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Das Erbe der englischen Fräulein – Die Maria Ward-Schwestern verlassen Mainz

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von Fabienne Makhoul und Julia Adrian  Fotos: Katharina Dubno

Morgendliche Stille liegt über dem Garten. Noch ist es kühl und die Sonne besitzt nicht ihre mittägliche Kraft. Entfernt dringen Geräusche aus der Stadt über die alten Mauern. Und durch die Fenster der heutigen Schule sieht man hier und da gestreckte Kinderarme und -finger recken. Einzig und allein Schwester Claudia ist vor der Kapelle der Maria Ward-Schule (MWS) anzutreffen, vertieft in die Pflege ihrer Rosensträucher, die um das kleine Gotteshaus herum blühen. (mehr …)

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So wohnt Mainz – Das Liebermenschhaus / Geldfrei leben (!?)

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von David Gutsche und Katharina Dubno (Fotos):

Die Gesellschaft zwingt ihren Kindern ihre Vorstellungen auf. Wie ein Hohlraum, der gefüllt werden muss. Niemand schert sich dabei um die wirkliche Bestimmung. Wenn man sich dessen bewusst wird, ist es meistens schon zu spät, einen neuen Weg einzuschlagen, sagt der indische Lehrer OSHO. Etwa so wie der Fernsehmoderator Tobias Schlegl, der vor Kurzem seinen ZDF-Job aus Sinnlosigkeit an den Nagel gehängt hat, um Notfallsanitäter zu werden; für ein Medizinstudium war es dann doch schon zu spät … (mehr …)

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Echte Hufarbeit – Wie Esel heutzutage ihr Geld verdienen (und wo man sie treffen kann…)

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von Ulrike Melsbach und Jonas Otte (Fotos):

Herbert, Ida, Milan und Lilli würden am liebsten in der Innenstadt wohnen. Doch mit der Nachbarschaft gibt es Probleme. „Esel sind zu laut“, sagt Bernd Seifried, während er zur Weide schreitet. „IIIIIE OOOOOOH“, ruft Herbert zur Begrüßung. Dann wird es ruhiger. Und die Esel-WG verbreitet eine gelassene Stimmung. Als Paartherapeut und Heilpraktiker für Psychotherapie kam Seifried vor einigen Jahren auf die Idee, Esel mit in die Therapie einzubeziehen. Die Tiere sind sanftmütig, beruhigen und motivieren. (mehr …)

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So wohnt Mainz – Zu Besuch in der Politik-WG

Gemeinsames Daddeln
von Anna Strobel und Jonas Otte (Fotos)

Weit draußen im Grünen ziert ein Graffiti mit dem Schriftzug „Laubencrime“ die Wand der Unterführung des Bahnhofs Laubenheim. Crime in Laubenheim? Ausgeschlossen. Das L.A. von Mainz hat nichts mit seinem großen Bruder gemein. Ganz im Gegenteil, das dörfliche Laubenheim ist eher abgeschieden und verträumt, die Straßen still und beschaulich. Hier thront auch die urige Kneipe Leon. (mehr …)

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Platte im Grünen – Obdach gesucht

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zu Teilen aus der Allgemeinen Zeitung von Kirsten Strasser Fotos: Katharina Dubno

In einem der Schlafzelte steht ein Schreibtisch; darauf eine Lesebrille und ein aufgeschlagenes, leicht zerfleddertes Taschenbuch. Das Küchenzelt überdeckt die Kochstelle samt dem alten, aber sauberen Gasherd. Sogar ein WC-Zelt gibt es, mit einem Toilettenstuhl und einem Kanister mit Wasser zum Händewaschen; daneben steht ein Spender mit rosafarbener Seife. Und zwischen allem: drei lebhafte Hunde. Keine Frage, diese kleine Zeltstadt ist ein Zuhause – und zwar das von zwei wohnungslosen Menschen, Pascal Schmit (45) und Ma-ah-tee (60). Seit Jahren haben sie ihre „Platte“ auf dem brachliegenden Grundstück am Fort Hauptstein, nur drei Minuten Fußweg von der Beratungsstelle und dem Tagesaufenthalt der Evangelischen Wohnungslosenhilfe entfernt.  (mehr …)

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Halt im Warteraum – Zu Besuch in der Flüchtlingsunterkunft “Kommissbrotbäckerei”

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von Florian Barz und Katharina Dubno (Fotos):

Houda Karn arbeitet als Sozialarbeiterin in der Flüchtlingsunterkunft „Kommissbrotbäckerei“. Eine Verbündete an einem trostlosen Ort.

