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So wohnt Mainz: Das Studentenwohnheim der Leipziger Universitätssängerschaft zu St. Pauli in Gonsenheim

Neben dem Eingang des in einer ruhigen Straße gelegenen Neubaus prangt das blaue Emblem der Sängerschaft. Wer hier einziehen will, sollte bereit sein, einer Studentenverbindung beizutreten, und bestenfalls Talent für Musik mitbringen. Das Mitwirken im Chor und der Verbindung sind Voraussetzung, um in den Genuss der verhältnismäßig niedrigen Miete von 350 Euro warm für ein Zimmer und anderer Vorzüge zu kommen.
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DJ Willenskraft: Michalis Thessalonikis trotzt seiner Krankheit an den Turntables

DJ Michalis an seinem Piano

„Als Grieche“ bietet Michalis Thessalonikis mir direkt einen Kaffee an, als er mich an einem sonnigen Spätherbstvormittag in seiner Wohnung in Wiesbaden-Schierstein empfängt. Vor zwanzig Jahren ist Michalis, als Michael Schmidt in einer deutsch-griechischen Familie geboren, an Multipler Sklerose erkrankt. Heute ist der 44-Jährige nicht mehr berufsfähig, einzig die unentgeltliche Beschäftigung als DJ konnte er aufrechterhalten. Um die Einrichtung des schönen Zuhauses kümmert sich Michalis Lebensgefährtin Rosa, verrät er. Sie möchte, dass er sich zu Hause besonders wohlfühlt, weil er so viel Zeit dort verbringen muss. Im Musikzimmer befinden sich neben den Schallplatten auch ein Klavier. Krankheitsbedingt kann er auch dieses jedoch nicht mehr spielen.
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Schlachthof Wiesbaden: In vorsichtigen Schritten Richtung Sommer

Der Schlachter will den Sommer nutzen. Geplant sind Open-Air-Formate auf dem großen Gelände und im „Hinterhof“. Bei den Picknick-Konzerten könnten etwa 1.000 Personen Auftritte etwa der Band „Bosse“ oder „Deine Freunde“ genießen.
In Planung ist außerdem die Reihe Schlachthof Backyard – kleine open airs und sonstige Events!
Etwa ein Dutzend Veranstaltungen sind zwischen Ende Juli und Ende August im Gespräch. Zum bisherigen Programm:

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Musik: Wie das Peter-Cornelius-Konservatorium & Bands die Zeit bewältigen

Einzelhandel, Gastronomie, Tourismus – kaum eine Sparte erlebt seit vergangenen März eine unbesorgte Zeit. Besonders und beispiellos betroffen ist die Kulturbranche mit ihrem Musiksektor. Häufig steht in Berichten die düstere wirtschaftliche Komponente im Vordergrund. Das auch in Mainz demonstrierende Aktionsbündnis Alarmstufe Rot weist etwa auf die „First in, last out“ Problematik hin, welche verdeutlicht, dass die Veranstaltungsbranche als eine der ersten Branchen runtergefahren wurde und vermutlich eine der letzten sein wird, die zur Normalität zurückkehrt. Im Vergleich zu vielen anderen Wirtschaftszweigen bot der Sommer trotz ausgetüftelter Mini-Open-Air-Shows mit Hygienekonzepten kaum Entspannung. Der Landesmusikrat Rheinland-Pfalz weist in mehreren offenen Briefen auf die existentiellen Probleme der Kulturhäuser und Solo-Selbstständigen (der Musikbranche) hin. Auch abseits wirtschaftlicher Ängste müssen Musizierende seit März 2020 bittere Verzichte hinnehmen. Sowohl professionelle Musikschaffende als auch Laien vermissen trotz vieler Bemühungen den einst elementaren Alltagsbestandteil.
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Portrait: Der Komet der Technoszene

Bernhard Ernste,  Ikone des Berliner Nachtlebens

Dass Komet Bernhard kein gewöhnlicher 72-Jähriger ist, merkt man sofort, wenn man ihn sieht. Zum Treffpunkt am Alexanderplatz erscheint er in Sneakern, Jogginghose, Longshirt und Lederjacke. Der lange graue Bart kräuselt sich vor der Brust, die Kopfhörer hängen lässig um den Hals. Der alte Mann, der sich kleidet wie ein Jugendlicher, erregt Aufmerksamkeit, egal wo er hinkommt. „Ich bin DJ hier in Berlin“, erklärt er einer stehengebliebenen Touristengruppe aus Hannover. „Wenn ihr mich googelt, habt ihr bisschen was zu lesen“, lacht er und buchstabiert sicherheitshalber seinen Namen. Er genießt die Blicke der Menschen und ist es gewohnt, erkannt zu werden – zumindest in Berlin.

