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Der Neustadt-Schamane – Thomas Herbold kämpft für gute Energien

Wer die Wallaustraße, Ecke Kurfürstenstraße entlanggeht, dem fällt vielleicht ein schräger Katzensteg auf, der aus einem Fenster im Erdgeschoss auf die Straße führt. Früher hätte man Gismo darauf entlangspazieren sehen können. Heute ist der Kater mit seinen 17 Jahren nicht mehr ganz so unternehmungslustig. Auch sein Herrchen ist nicht mehr so viel unterwegs wie früher: Thomas Herbold, 55, Frührentner, alleinlebend. Erster Eindruck: Die Wohnung in diesem schlichten Nachkriegsbau ist eigentlich viel zu klein für ihn, seine Kunstobjekte, Werkzeuge und seine Sammelleidenschaft. (mehr …)

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So wohnt Mainz – Zuhause beim neuen Bischof

Der Kirche sollten doch so einige Immobilien in Mainz gehören. Den neuen Bischof Prof. Dr. Peter Kohlgraf (50 Jahre) steckt man trotzdem erst einmal ins „kalte Loch“. Der gebürtige Kölner nimmt das mit trockenem Humor: So kalt sei der Altbau aus der Mitte des 19. Jahrhunderts nun auch wieder nicht. Da ist der Sohn eines Maurermeisters und einer Krankenschwester schon anderes gewohnt. Und glücklicherweise hat das kalte Loch seinen Ruf wegen der Zugigkeit der kleinen Gasse und nicht der Kälte des Hauses. (mehr …)

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Das fliegende Sofa – Couchsurfing in Mainz

„Die Welt darf bei mir zu Gast sein“, sagt Gisela mit Wuschelkopf, Badelatschen und Brille. Seit etlichen Jahren lädt die 60-Jährige Mainzerin die Welt zu sich ins Wohnzimmer ein. Ein Problem, Fremden zu vertrauen hat und hatte sie dabei nie.

Seit drei Jahren ist sie auch Mitglied der Couchsurfing-Community. Über 8.000 Mitglieder umfasst die Plattform alleine in Mainz, 14 Mio. in über 200.000 Städten insgesamt. (mehr …)

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Mainz wächst – Aber ist das überhaupt gut?

Mainz wird als Wohnort immer beliebter. Die Zahl der Einwohner nimmt kontinuierlich zu. Waren es 1995 noch 183.000, sind es heute etwa 215.000 Mainzer. Ein Anstieg von 15 Prozent in zwanzig Jahren. „Bis 2030 rechne ich mit deutlich mehr als 220.000 Mainzern“, sagt Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD). Aber: „Wenn wir die nächsten zehn Jahre so weiterwachsen, dann haben wir unsere Grenze erreicht! Und was dann? You are not welcome? Vorsicht Stadt! Überleg‘s dir, dreh um? Wir müssen nicht um jeden Preis wachsen“, formuliert er weiter. Doch wie kann das sein? Während woanders Wachstum begrüßt wird, hält man sich in Mainz bedeckt. Woran liegt das? (mehr …)

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So wohnt Mainz – Oase in der Neustadt

Mitten in der Stadt und trotzdem wie im Grünen wohnen, das ist nicht jedem vergönnt. Wenn Nico Freiter (45 Jahre) dagegen in seiner Wohnung aufwacht, ist das erste was er sieht, ein grüner Garten, Bäume und sein gut sortiertes Kräuterbeet. Eventuell noch die Hängematte zwischen den Bäumen, die er im Sommer hin und wieder aufspannt. Auch abends sitzt er hier oft auf seiner selbstgezimmerten Terrasse mit Freunden und Bekannten, die Feuerschale aufgestellt und ein Paar Schluck gekühlten Wein die Kehle herabrinnen lassend in der Hitze der staubigen Neustadt. Über ihnen nur noch ein imposantes Rosengewächs, das seit vierzig Jahren an der Hauswand wuchert und die derbe Wand aufs Feinste ziert. (mehr …)

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Leben in der Flüchtlingsunterkunft „Allianzhaus“

