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Gesa Geue und ihre Rolle im Weihnachtsmärchen „Ronja Räubertochter“ am Staatstheater

Seit der Spielzeit 2016/17 auf der Bühne in Mainz: Gesa Geue.

Die Probe ist vorbei. Gesa Geue (29 Jahre) betritt ein Besprechungszimmer hinter der Bühne. Sie hat sich einen großen Schal umgelegt. Aus ihrer Tasche holt sie ein Portemonnaie, das sie auf den Tisch flammt, wie einen Cowboy seinen Revolver: „Ich hole mir erstmal einen Drink. Möchte sonst noch jemand etwas?“, fragt sie in die Runde, während sie auf den leuchtenden Getränkeautomaten zuläuft: „Oh nein, Iso-Drinks sind aus.“ Also doch nur Wasser. Mit am Tisch sitzen noch Studierende der Theaterwissenschaften sowie Dramaturgin Katrin Maiwald. Nach der eineinhalb stündigen Probe sprechen wir über die aktuelle Rolle der Ronja Räubertochter und die Herausforderung, als eine nahezu dreißigjährige Frau ein Kind zu spielen: „Vor Ronja habe ich schon in ‚Die Sprache des Wassers‘ eine Zwölfjährige gespielt und davor in ‚Drei Haselnüsse für Aschenbrödel‘ einen Teenager. Früher war ich in zwei Stücken sogar ein kleiner Junge. Im Mainzer Ensemble bin ich wohl die, die man dafür häufiger besetzt“, sagt Geue.
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Die Supermarktchefin – Semai Akale leitet den größten Mainzer Rewe

Weite Flure, lange Gänge, ein Sortiment wie kein zweites in Mainz. Im November 2018 eröffnete auf über 2.000qm der bislang größte Rewe in Mainz, direkt am Zollhafen, mit über 25.000 Artikeln. Der Supermarkt hat eine Tiefgarage mit 95 Parkplätzen, eine Post im Tabak- und Zeitschriftenshop sowie einen Bistro-Bereich mit Bäckerei und Pizzaofen. Eine Besonderheit ist auch die leckere Sushi- Bar. Königin über dieses Reich ist Semai Akale. Sie leitet den Vollsortimenter als Selbstständige mit ihrem Team. (mehr …)

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Portrait: Das unglaubliche Leben des (Straßen)Musikers Imran Khan

Imran Khan ist eine Erscheinung. An warmen Tagen sieht  man ihn manchmal in seiner Jeans- Latzhose, die Dreads baumeln vom Kopf, Sonnenbrille, südeuropäischer Teint. Seine ruhige Gitarre hebt sich wohltuend vom Rest so manch anderer Dudler ab. Ob Queen, Beatles, Stevie Wonder oder der Soundtrack von Amelie – man merkt, hier spielt jemand, der es richtig draufhat. Und dahinter steckt jemand, der trotz seiner 31 Jahre viel erlebt und gesehen hat von der Welt – und dennoch bescheiden bleibt. Fast täglich von vier bis sechs Uhr steht er auf dem Marktplatz, Leichhof oder dem Liebfrauenplatz. Immer dabei sind seine Akustik-Gitarre, ein kleiner Verstärker und Klapprad. Dann versinkt er in eine eigene Welt. Manchmal stampft er mit dem Fuß, tänzelt zum Takt und spielt die Gitarre, die teils klingt wie zwei. (mehr …)

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Selfmade Women – Erfolgsgeschichten von Mainzer Unternehmerinnen

Die schillerndsten Gründergeschichten aus Mainz scheinen von Frauen zu handeln: von der Modedesignerin Anja Gockel zum Beispiel, den N’Eis-Gründerinnen oder von Jana Blume und ihren Vintage-Läden. Sie alle hatten zur richtigen Zeit eine gute Idee für ein Produkt oder eine Dienstleistung. Aber faszinieren Geschichten von erfolgreichen Gründerinnen nicht auch, weil sie etwas geschafft haben, das Rollenerwartungen erst einmal widerspricht? Weil sie als Frauen Unternehmergeist bewiesen haben und sich in der Start-Up-Szene behaupten? Und: Gründen Frauen anders als Männer? Wir befragten eine Expertin und sprachen mit den „Fempreneurs“. (mehr …)

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Portrait: Pastorin Maxine Howard – Gott und Gospel

Jedes ihrer Worte kommt mit Kraft. Und allem was sie sagt, verleiht sie mit ganzem Körper Ausdruck. Die Hände für ein Halleluja in der Luft, anschließend drückt sie sie fest auf ihren Brustkorb. Ein Gespräch mit ihr gleicht einem Medley ihrer Gospelsongs. Eben noch himmelhoch jauchzend, im nächsten Moment zu Tode betrübt. Maxine Howard inspiriert – auf ihre eigene Weise. „I am married to Jesus “, sagt die 70-jährige Frau aus San Francisco, als sei es das normalste auf der Welt. (mehr …)

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Sechzig und kein bisschen leise: Mr. Flower Power

