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Das sensor Interview mit Eva Focke (WeBelieve & geMAINZam)

Was glaubst du, wann Cannabis legalisiert wird und was habt ihr davon?
Bei uns im Laden sind CBD- (= Cannabidiol) Blüten schon erhältlich. Wann und wie genau sämtliches Gras in Deutschland legal wird, ist noch schwer zu sagen. Einige Politiker sagen, bald! Ich glaube, dass da noch einiges losgetreten werden muss. Ich hoffe dennoch, dass wir schon nächstes Jahr in vielfältiger Bio-Qualität Cannabis legal genießen können. Mit unserem Unternehmen, Know-how und den Kontakten haben wir vielleicht schon eine Art Fuß in der Tür. (mehr …)

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Das sensor 2×5-Interview mit Dr. Bernd Herkner (Direktor Naturhistorischen Museum)

Was sind Ihre Hauptziele als Museumsleiter?
Ich bin Biologe, habe hauptsächlich paläontologisch geforscht und interessiere mich für Fortbewegungsarten der verschiedenen Tiere. So suche ich nach Möglichkeiten der Verlebendigung, z. B. durch Animation, digitale Techniken und moderne Präsentationsformen. Aber nicht nur zur Kinderbelustigung, sondern um anhand der Entwicklung unserer Arten das Bewusstsein für aktuelle Fragestellungen zu vertiefen, z. B. den Klimawandel oder das Artensterben. Mainz hat das größte Naturkundemuseum in RLP, in Verantwortung der Stadt. Im Haus verwalten wir nicht nur 1,5 Mio. Sammlungsstücke, die der Forschung zur Verfügung stehen, sondern wir verstehen uns als Bildungsinstitution. (mehr …)

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Das sensor 2×5 Interview mit Kulturei-Chefin Yvonne Wuttke

Bei dir ist das Berufliche viel mit Privatem verbunden. Wo kommst du her und wie hat sich das mit der Kultur-Arbeit ergeben?
Ich komme ursprünglich aus dem Osterzgebirge bei Dresden und bin 1989 nach Wiesbaden gezogen mit meiner Mutter. Nach ein paar Jahren bin ich aber wieder zurück und habe im Osten ein wildes Leben geführt. In der Zeit des Schulabschlusses oder während der mittleren Reife wurde ich schwanger. Nach der Schule bin ich dann mit meiner Tochter nach Wiesbaden gekommen und war dann quasi alleinerziehende Mutter. Dazu habe ich im botanischen Garten der Gutenberg-Universität meine Ausbildung zur Zierpflanzengärtnerin gemacht. So bin ich nebenbei zum Allgemeinen Studierenden Ausschuss (AStA) gekommen, wo sich die Sachen schließlich ergeben haben. (mehr …)

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„Wichtig zu polarisieren“: „Catcalls of Mainz“ im Streitgespräch

Celine (links) und Melina (rechts) von „Catcalls of Mainz“ (Foto: Linda Enßlin)

Pfiffe, ungewollte Kommentare oder anzügliche „Komplimente“ – (sexuelle) Belästigung hat viele Gesichter. „Catcalls of Mainz“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Erlebnisse mit Kreide auf die Straße zu bringen. Für manche Außenstehende ist nicht jeder Vorfall gleich ein Catcall, auch, wenn die Betroffenen ihn so wahrnehmen. Um diese unterschiedlichen Perspektiven geht es in diesem Streitgespräch.

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Interview: Die Zukunft von Capitol & Palatin (Paneldiskussion am 29. Januar)

Jochen Seehuber (links) und Eduard Zeiler vor den Trümmern ihrer Existenz?

Die Mainzer Palatin Programmkinos wurden an den Immobilieninvestor Fischer+Co verkauft. Die Betreiber Jochen Seehuber und Eduard Zeiler wissen nicht mehr, wie es weitergehen soll. Aber es gibt Hoffnung.

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Das sensor 2×5 Interview mit Verlegerin Karin Schmidt-Friderichs

Karin Schmidt-Friderichs ist Verlegerin beim Verlag Hermann Schmidt. Seit dem 26. Oktober 2019 ist sie Vorsteherin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.

sensor: Wie geht es der Buchbranche? Welches sind die Herausforderungen?
Die Buchbranche ist gut durch die Pandemie gekommen. Die Menschen haben wieder häufiger zum Buch gegriffen – mit einer coronabedingten Ausnahme: das sind Reiseführer. Zusammen mit den staatlichen Unterstützungen hat es die Branche gut geschafft: Lesen ist immer noch eine der liebsten Freizeitbeschäftigungen der Deutschen. Die größte Herausforderung aktuell ist es allerdings, an Material zu kommen, also Papier und Druckkapazitäten zu erhalten. Papier ist weltweit knapp. Und in den letzten zehn Jahren haben viele Druckereien in Deutschland aufgegeben. Jetzt fehlen die Rohstoffe und die Fertigungskapazitäten. Ich kann auch nicht ausschließen, dass Bücher teurer werden.
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Das sensor 2×5 Interview mit Wohnbau-Geschäftsführer Thomas Will

