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Die Tanzbeine stehen still: Wie es um die Mainzer Clubs steht

Norbert Schön vom Kulturclub schon schön (Foto: Rodney Fuchs)

Getanzt wird schon lange nicht mehr. Seit dem Ausbruch des Corona-Virus in Deutschland machten die Clubs bundesweit dicht. Während das Partyvolk zuhause sitzt und auf die Wiedereröffnung wartet, plagen die Betreiber große Sorgen: fehlende Unterstützung, finanzielle Löcher und (kreative) Zwangspausen. Notgedrungen bangen die Chefs des Nachtlebens um ihre Existenz.
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Portrait: Der Komet der Technoszene

Bernhard Ernste,  Ikone des Berliner Nachtlebens

Dass Komet Bernhard kein gewöhnlicher 72-Jähriger ist, merkt man sofort, wenn man ihn sieht. Zum Treffpunkt am Alexanderplatz erscheint er in Sneakern, Jogginghose, Longshirt und Lederjacke. Der lange graue Bart kräuselt sich vor der Brust, die Kopfhörer hängen lässig um den Hals. Der alte Mann, der sich kleidet wie ein Jugendlicher, erregt Aufmerksamkeit, egal wo er hinkommt. „Ich bin DJ hier in Berlin“, erklärt er einer stehengebliebenen Touristengruppe aus Hannover. „Wenn ihr mich googelt, habt ihr bisschen was zu lesen“, lacht er und buchstabiert sicherheitshalber seinen Namen. Er genießt die Blicke der Menschen und ist es gewohnt, erkannt zu werden – zumindest in Berlin.

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Portrait: Oliver Fischer – Der Herr der Türen

Alles im Griff: Oliver Fischer an der Tür

Für einen Moment wird es ungemütlich. Ein Gast soll drinnen etwas über die Stränge schlagen, so die Nachricht, die nach draußen zu den Türstehern dringt. Für Oliver Fischer, einer von zwei Chefs des Sicherheitsunternehmens „Tribus Security“, und dessen Mitarbeiter gilt es nun, zügig und ohne Aufregung zu handeln. Während sich ein Türsteher auf die Suche nach dem Unruhestifter macht, erwarten ihn die Kollegen mit erhöhter Aufmerksamkeit am Ausgang. Letztlich ist die Situation schnell geklärt. Ein freundlicher, dennoch unmissverständlicher Blick von Oliver Fischer in Richtung des schwankenden Gasts reicht, um die Lage wieder im Griff zu haben: (mehr …)

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Wer wird Mainzer „Nachtbürgermeister“? (Bewerbung bis 17. März!)

Freitagnacht, 3 Uhr, irgendwo in der Neustadt. Studenten feiern eine Party. Die Nachbarn liegen wach und ärgern sich. Anstatt das Ordnungsamt zu rufen, schreiben sie eine Mail an den Nachtkulturbeauftragten. Der meldet sich am Montag bei ihnen und verspricht zu vermitteln. Träumerei? Im Gegenteil. Schon bald könnte es so oder so ähnlich laufen. (mehr …)

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Portrait: Seit zwei Jahrzehnten prägt Psycho-Jones das Nachtleben

Seit über zwanzig Jahren der Mann an den Reglern.

Es ist Freitagabend, etwa 21 Uhr, als der silberne Wagen auf den Hinterhof rollt. Am Steuer: Daniel Jung, Halter des Fahrzeugs – so jedenfalls steht es in den amtlichen Papieren. Für das Publikum in der Bar, ist das aber nur die halbe Wahrheit. Die meisten Gäste kennen ihn vor allem als „Psycho-Jones“. Es ist der Name, mit dem er 1998 erstmals in den Mainzer Clubs und Bars auftrat. „Irgendwann haben mich die Leute einfach nicht mehr mit meinem bürgerlichen Namen angesprochen. Vielleicht passt das auch zu meinem Konzept, das wohl alles ist, außer bürgerlich“. (mehr …)

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Das sensor 2×5 Interview mit Postlager & Gutleut-Betreiber Victor Anta Muñoz