Mit einem alten London-Taxi, seinem Markenzeichen, reist Rainer Schindler alias „Mr. Flower Power“ zu seinen Konzerten. Auf dem Programm stehen die Hits der 50er, 60er und 70er, die Musik der Hippies – Beatles, Rolling Stones, Beach Boys, Simon and Garfunkel, Bob Dylan oder Cat Stevens – und eigene Songs. Mit Talent zur Parodie meistert Schindler mühelos alle Hits. Aber es ist vor allem seine Authentizität und Energie, mit der er das Publikum von der ersten Sekunde an mitreißt. (mehr …)

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Portrait: Bunt wie die Welt – Christoph Thelen

„Zur Geburt bekommt man einen weißen Globus in die Hand, und der wird im Lauf des Lebens immer bunter“ – Christoph Thelen, 52, arbeitet an diesem Lebensmotto, und er hat schon eine ganze Menge Farben zusammen. Geboren in Mayen in der Eifel (wo auch Mario Adorf aufgewachsen ist), mit den Eltern nach Drais gezogen, dann Mommenheim, dann Bretzenheim, und heute lebt er über den Dächern von Mainz. Zumindest hat man diesen Eindruck, wenn man auf seiner Terrasse im obersten Stockwerk in der Münsterstraße steht. (mehr …)

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Portrait: Kostümverleih Meier-Scourteli – Für den Saal, nicht für die Gass

Ein unscheinbarer Hauseingang mitten in der Fußgängerzone. Nur ein kleines Schild mit der Aufschrift „Kostümverleih“ verrät, dass hinter diesen Wänden ein Vermächtnis lagert: Über 2.000 Kostüme, dazu 1.500 Hüte, Stiefel und Schuhe sind hier zu finden. Von Rokoko-Kleidern bis zu verspielten Kinderkostümen, Anzügen mit Mickey Mouse, Smokings und schillernden Ballkleidern. (mehr …)

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Groß in Mode: Lizz Smith in der Neustadt (ein Portrait)

Eigentlich heißt sie Elisabeth Schmidt. Aber Lizz Smith passt viel besser. Es ist ihr Künstlername, der so klingt, wie sie auftritt: flott und schick, mit ihrem Markenzeichen, einem leuchtenden Rotschopf. Die gebürtige Mainzerin ist eine auffällige Persönlichkeit und untrennbar verbunden mit ihrer „Modetic“ am Gartenfeldplatz. Die wird dieses Jahr zehn Jahre alt und ist wie die Inhaberin wandelbar geblieben. (mehr …)

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Der Neustadt-Schamane – Thomas Herbold kämpft für gute Energien

Wer die Wallaustraße, Ecke Kurfürstenstraße entlanggeht, dem fällt vielleicht ein schräger Katzensteg auf, der aus einem Fenster im Erdgeschoss auf die Straße führt. Früher hätte man Gismo darauf entlangspazieren sehen können. Heute ist der Kater mit seinen 17 Jahren nicht mehr ganz so unternehmungslustig. Auch sein Herrchen ist nicht mehr so viel unterwegs wie früher: Thomas Herbold, 55, Frührentner, alleinlebend. Erster Eindruck: Die Wohnung in diesem schlichten Nachkriegsbau ist eigentlich viel zu klein für ihn, seine Kunstobjekte, Werkzeuge und seine Sammelleidenschaft. (mehr …)

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„Du musst langsam mal Vadder werden!“ Aus dem Leben von Ü30 Singles

Peter lacht. Aber eigentlich ist es ihm ernst. Er ist 36 Jahre alt, seit eineinhalb Jahren Single und möchte gerne Vater werden. Sein Wunsch manifestierte sich während eines Besuchs bei Freunden. Gerade erst hatte er seine Beziehung beendet, verkroch sich bei Freunden zum Wundenlecken und erlebte dort das Glück einer jungen Familie. „Das war wie ein Schalter, der sich umgelegt hat. Jetzt will ich mir endlich auch mal diesen Traum erfüllen.“ (mehr …)

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Auf der Durchreise – Wie wirkt Mainz auf Menschen, die nur kurze Zeit hier leben?

Es ist heiß im Hechtsheimer Gewerbegebiet. Die Sonne brennt auf den Asphalt, wolkenloser Himmel gewährt einen weiten Blick auf die Silhouetten der Innenstadt. Normalerweise verirren sich hierhin selten Menschen, die nicht gerade bei Möbel Martin einkaufen oder DHL-Lieferungen ausfahren. Doch Anfang Juni hat der Möbelriese Nachbarn bekommen. Grasende Kamele, spielende Kinder und Wohnwägen mit Wäscheleinen verraten, dass hier jemand lebt.

Ansichten eines Clowns
„So romantisch wie es sich manch einer vorstellt, ist das Zirkusleben lange nicht mehr“, lacht ein rundlicher Mann im weißen T-Shirt trocken und wischt sich die schmutzigen Hände an seiner Arbeitshose ab. Sein Name ist Timmy und er ist Clown. (mehr …)