Wie ticken der Mainzer Wohnungsmarkt und Wohnungsbau?
Mainz hat um die 220.000 Einwohner, Tendenz steigend. Viele kommen von weiter weg, wegen Job oder Studium, aber auch Familien wegen der günstigen Kita-Gebühren zum Beispiel. Es gibt auch immer mehr ältere Menschen und Single- Haushalte. Danach richten wir uns beim Bauen aus: 50 Prozent 2-Zimmerwohnungen, 30 Prozent 3-Zimmerwohnungen und 20 Prozent 4-Zimmerwohnungen. Mainz liegt bei den Top-Ten-Mietpreisen Deutschlands. Die Verkaufspreise für Wohnungen sind dabei enorm gestiegen bis zu 7.500 Euro der Quadratmeter. Bei den Mietpreisen ist es ähnlich: In der Neustadt liegt die Kaltmiete bei um die 14 Euro. Das ist für eine Stadt wie Mainz eigentlich zu hoch. Dabei bauen wir schon, soviel es geht. Aber es wird dauern, bis genügend bezahlbares Angebot da ist. Daher müssen wir schauen: Wo kann Mainz weiter wachsen?
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Das sensor 2×5 Interview mit ZDF-Moderatorin Jana Pareigis

Wie sieht dein klassischer Arbeitsalltag aus?
Zum Aufstehen lese ich erstmal die Nachrichten, höre Radio oder schaue das „MoMa“. Dann habe ich um zehn Uhr die erste online-Konferenz mit meinen ZDF-Kollegen. Da besprechen wir die Themen des Tages. Kurz nach elf ist dann die zweite Konferenz mit allen Redakteuren. Dann lese ich weiter Nachrichten und manchmal habe ich noch Termine, wie beispielsweise ein Interview. Um 14 Uhr geht es dann im Sender los – die Themen werden konkreter und wir diskutieren: Wie bereiten wir was auf? Wen interviewen wir? Danach geht es für eine halbe Stunde in die Maske und dann fange ich an zu schreiben. Um 17 Uhr schauen wir dann die aktuelle „heute“- Sendung, haben nochmal eine Konferenz und um 18:30 Uhr gehe ich ins Studio für die Moderation.
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Das sensor 2×5 Interview mit Laurent Vieille vom Haus Burgund

Seit wann leiten Sie das Haus Burgund?
Ich bin hier seit dem 1. April der neue Leiter. Die letzten 15 Jahre habe ich in Burgund-Franche-Comté gewohnt, aber dann führten mich alle Wege nach Mainz bzw. Deutschland. Ich habe immer wieder diese Stellenanzeige gesehen, bestimmt 15 Mal, bis ich mich dafür entschieden habe. Und da ich früher viel gereist bin und auf verschiedenen Positionen tätig war, bin ich nun froh, alle Bereiche hier zu haben, die mich interessieren.
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Das sensor 2×5 Interview mit Citymanagerin Sandra Klima

Liebe Frau Klima, Citymanagement Mainz – Was ist das eigentlich?
Mainz Citymanagement e.V. ist ein Verein mit ca. 150 Mitgliedern mit dem Ziel, die Innenstadt zu fördern. Unsere Mitglieder kommen überwiegend aus Mainz aus den unterschiedlichsten Branchen und Institutionen. Wir kooperieren mit weiteren Vereinen der Stadt, etwa der Mainzer Werbegemeinschaft, dem Verkehrsverein, Mainz in Rheinhessen u. v. m. Unsere Vereinsvorsitzende ist Anja Obermann, Hauptgeschäftsführerin der Handwerkskammer Rheinhessen. Dabei ist aber auch u. a. Jan Sebastian, der Präsident des Handelsverbandes, die IHK, PMG, MAG, mainzplus… Viele Beteiligte, die für das Thema Innenstadt brennen.
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Das sensor 2×5-Interview mit Maurice Conrad (Klimaschutz-Aktivist und Politiker)

Seit knapp zwei Jahren sitzt du im Mainzer Stadtrat. Was hat dich an der Arbeit dort am meisten überrascht?
Am meisten hat mich überrascht, dass die Beweggründe für politische Entscheidungen häufig nicht inhaltlich sind. Es gibt viel Taktik und Strategie. Mit einem reinen „Ich-habenoch- eine-gute-Idee“ kommt man nicht weit. Die Gründe für Entscheidungen sind eigentlich immer Identitätspolitik. Häufig hat man das Gefühl, dass man nicht mit Leuten über Visionen nachdenken kann, weil die schon ihre feste Vision haben. Man kann da wenig dran ändern.
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Das sensor 2×5-Interview mit Perla Londole (Black Lives Matter Deutschland)

Du bist die Gründerin der Black Community Foundation (BCF). Wie kam es dazu? Meine Freundin Nadia Asiamah und ich haben nach dem Mord an George Floyd am 6. Juni Silent Demos mit 1.500 Menschen angemeldet und bei Instagram zu Protesten aufgerufen – sie in Stuttgart, ich in Mainz. Deutschlandweit sind dann über 200.000 Menschen auf die Straße gegangen und da war mir war klar: Dieses Engagement muss man weiter nutzen, damit die Lage für Schwarze sich nachhaltig verbessert. Als Verein können wir uns besser organisieren, uns abstimmen und mehr erreichen.

Was will die BCF erreichen?
Wir wollen auf Rassismus gegen schwarze Menschen aufmerksam machen und ihn bekämpfen; uns als deutsche Black Community aber auch untereinander solidarisieren und gegenseitig unterstützen. Wir erklären uns untereinander unsere Probleme, zeigen uns aber zum Beispiel auch, welche schwarzen Kulturproduktionen wir gerade unterstützen können.
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