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„Du musst langsam mal Vadder werden!“ Aus dem Leben von Ü30 Singles

Peter lacht. Aber eigentlich ist es ihm ernst. Er ist 36 Jahre alt, seit eineinhalb Jahren Single und möchte gerne Vater werden. Sein Wunsch manifestierte sich während eines Besuchs bei Freunden. Gerade erst hatte er seine Beziehung beendet, verkroch sich bei Freunden zum Wundenlecken und erlebte dort das Glück einer jungen Familie. „Das war wie ein Schalter, der sich umgelegt hat. Jetzt will ich mir endlich auch mal diesen Traum erfüllen.“ (mehr …)

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Auf der Durchreise – Wie wirkt Mainz auf Menschen, die nur kurze Zeit hier leben?

Es ist heiß im Hechtsheimer Gewerbegebiet. Die Sonne brennt auf den Asphalt, wolkenloser Himmel gewährt einen weiten Blick auf die Silhouetten der Innenstadt. Normalerweise verirren sich hierhin selten Menschen, die nicht gerade bei Möbel Martin einkaufen oder DHL-Lieferungen ausfahren. Doch Anfang Juni hat der Möbelriese Nachbarn bekommen. Grasende Kamele, spielende Kinder und Wohnwägen mit Wäscheleinen verraten, dass hier jemand lebt.

Ansichten eines Clowns
„So romantisch wie es sich manch einer vorstellt, ist das Zirkusleben lange nicht mehr“, lacht ein rundlicher Mann im weißen T-Shirt trocken und wischt sich die schmutzigen Hände an seiner Arbeitshose ab. Sein Name ist Timmy und er ist Clown. (mehr …)

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An Gott vergeben – Warum Johannes Blüm (26) Priester werden will

Johannes ist 26, sieht aber jünger aus: feine Gesichtszüge, wuscheliges Haar, sanfte Stimme. Die meisten seiner Altersgenossen ackern sich gerade durch die Probephase des Lebens – Partys, Drogen, rumvögeln und dazwischen noch ein Praktikum oder Auslandssemester. Johannes hat seinen Platz im Leben gefunden – bei Gott. „Ich möchte für andere Menschen da zu sein, ihnen helfen. Ich bin Altruist. Als Priester ist das für mich eine Lebensaufgabe, vollkommen Gutes zu tun“. (mehr …)

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Rasse statt Masse – Mainzer Geflügelzucht als Artenschutz

von Elif Urel und Domenic Driessen (Fotos):

Das Rauschen der Blätter an den Bäumen klingt noch frühlingsfrisch. Zwölf Krähen ziehen am Himmel ihre Kreise, ein Propellerflieger zerschneidet ratternd die Luft. Das Betreten
des vor uns liegenden Geländes verspricht Schutz und Abgeschiedenheit. Seine Bewohner sind uns unbekannt. Sie nennen sich Zwerg-Brahmas, Araucanas oder auch Zwerg-Orpingtone. Es sind mit die ältesten ihrer Art. Würde man sie nicht schützen, würde es sie nicht mehr geben. (mehr …)

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Schönes Paar / Rettung vom Himalya: Weltenbummler Philipp und Mischlingshündin Tiksa

von Florian Barz und Katharina Dubno (Fotos):

Sie lernten sich im Himalaya kennen, am Fuße des Mount Everest. Er war auf Weltreise, sie verletzt und herrenlos. Kurzerhand blieb sie bei ihm und begleitete ihn tausende Kilometer auf dem Weg Richtung Europa. Inzwischen sind Mischlingshündin Tiksa und der Mainzer Student Philipp zurück in Mainz und ein unzertrennliches Paar. (mehr …)

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Die Jugend von heute – “Generation Z” in Mainz

Lässig sitzen Sophie und Lola auf einem Ast vor ihrer Schule, dem Gymnasium Mainz-Oberstadt. Eine Dreiviertelstunde brauchen die Zwillinge jeden Morgen mit dem Bus, müssen dreimal umsteigen, bis sie von ihrem zuhause im beschaulichen Marienborn in der Schule sind. „Wir haben sogar Mitschüler, die jeden Tag aus Rüsselsheim kommen“, erzählt Sophie. (mehr …)

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Der König der Gitarren – Music Shop Liebrechts neuer Inhaber

von Elif Urel / Fotos: Katharina Dubno

Wer hier eintritt, betritt eine Welt mit eigenen Regeln. Die wichtigste davon lautet: Lass den Shit draußen! Es ist ein nahezu heiliger Ort, den er hütet und bewacht: Christoph Brandt. Wie ein Wächter wirkt der 49-Jährige aber keineswegs in seiner Jeans samt dunkelblondem Schopf, sondern eher wie ein großer Bruder. Seit einem Jahr ist er der neue Inhaber des 42 Jahre alten Gitarrenladens in der Franziskanerstraße. (mehr …)

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Wenn Text zum Bild wird – Die Mainzer Kalligrafin Pamela Stokes

von Ulla Grall und Katharina Dubno (Fotos):

“Ich werde immer weiterzeichnen“, sagt die Dame im Sessel lächelnd. Pamela Stokes ist Schriftkünstlerin. Ihre Kalligrafien visualisieren Gedichte und Zitate, sowohl in deutscher Sprache als auch in Englisch. Die Kunst des Schönschreibens hat es ihr angetan. Und: „Ich liebe deutsche Gedichte“, so die 92-jährige. Eine Menge Gedichte kennt sie auswendig und setzt sie in ihrer Arbeit um.
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Familie & Autismus – Ein Hausbesuch

autismus
von Benjamin Schaefer und Katharina Dubno (Fotos):

Eine scheinbar ganz normale Szene, wie sie sich täglich abspielt: David Rücklinger holt seinen Sohn Jesaja von der Schule ab. Der 30-Jährige geht dafür zehn Minuten zu Fuß und wartet einige Minuten auf dem Schulhof. Sein sechsjähriger Sohn verlässt das Gebäude und beide gehen nach Hause. Vater David trägt den Ranzen des Jungen, der unterwegs über Parkbänke und Hausvorplätze turnt: „Wenn Jesaja morgen weg wäre, würde es mich nicht belasten“, sagt David Rücklinger kurz darauf mit nüchterner Stimme. Er hat keinerlei emotionale Bindung zu seinem Sohn. Denn der kräftige Mann mit dem schweizerisch-österreichischen Akzent und der gepflegten Ausdrucksweise ist Asperger-Autist.

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