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Das sensor 2×5 Interview mit Verlegerin Karin Schmidt-Friderichs

Karin Schmidt-Friderichs ist Verlegerin beim Verlag Hermann Schmidt. Seit dem 26. Oktober 2019 ist sie Vorsteherin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.

sensor: Wie geht es der Buchbranche? Welches sind die Herausforderungen?
Die Buchbranche ist gut durch die Pandemie gekommen. Die Menschen haben wieder häufiger zum Buch gegriffen – mit einer coronabedingten Ausnahme: das sind Reiseführer. Zusammen mit den staatlichen Unterstützungen hat es die Branche gut geschafft: Lesen ist immer noch eine der liebsten Freizeitbeschäftigungen der Deutschen. Die größte Herausforderung aktuell ist es allerdings, an Material zu kommen, also Papier und Druckkapazitäten zu erhalten. Papier ist weltweit knapp. Und in den letzten zehn Jahren haben viele Druckereien in Deutschland aufgegeben. Jetzt fehlen die Rohstoffe und die Fertigungskapazitäten. Ich kann auch nicht ausschließen, dass Bücher teurer werden.
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Das sensor 2×5 Interview mit Wohnbau-Geschäftsführer Thomas Will

Wie ticken der Mainzer Wohnungsmarkt und Wohnungsbau?
Mainz hat um die 220.000 Einwohner, Tendenz steigend. Viele kommen von weiter weg, wegen Job oder Studium, aber auch Familien wegen der günstigen Kita-Gebühren zum Beispiel. Es gibt auch immer mehr ältere Menschen und Single- Haushalte. Danach richten wir uns beim Bauen aus: 50 Prozent 2-Zimmerwohnungen, 30 Prozent 3-Zimmerwohnungen und 20 Prozent 4-Zimmerwohnungen. Mainz liegt bei den Top-Ten-Mietpreisen Deutschlands. Die Verkaufspreise für Wohnungen sind dabei enorm gestiegen bis zu 7.500 Euro der Quadratmeter. Bei den Mietpreisen ist es ähnlich: In der Neustadt liegt die Kaltmiete bei um die 14 Euro. Das ist für eine Stadt wie Mainz eigentlich zu hoch. Dabei bauen wir schon, soviel es geht. Aber es wird dauern, bis genügend bezahlbares Angebot da ist. Daher müssen wir schauen: Wo kann Mainz weiter wachsen?
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Das sensor 2×5 Interview mit ZDF-Moderatorin Jana Pareigis

Wie sieht dein klassischer Arbeitsalltag aus?
Zum Aufstehen lese ich erstmal die Nachrichten, höre Radio oder schaue das „MoMa“. Dann habe ich um zehn Uhr die erste online-Konferenz mit meinen ZDF-Kollegen. Da besprechen wir die Themen des Tages. Kurz nach elf ist dann die zweite Konferenz mit allen Redakteuren. Dann lese ich weiter Nachrichten und manchmal habe ich noch Termine, wie beispielsweise ein Interview. Um 14 Uhr geht es dann im Sender los – die Themen werden konkreter und wir diskutieren: Wie bereiten wir was auf? Wen interviewen wir? Danach geht es für eine halbe Stunde in die Maske und dann fange ich an zu schreiben. Um 17 Uhr schauen wir dann die aktuelle „heute“- Sendung, haben nochmal eine Konferenz und um 18:30 Uhr gehe ich ins Studio für die Moderation.
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Das sensor 2×5 Interview mit Laurent Vieille vom Haus Burgund

Seit wann leiten Sie das Haus Burgund?
Ich bin hier seit dem 1. April der neue Leiter. Die letzten 15 Jahre habe ich in Burgund-Franche-Comté gewohnt, aber dann führten mich alle Wege nach Mainz bzw. Deutschland. Ich habe immer wieder diese Stellenanzeige gesehen, bestimmt 15 Mal, bis ich mich dafür entschieden habe. Und da ich früher viel gereist bin und auf verschiedenen Positionen tätig war, bin ich nun froh, alle Bereiche hier zu haben, die mich interessieren.
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Das sensor 2×5 Interview mit Citymanagerin Sandra Klima

