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Im Portrait: Der Mainzer Autor Jürgen Heimbach veröffentlicht sein neues Buch

Schriftsteller Jürgen Heimbach ist ein Tausendsassa

April im letzten Jahr: Der Preis für den besten Kriminalroman 2020 geht an den Mainzer Autor Jürgen Heimbach für „Die Rote Hand“. Gefeiert wird wegen der Pandemie nur virtuell. Für Heimbach kein Problem. Der gelernte Groß- und Außenhandelskaufmann, Theatermacher, Künstler und Redakteur hat schon so manches erlebt. Für das Buch ist er bei Recherchen auf die Aktivitäten der „Roten Hand“ gestoßen, eine Organisation im Dunstkreis des französischen Auslandsgeheimdienstes. Den damit verbundenen Mord am deutschen Waffenhändler Georg Puchert in Frankfurt 1959 per Autobombe fand er so „ungeheuerlich“, dass er sich an ein Buch darüber gemacht hat. Gefragt nach dem schönsten Kompliment für den Kriminalroman, zitiert er die Begründung der Jury: „Kein Buch zum Glücklich werden, sondern zum Wachwerden.“ Und wie ein roter Faden zieht sich das Wachwerden auch durch seine Biografie.
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Zwischen Naturschutz, Management und Wildbolognese

Viele Möglichkeiten zu Spaziergängen unter dichten Bäumen gibt es in Mainz und Umgebung wahrlich nicht. Der Lennebergwald bei Gonsenheim bildet eine Ausnahme. Vielfach als liebstes Naherholungsgebiet der Mainzer bezeichnet, ist er vor allem Waldliebhabern und Joggern bekannt. Was viele nicht wissen: Im Lennebergwald wird unter besonderen Bedingungen und strenger Aufsicht auch gejagt.

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Portrait: Der Komet der Technoszene

Bernhard Ernste,  Ikone des Berliner Nachtlebens

Dass Komet Bernhard kein gewöhnlicher 72-Jähriger ist, merkt man sofort, wenn man ihn sieht. Zum Treffpunkt am Alexanderplatz erscheint er in Sneakern, Jogginghose, Longshirt und Lederjacke. Der lange graue Bart kräuselt sich vor der Brust, die Kopfhörer hängen lässig um den Hals. Der alte Mann, der sich kleidet wie ein Jugendlicher, erregt Aufmerksamkeit, egal wo er hinkommt. „Ich bin DJ hier in Berlin“, erklärt er einer stehengebliebenen Touristengruppe aus Hannover. „Wenn ihr mich googelt, habt ihr bisschen was zu lesen“, lacht er und buchstabiert sicherheitshalber seinen Namen. Er genießt die Blicke der Menschen und ist es gewohnt, erkannt zu werden – zumindest in Berlin.

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The Witcher: Die Mainzer Fantasy-Autorin Nina MacKay

Im Düsterwald: Nina MacKay

Wenn Autorin Nina MacKay in einem ihrer Mainzer Lieblingscafés sitzt, verlässt sie schon bald imaginär diesen Ort und findet sich in ihren erdachten Welten wieder. So entstehen Voodoo-Hexen-Schulen und Märchenwelten mit Hipster-Wölfen. Mit ihren Fantasy-Geschichten für Jugendliche und Erwachsene ist die Autorin so erfolgreich, dass sie seit 2015 kontinuierlich mehrere Romane pro Jahr veröffentlicht und 2016 ihren Durchbruch schaffte mit „Plötzlich Banshee“, einen Roman über Alana, die Todesfee der irischen Mythologie. Zeit zum Schreiben findet die 35-Jährige meistens in der Mittagspause oder am Abend. Denn ihre Tage sind gut durchstrukturiert: Neben ihrem Brotjob als Marketing Managerin arbeitet Nina mit der Schriftstellerin Nica Stevens an zwei Podcasts und auch das tägliche Programm im Fitnessstudio darf nicht fehlen.
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sensor Portrait: pYr-art – Ein feuriges Duo

Nelly Ackermann und Elias Fehr “brennen” für das Spiel mit dem Feuer.

