oder auch“, so sagt Schwester Franziska Katharina, „nach Voranmeldung“. (mehr …)

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Die Mainzer Wälder sind voller toter Bäume – Sind sie noch zu retten?

Den Mainzer Wäldern geht es schlecht. Früher standen im Lennebergwald viele Kiefern. Heute ähnelt er mehr und mehr einer Steppe. Und auch der Ober-Olmer Wald leidet, obwohl man es ihm erst auf den zweiten Blick ansieht: vereinzelt braungefärbte Baumkronen und abgestorbene Bäume bestimmen die Szenerie.    (mehr …)

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Obdachlose Kunst – Das pad und Bernd Thewes weichen der Gentrifizierung

Komponist Thewes vor seinem Ex-Atelier

Der Bauboom ist allerorten ersichtlich. Eines der Viertel, welches dabei am rasantesten von Gentrifizierungseffekten erfasst wurde, ist die Mainzer Neustadt: „In den 80er Jahren war die Neustadt ein Arbeiterviertel“, erzählt Bernd Thewes (62 Jahre). Der Komponist hat seit 2006 sein Atelier im Erdgeschoss am Gartenfeldplatz 4. Häufig sieht man ihn dort mit verschiedensten Klangutensilien herumwerkeln. (mehr …)

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Mainz wächst – Aber ist das überhaupt gut?

Mainz wird als Wohnort immer beliebter. Die Zahl der Einwohner nimmt kontinuierlich zu. Waren es 1995 noch 183.000, sind es heute etwa 215.000 Mainzer. Ein Anstieg von 15 Prozent in zwanzig Jahren. „Bis 2030 rechne ich mit deutlich mehr als 220.000 Mainzern“, sagt Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD). Aber: „Wenn wir die nächsten zehn Jahre so weiterwachsen, dann haben wir unsere Grenze erreicht! Und was dann? You are not welcome? Vorsicht Stadt! Überleg‘s dir, dreh um? Wir müssen nicht um jeden Preis wachsen“, formuliert er weiter. Doch wie kann das sein? Während woanders Wachstum begrüßt wird, hält man sich in Mainz bedeckt. Woran liegt das? (mehr …)

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Gelebte Utopie – Der Wiesbadener Kulturpark am Schlachthof

Auf einer temporären Bühne rockt die Grungerock-Band Skuff. „Eine Mischung aus Nirvana und Queens of the Stone Age“, meint einer im Publikum. Direkt hinter dem Schlagzeug spielt eine Gruppe Beachvolleyball. Woanders wird derweil das „Currywurst Bankett“ vorbereitet, bei dem die Würste an einer Tafel mit weißen Tischdecken serviert werden. Das FKK-Gelände nutzt gerade niemand, dafür chillt eine Gruppe Geflüchteter neben den Containern, die auch ein Bienenhotel beherbergen. Immer mitten drin im Geschehen: „Hans“, die gute Seele mit Legendenstatus, der Pfandflaschen sammelt und den besten Draht hat zu den vielen unterschiedlichen Menschen. Das ist ein typischen Abend im Kulturpark Wiesbaden. Davon kann Mainz nur träumen. Eine gelebte Utopie? (mehr …)