Liebe Frau Klima, Citymanagement Mainz – Was ist das eigentlich?
Mainz Citymanagement e.V. ist ein Verein mit ca. 150 Mitgliedern mit dem Ziel, die Innenstadt zu fördern. Unsere Mitglieder kommen überwiegend aus Mainz aus den unterschiedlichsten Branchen und Institutionen. Wir kooperieren mit weiteren Vereinen der Stadt, etwa der Mainzer Werbegemeinschaft, dem Verkehrsverein, Mainz in Rheinhessen u. v. m. Unsere Vereinsvorsitzende ist Anja Obermann, Hauptgeschäftsführerin der Handwerkskammer Rheinhessen. Dabei ist aber auch u. a. Jan Sebastian, der Präsident des Handelsverbandes, die IHK, PMG, MAG, mainzplus… Viele Beteiligte, die für das Thema Innenstadt brennen.
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Das sensor 2×5-Interview mit Maurice Conrad (Klimaschutz-Aktivist und Politiker)

Seit knapp zwei Jahren sitzt du im Mainzer Stadtrat. Was hat dich an der Arbeit dort am meisten überrascht?
Am meisten hat mich überrascht, dass die Beweggründe für politische Entscheidungen häufig nicht inhaltlich sind. Es gibt viel Taktik und Strategie. Mit einem reinen „Ich-habenoch- eine-gute-Idee“ kommt man nicht weit. Die Gründe für Entscheidungen sind eigentlich immer Identitätspolitik. Häufig hat man das Gefühl, dass man nicht mit Leuten über Visionen nachdenken kann, weil die schon ihre feste Vision haben. Man kann da wenig dran ändern.
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Das sensor 2×5-Interview mit Perla Londole (Black Lives Matter Deutschland)

Du bist die Gründerin der Black Community Foundation (BCF). Wie kam es dazu? Meine Freundin Nadia Asiamah und ich haben nach dem Mord an George Floyd am 6. Juni Silent Demos mit 1.500 Menschen angemeldet und bei Instagram zu Protesten aufgerufen – sie in Stuttgart, ich in Mainz. Deutschlandweit sind dann über 200.000 Menschen auf die Straße gegangen und da war mir war klar: Dieses Engagement muss man weiter nutzen, damit die Lage für Schwarze sich nachhaltig verbessert. Als Verein können wir uns besser organisieren, uns abstimmen und mehr erreichen.

Was will die BCF erreichen?
Wir wollen auf Rassismus gegen schwarze Menschen aufmerksam machen und ihn bekämpfen; uns als deutsche Black Community aber auch untereinander solidarisieren und gegenseitig unterstützen. Wir erklären uns untereinander unsere Probleme, zeigen uns aber zum Beispiel auch, welche schwarzen Kulturproduktionen wir gerade unterstützen können.
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Interview: Citymanager Dominique Liggins über Corona, LuLu und die aktuelle Lage

Wie wird man eigentlich Citymanager und was sind deine Aufgaben?
Normalerweise ist der Citymanager bei der Stadt verortet, im Stadtmarketing. In Mainz ist es etwas anders. Wir haben hier zwei große Vereine: Mainz Citymanagement e.V. und die Werbegemeinschaft Mainz, die beide den Wirtschaftsraum Innenstadt fördern. Ich bin beim Verein Citymanagement angestellt – die Werbegemeinschaft stellt mein Büro auf der Lu. Wir versuchen gemeinsam Strategien zu entwickeln, wie der Mainzer Handel, aber auch die Gastronomie profitieren können. Ursprünglich habe ich eine Ausbildung zum Hotelfachmann absolviert und war zuletzt selbstständig als Agentur „Soul Events & Marketing“, für die Vermarktung von Luxus-Tourismus. Ich wollte aber wieder mehr in Mainz machen und habe mich daher vor etwa einem Jahr auf die Stelle beworben.
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Im Interview: Prof. Dr. Susanne Weissman (die neue Präsidentin der Hochschule Mainz)