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Interview: Clubinhaber Michael Vogt (ATG & Good Time) zur Situation derselbigen

Wie steht es um die Club-Szene aktuell?
In Mainz sind wir Clubs fast vergessen worden. Vieles ist immer noch zu. Es kommen oft Vertröstungen und Entschuldigungen. Es gibt kaum Perspektiven. Im März war man noch geschockt bzw. im ersten Moment dachte ich, geil, endlich Urlaub. Aber der Genuss ging schnell vorbei, als man gesehen hat, wie lange das dauert. Es wurde dann viel gestundet an Kosten, es gab Hilfen vom Staat, Kurzarbeitergeld. Ich selbst habe Hartz4 bzw. Grundsicherung beantragt. Und dann konnten die ersten Läden öffnen, also zumindest die Gastronomie etc. Aber in meiner Kneipe „Good Time“ haben wir leider keinen Außenbereich und unser Innenbereich ist auch klein und jetzt fasst er noch weniger Leute wegen Abstandsregeln – und im Sommer kommen auch weniger Leute. Das ist alles sehr kritisch aktuell, alle Rücklagen sind aufgebraucht.
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Das sensor 2×5 Interview mit Julianna Townsend

Wirst du oft gefragt, ob du Model oder Sängerin bist?
Ja, das ist die häufigste Frage. Viele können das nicht verstehen, dass man zwei Sachen macht. Aber es ist super so, und ich kann das gut miteinander verbinden. Manchmal modele ich und singe nach einer Show oder mache für Werbekampagnen beides. Ich habe schon während der Schulzeit gemodelt und Musik gemacht.

Du warst zweite bei Germany‘s Next Topmodel (GNTM) 2018. Wie kam es dazu und was hat sich seitdem geändert?
Das hat sich zufällig ergeben. Ich war beim Urban Fashion Casting in der Römerpassage. Da zeigte plötzlich die Designerin Anja Gockel auf mich und fragte: „Willst du für mich laufen?“ Und dann rollte es an. Andere Agenturen kamen hinzu und nach dem Abi habe ich mich bei GNTM beworben und es hat geklappt. Daraufhin ist alles noch größer geworden. Man kommt an mehr Kontakte, um seine Ziele zu verfolgen, an mehr Erfahrung und mehr Wissen. Aktuell bin ich noch bis Mai bei Heidi Klums Agentur ONEeins fab. Danach sehen wir weiter.
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Portrait: Oliver Fischer – Der Herr der Türen

Alles im Griff: Oliver Fischer an der Tür

Für einen Moment wird es ungemütlich. Ein Gast soll drinnen etwas über die Stränge schlagen, so die Nachricht, die nach draußen zu den Türstehern dringt. Für Oliver Fischer, einer von zwei Chefs des Sicherheitsunternehmens „Tribus Security“, und dessen Mitarbeiter gilt es nun, zügig und ohne Aufregung zu handeln. Während sich ein Türsteher auf die Suche nach dem Unruhestifter macht, erwarten ihn die Kollegen mit erhöhter Aufmerksamkeit am Ausgang. Letztlich ist die Situation schnell geklärt. Ein freundlicher, dennoch unmissverständlicher Blick von Oliver Fischer in Richtung des schwankenden Gasts reicht, um die Lage wieder im Griff zu haben: (mehr …)

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Interview mit Alice Cooper – Konzert am 15. August in Mainz

Alice Cooper (Mitte), Johnny Depp und Joe Perry rocken am 15. August die Stadt (Foto: ear Music / Ross Halfin)

Im Sommer gehen Sie mit Johnny Depp und Joe Perry von Aerosmith auf Tour. Sind die Hollywood Vampires das Ende der Ego-Kultur?
In unserer Band agieren drei Alpha- Tiere: Johnny Depp, Joe Perry und ich. Aber keiner von uns hat darauf bestanden, es so zu machen, wie er es gewohnt ist. Darüber gab es keine Diskussion. Dass drei Alpha-Tiere ohne Streit zusammenarbeiten, ist schon was Besonderes.

Das Album „Rise“ wurde von Ihnen gemeinschaftlich geschrieben. Warum hat Johnny Depp fast alle Texte verfasst? Weil Johnny ein guter Schreiber ist. Er war ja schon Musiker, bevor er Schauspieler wurde. Er schreibt und spielt die ganze Zeit und spuckt ständig neue Ideen aus. Als wir uns zu den Hollywood Vampires zusammenschlossen, schmissen wir unsere Ideen zusammen. Das ist für mich sehr erfrischend, weil ich eigentlich ganz anders schreibe.
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Portrait: Seit zwei Jahrzehnten prägt Psycho-Jones das Nachtleben

Seit über zwanzig Jahren der Mann an den Reglern.

Es ist Freitagabend, etwa 21 Uhr, als der silberne Wagen auf den Hinterhof rollt. Am Steuer: Daniel Jung, Halter des Fahrzeugs – so jedenfalls steht es in den amtlichen Papieren. Für das Publikum in der Bar, ist das aber nur die halbe Wahrheit. Die meisten Gäste kennen ihn vor allem als „Psycho-Jones“. Es ist der Name, mit dem er 1998 erstmals in den Mainzer Clubs und Bars auftrat. „Irgendwann haben mich die Leute einfach nicht mehr mit meinem bürgerlichen Namen angesprochen. Vielleicht passt das auch zu meinem Konzept, das wohl alles ist, außer bürgerlich“. (mehr …)