Du betreibst mit zwei Kollegen das Gutleut und das Alte Postlager am Hauptbahnhof. Wie kam es dazu und wie sehen eure Zukunftspläne aus?
Genau, das Gutleut Nähe Schillerplatz, und im Frühjahr haben wir das alte Postlager von der Firma Gemünden als Zwischennutzung angeboten bekommen. Das Gebäude wird in einigen Jahren abgerissen und dort etwas Neues gebaut. Mein Kollege Victor Bergmann hatte dann die Idee aus London, aus dem Postlager eine Art „Food Markt“ zu machen. Wir haben also diverse Mainzer Gastronomen ins Boot geholt. Man kann jetzt hier kulinarisch von allem etwas haben. Und da die Immobilie mit 2.000 qm sehr groß ist und der Bedarf nach Events ebenfalls, machen wir mehr Konzerte, Ausstellungen, Conventions und im Dezember etwas Weihnachtliches mit Tannenbäumen, Kinderkarussell usw.
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Die neue Party-Generation: Fuchsbau + Verboten

„Verboten“. Hinter dem mysteriösen Namen steckt eine kleine Agentur mit der Mission, die Mainzer Partyszene auf Vordermann zu bringen. Kennengelernt haben sich die Gründer Ersin und Christian vor vier Jahren im Lomo. Ersin arbeitete dort und Christian legte auf. Die beiden verstanden sich auf Anhieb. Nach dem ersten Kontakt war schnell die Idee geboren, etwas Eigenes auf die Beine zu stellen: (mehr …)

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Gaaaaanz langsam: Bummeltechno im Trend (Mach mal langsam)

„Entspanntes und relaxtes Feiern“, das gefällt der 23-jährigen Kunststudentin Laura Seibert besonders gut an „Mach mal langsam“. Das Partyformat hat den Weg aus der weiten Welt nach Wiesbaden und Mainz gefunden: Techno und House in Zeitlupe, grob gesagt, selbstironisch auch „Schneckno“ genannt.
Beim „Global Bummel Sound“ tauchen die Partygänger tief in elektronische Beats mit Folkloreeinflüssen ein. Magische Klänge entstehen. Geräusche des Regenwaldes oder Vogelgezwitscher dringen aus den Boxen. Aber alles eben extrem langsam, für manche zu langsam. Laura Seibert begeistert sich dennoch für die Musik und für das Gesamterlebnis. So werden zu einem Regenwaldmotto auch mal 30 Kilo Bananen inszeniert oder das Publikum von einer Siebdruckstation zum Klamotten bedrucken überrascht. „Mach mal langsam“ steht somit nicht einfach nur für irgendeine Party, sondern für eine Philosophie der Weltoffenheit und Entschleunigung. (mehr …)

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Pengtival #4 & GesichterDerS8 am 7. Oktober im Pengland (Altes Rohrlager)

Zum vierten Mal Kunst, Party und Kultur im aufschäumenden Überfluss. Diesmal mit Motto „Geben ist das neue Nehmen!“ Zwei Bühnen, ein Oraculum, intensiver Lebensmittelgenuss, Textekrea-Lesekreis von und mit „Jacky liest“, live gespielte vielseitige Musik (Open Parachine, Sinu, Anionkaat und Cellar), Hip Hop Jamming und nachts ein DJ, der kein Electro auflegen darf.

Neu im Programm: (mehr …)

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Ausgefeiert – Ist die Mainzer Partyszene am Ende?

Clubsterben! Kulturtod! Betonleichen! Glaubt man aktuell den erschrockenen Ausrufen in den sozialen und sonstigen Medien, ist es um die Mainzer Kulturszene nicht gut bestellt. „Langsam aber stetig entschwinden in unserer schönen Stadt kulturelle Freiräume!“, prangerte jüngst auch eine Demonstration in der Innenstadt an. Eine düstere Prognose. Und tatsächlich hat der Sommer 2017 Mainz schwer zugesetzt: Erst fällt das Asta-Sommerfest aus, dann schließt das Gebaeude27, Panama- und Filmriss-Bar verabschieden sich, 50Grad und Haus Mainusch bangen um ihr Bestehen und nun hat auch noch die Planke Nord dichtgemacht. Stattdessen reihen sich am Rheinufer schicke neue Immobilien und immer mehr Flächen werden „nachverdichtet“. Unglücklicher Zufall oder Symptome einer kulturfeindlichen Stadtentwicklung? (mehr …)