Seit März sind Sie Präsidentin der Hochschule, pünktlich zum Lockdown. Wie ist es für Sie?
Ich kam aus Nürnberg, dort war ich Vizepräsidentin, und wollte mich nochmal ein wenig umschauen in der deutschen Hochschulwelt. Mainz ist eine Hochschule mit vielen „Rohdiamanten“, das hat mich gereizt, beispielsweise die Digitalisierung in Verbindung mit Geisteswissenschaften, das duale Studium und die drei Fachbereiche, die sehr komplementär sind. Und dann kam Corona. Wir haben flexibel die Lehre umgestellt, waren diszipliniert mit den Hygienemaßnahmen, und sind dabei natürlich etwas privilegierter als in der freien Wirtschaft. Die komplette Umstellung erfolgte innerhalb nur einer Woche. Das war sehr herausfordernd. Im Sommersemester war somit alles geschlossen. Im Winter wird es aber wieder mehr Präsenzunterricht geben. Wir machen das Beste draus.
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Interview: Clubinhaber Michael Vogt (ATG & Good Time) zur Situation derselbigen

Wie steht es um die Club-Szene aktuell?
In Mainz sind wir Clubs fast vergessen worden. Vieles ist immer noch zu. Es kommen oft Vertröstungen und Entschuldigungen. Es gibt kaum Perspektiven. Im März war man noch geschockt bzw. im ersten Moment dachte ich, geil, endlich Urlaub. Aber der Genuss ging schnell vorbei, als man gesehen hat, wie lange das dauert. Es wurde dann viel gestundet an Kosten, es gab Hilfen vom Staat, Kurzarbeitergeld. Ich selbst habe Hartz4 bzw. Grundsicherung beantragt. Und dann konnten die ersten Läden öffnen, also zumindest die Gastronomie etc. Aber in meiner Kneipe „Good Time“ haben wir leider keinen Außenbereich und unser Innenbereich ist auch klein und jetzt fasst er noch weniger Leute wegen Abstandsregeln – und im Sommer kommen auch weniger Leute. Das ist alles sehr kritisch aktuell, alle Rücklagen sind aufgebraucht.
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Franziska Voigt – Die Radfahrbeauftragte im Interview

Du bist seit 5 Jahren Radfahrbeauftragte in Mainz. Eines der aktuellen Projekte ist die Digitalisierung des Radverkehrs. Was wird auf uns zukommen?
Wir haben Fördergelder für Digitalisierungsmaßnahmen bewilligt bekommen. Darunter fällt zum Beispiel ein Projekt für smarte Beleuchtung in Form von Solarlampen auf einer Pilotstrecke. Wenn Räder kommen, werden die Leuchten aktiviert und erlöschen nach dem Vorbeifahren. Das schont Flora und Fauna und ermöglicht auch die Erfassung von Rad-Aktivitäten. Auch eine FahrradApp wird kommen, mit der man besser durch die Stadt navigieren kann. Oder Radboxen an Bus- und Bahnhaltestellen, wo man sein Rad einschließen kann samt Helm & Gepäck, um auf den ÖPNV umzusteigen. Auch Bike-Flashs sind geplant, also ein Warnsystem mit blinkenden LEDs zur Vorbeugung von Unfällen. Die leuchten, sobald sich Radfahrende nähern. Das ist aber noch Zukunftsmusik und wird erst in den nächsten Monaten und Jahren umgesetzt.
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Interview mit Oliver Backhaus, Leiter des Mainzer Altenheims

Wie sind Sie Leiter des Mainzer Altenheims geworden?
Ich war vorher Geschäftsführer beim Deutschen Roten Kreuz in Frankfurt und wollte mich beruflich verändern. So kam es vor etwa sieben Jahren zu Kontakten zum Mainzer Sozialdezernat und zu ersten Gesprächen. Zudem gab es einen Sanierungsauftrag der Stadt. Es war sogar im Gespräch das Altersheim zu privatisieren. Ich übernahm also die offene Stelle des Geschäftsführers und Heimleiters in Personalunion, mit dem Auftrag den Sanierungsprozess zu starten.

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