Die junge Mutter mit Kopftuch zupft Houda Karn eindringlich am Ärmel. Sie möchte ein Erinnerungsfoto machen. Jetzt gleich, hier im Aufenthaltsraum der Flüchtlinge, der in Wirklichkeit nur eine ehemalige Lagerhalle ist. Wenige Bierbänke und Sessel stehen verloren darin, an der Wand hängen verkabelte Steckdosen zum Handyaufladen. Ein paar Kinder spielen Schach. Draußen pfeift der Wind, drinnen dröhnt jedes Wort als hallendes Echo wider. (mehr …)

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So wohnt Mainz – Ananda Marga e.V. in Hechtsheim

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von Ulla Grall und Stefan Zahm (Foto):

„Als wir Ende der 80er Jahre hier eingezogen sind, gab es rundum noch Wiesen“, erzählt Dada Sarvajitananda. Heute ist um das Haus, in dessen Parterre die Räume von „Ananda Marga“ liegen, ein Mischgebiet mit Gewerbe und Wohnhäusern gewachsen. Eine hölzerne Tafel neben der Tür trägt zwar den vollen Namen der Ananda Marga Pracaraka Sangha e. V., doch eine Autowerkstatt liegt unmittelbar daneben, LKW parken direkt vor den Fenstern, der Eingang ist nicht leicht zu finden.
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So wohnt Mainz: Hausgemeinschaft Ü50

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von Mara Braun Fotos: Frauke Bönsch

Wer die Häuser 6a bis 6b in der John-F.-Kennedy- Straße passiert, sieht erst einmal nichts Ungewöhnliches. Lediglich die Hinweisschilder, jeder Bewohner dieser Nummern im Martin-Luther- King-Park nehme gern Post für sämtliche Nachbarn an, lassen kurz innehalten: So gelebte Nachbarschaft ist in einer Stadt mit der Größe von Mainz nicht selbstverständlich. (mehr …)

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So wohnt Mainz – Besuch bei der alten Dame im städtischen Altenheim (Stadtmitte)

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von Ulla Grall  Fotos: Frauke Bönsch

Ein wenig altmodisch und aus der Zeit gefallen wirkt es schon, das städtische Altenheim. Fast wie bei Oma zu Hause. In der Eingangshalle der Eindruck, ein 50er-Jahre Hotelfoyer zu betreten. Eine großzügige Sitzgruppe lädt zum Plauschen ein. Die offene Treppe führt in die erste Etage, ein gläserner Wandelgang zum „Gartenbau“ quer durch den Park. Wäre nicht die große Infowand mit Veranstaltungen und Hinweisen, käme man kaum auf die Idee, in einem Alten- und Pflegeheim zu sein. (mehr …)

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So wohnt Mainz – Brasilien im Herzen, Deutschland im Kopf

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von Anna Sacco  Fotos: Frauke Bönsch

„Auswandern war mein Plan seit dem ersten Tag“, erzählt Eymard Toledo mit einem Lächeln auf den Lippen. Ganz im Gegensatz zum charakteristisch brasilianischen Sing-Sang ihrer Stimme steht die typisch deutsche Einrichtung ihres Reihenhauses in Bretzenheim, stadtnah und im Grünen:
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So wohnt Mainz – Corps Hassia Gießen zu Mainz

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von Florian Barz  Fotos Stick Up Studio

„Unpolitisch und tolerant“, steht auf dem Banner, das die Besucher des Verbindungshauses im Drususwall schon von der Straße aus begrüßt. Die Botschaft ist klar: Abgrenzung von alten Klischees. Studentenverbindungen gleich Nazis? Dieses Vorurteil steckt in vielen Köpfen, befeuert etwa von Diskussionen um einen Ariernachweis im Dachverband der Deutschen Burschenschaft. „Es wird leider alles über einen Kamm geschert“, klagt Corps-Bursch Carlo (24), der aus dem deutschsprachigen Teil von Belgien stammt. Er trägt ein weißes Hemd mit Kragen, darüber das Band mit den Farben von Hassia, schwarz, weiß und rot. (mehr …)