Kinderstimmen schallen durch das Treppenhaus. Entlang eines langen, weißen Flures reiht sich ein Zimmer an das nächste. Gelbe Post-its an den Türen zeigen, dass hier jemand wohnt. Aus der Küche strömt Essensgeruch. Ein paar Jungs schlurfen in Hausschuhen über den Gang. Vor ein paar Wochen ist Nawid mit 180 anderen Geflüchteten in die Unterkunft im Allianzhaus in der Großen Bleiche gezogen. Bevor wir uns im angrenzenden Café blumen für ein Interview treffen, zeigt er uns sein Zimmer.* (mehr …)

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So wohnt Mainz – Am Ufer auf vier Rädern

von Ida Schelenz und Domenic Driessen (Fotos):

Fünf Quadratmeter Singlewohnung mit Rheinblick: Anita Westrup braucht nicht viel, um glücklich zu sein. Seit September tourt sie in ihrem Mitsubishi L030-Wohnmobil „Knudsen“ durch Deutschland. Im Moment steht es am Rheinufer in Mainz-Kastel. (mehr …)

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So wohnt Mainz – Kurfürstlich leben im Osteiner Hof

Seit Jahrhunderten gab es kein ziviles Leben mehr im Osteiner Hof. Kaiser Wilhelm I. residierte hier. Später war der Prachtbau Hauptquartier des Prinzen Friedrich Karl Nikolaus von Preußen. Im Zweiten Weltkrieg brannte er völlig aus, wurde aber auf Betreiben der Besatzungsmacht Frankreich 1947/48 wiederhergestellt. (Foto: Harald Kaster)

Osteiner Hof am Schillerplatz

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Mainzer Mietspiegel 2017 veröffentlicht

Seit dem Jahr 1975 gibt die Stadt regelmäßig Mietspiegel heraus, die den Mietparteien und Wohnungssuchenden einen Überblick über die ortsüblichen Mieten in Mainz geben. Sie finden allgemeine Anerkennung bei Mietern und Vermietern sowie bei den Gerichten. In dieser Tradition hat die Stadt nun den neuen Mietspiegel 2017 veröffentlicht, um so zur Stärkung der Rechtssicherheit und des Rechtsfriedens beizutragen. Erhältlich ist der Mietspiegel 2017 in gedruckter Fassung ab Ende April bei den Ortsverwaltungen, an der Rathauspforte und im Stadthaus beim Bürgeramt. Oder jetzt schon online unter www.mainz.de/mietspiegel

 

 

 

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Baugemeinschaften – Gemeinsam Bauen & Leben in Mainz

Dorothea Ebbing will nicht so wohnen, „dass man aus dem Auto aussteigt und dann die Eingangstür hinter sich zuschlägt“. Ihre Kinder sind aus dem Haus, und ist es nicht sowieso viel besser, wenn einige Dinge, wie eine Bohrmaschine, gemeinschaftlich dem ganzen Wohnquartier gehören? Unter anderem aus diesem Grund hat sie sich mit zwölf potenziellen Nachbarn zu der Wohninitiative „stattVilla“ zusammengeschlossen. Die lose Gemeinschaft sucht nach einem geeigneten Grundstück, um ihre Ideen von mehr sozialem Miteinander umzusetzen – wenn möglich mit Einfluss auf das Bauvorhaben. (mehr …)

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So wohnt Mainz: Wohndorf-Gemeinschaft in Kastel

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von Ulla Grall und Jonas Otte (Fotos):

„Die Lampen wollen wir jetzt noch zu Ende machen“, sagt Arno Carbach nach dem Essen im Gemeinschaftsraum. Einmal im Monat treffen sich die Einwohner der Kasteller Wohndorf-Gemeinschaft zum Arbeitseinsatz, unterbrochen vom Mittagessen für alle. (mehr …)

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Das Erbe der englischen Fräulein – Die Maria Ward-Schwestern verlassen Mainz

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von Fabienne Makhoul und Julia Adrian  Fotos: Katharina Dubno

Morgendliche Stille liegt über dem Garten. Noch ist es kühl und die Sonne besitzt nicht ihre mittägliche Kraft. Entfernt dringen Geräusche aus der Stadt über die alten Mauern. Und durch die Fenster der heutigen Schule sieht man hier und da gestreckte Kinderarme und -finger recken. Einzig und allein Schwester Claudia ist vor der Kapelle der Maria Ward-Schule (MWS) anzutreffen, vertieft in die Pflege ihrer Rosensträucher, die um das kleine Gotteshaus herum blühen. (mehr …)