Die Posen stimmen und es wird viel gelacht. Beim Fotoshooting in Bretzenheim merkt man, wie eingespielt das Duo (auch) vor der Kamera ist. „Wir haben den gleichen oder ähnlichen, leicht sarkastischen Humor. Beruflich ergänzen wir uns auf verschiedenen Ebenen perfekt,“ sagt Elias Fehr. Der 37-jährige, gebürtige Bayreuther ist einer der Köpfe, der sich hinter der Mainzer Formation „pYr-art“ verbirgt. Der, oder besser die andere, ist die 38-jährige Nelly Ackermann. Das Repertoire des Künstlerduos umfasst Feuertanz-, Lichtshows und -inszenierungen für private oder öffentliche Anlässe – ein virtuoser Mix aus Akrobatik, Tanz und Jonglage rund um das Element Feuer. (mehr …)

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sensor Titelgeschichte: Verlegen in Mainz – Über die hiesige Buchverlagsszene

Was die Verlagsszene macht in jener Stadt, in der vor über 500 Jahren der Buchdruck erfunden wurde? Sie ist überschaubar! Befragt man Mainzer Verleger, so scheint sich sogar vieles im Verborgenen abzuspielen. (mehr …)

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Portrait: Oliver Fischer – Der Herr der Türen

Alles im Griff: Oliver Fischer an der Tür

Für einen Moment wird es ungemütlich. Ein Gast soll drinnen etwas über die Stränge schlagen, so die Nachricht, die nach draußen zu den Türstehern dringt. Für Oliver Fischer, einer von zwei Chefs des Sicherheitsunternehmens „Tribus Security“, und dessen Mitarbeiter gilt es nun, zügig und ohne Aufregung zu handeln. Während sich ein Türsteher auf die Suche nach dem Unruhestifter macht, erwarten ihn die Kollegen mit erhöhter Aufmerksamkeit am Ausgang. Letztlich ist die Situation schnell geklärt. Ein freundlicher, dennoch unmissverständlicher Blick von Oliver Fischer in Richtung des schwankenden Gasts reicht, um die Lage wieder im Griff zu haben: (mehr …)

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Portrait: Seit zwei Jahrzehnten prägt Psycho-Jones das Nachtleben

Seit über zwanzig Jahren der Mann an den Reglern.

Es ist Freitagabend, etwa 21 Uhr, als der silberne Wagen auf den Hinterhof rollt. Am Steuer: Daniel Jung, Halter des Fahrzeugs – so jedenfalls steht es in den amtlichen Papieren. Für das Publikum in der Bar, ist das aber nur die halbe Wahrheit. Die meisten Gäste kennen ihn vor allem als „Psycho-Jones“. Es ist der Name, mit dem er 1998 erstmals in den Mainzer Clubs und Bars auftrat. „Irgendwann haben mich die Leute einfach nicht mehr mit meinem bürgerlichen Namen angesprochen. Vielleicht passt das auch zu meinem Konzept, das wohl alles ist, außer bürgerlich“. (mehr …)

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Winterzeit ist Plätzchenzeit: Vera Aline Becker backt – auch im TV

Glücklich in der Backstube der Berufsbildenden Schule: Vera Aline Becker.

Ursprünglich aus Bad-Kreuznach, hatte Vera nach ihrer Ausbildung zur Vermögensberaterin und als Filialleiterin im Einzelhandel nicht wirklich etwas mit Schokolade am Hut. Dafür unternahm sie gerne Reisen, etwa nach Südafrika oder Australien. Dort kam ihr die Eingebung handwerklich zu arbeiten. (mehr …)

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Gesa Geue und ihre Rolle im Weihnachtsmärchen „Ronja Räubertochter“ am Staatstheater

Seit der Spielzeit 2016/17 auf der Bühne in Mainz: Gesa Geue.

Die Probe ist vorbei. Gesa Geue (29 Jahre) betritt ein Besprechungszimmer hinter der Bühne. Sie hat sich einen großen Schal umgelegt. Aus ihrer Tasche holt sie ein Portemonnaie, das sie auf den Tisch flammt, wie einen Cowboy seinen Revolver: „Ich hole mir erstmal einen Drink. Möchte sonst noch jemand etwas?“, fragt sie in die Runde, während sie auf den leuchtenden Getränkeautomaten zuläuft: „Oh nein, Iso-Drinks sind aus.“ Also doch nur Wasser. Mit am Tisch sitzen noch Studierende der Theaterwissenschaften sowie Dramaturgin Katrin Maiwald. Nach der eineinhalb stündigen Probe sprechen wir über die aktuelle Rolle der Ronja Räubertochter und die Herausforderung, als eine nahezu dreißigjährige Frau ein Kind zu spielen: „Vor Ronja habe ich schon in ‚Die Sprache des Wassers‘ eine Zwölfjährige gespielt und davor in ‚Drei Haselnüsse für Aschenbrödel‘ einen Teenager. Früher war ich in zwei Stücken sogar ein kleiner Junge. Im Mainzer Ensemble bin ich wohl die, die man dafür häufiger besetzt“, sagt Geue.
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