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Mehr als nur Erschöpfung: Die neuen Rätsel der Corona-Wissenschaft

Paulina: Mehr als zwei Stunden konzentriertes Arbeiten am Tag sind für die Studentin nicht möglich

Lina K. (Name von der Redaktion geändert) ist 26 Jahre alt und Studentin. Sie möchte anonym bleiben, da sie aktuell mit einem großen Impfstoffhersteller vor Gericht steht. Sie leidet am sogenannten „Post-Vaccine-Syndrom“, eine sehr seltene Erkrankung, die als Folge der Corona-Impfung auftreten kann. „Ich bin erschöpft, von jetzt auf gleich, habe Gedächtnisstörungen, Atemnot und Übelkeit. Manchmal alles gleichzeitig.“ Neben den körperlichen und kognitiven Einschränkungen kommen sozialer Rückzug und dadurch resultierende psychische Belastungen hinzu: „Meine Freunde machen alle ihren Abschluss an der Uni, gehen aus, starten ins Berufsleben und ich kann nicht mehr mit ihnen mithalten.“ Lina ist seit einem Jahr arbeitsunfähig, kann nicht studieren und verbringt die meiste Zeit zuhause. Wenn sie doch mal die Kraft findet, etwas mit ihren Freundinnen zu unternehmen, dann nur mit Pausen, in denen sie sich immer wieder hinlegen muss. (mehr …)

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Alles im Rhythmus: Ameth Seck und die Freude am Trommeln

Seck, das klingt fast ein bisschen deutsch, doch es ist tatsächlich ein häufiger Name im Senegal. Das erklärt mir Ameth Seck, hauptberuflicher Trommler, dessen Kurse und Auftritte in Mainz und Wiesbaden keine Geheimtipps mehr sind. Seit über zehn Jahren lebt der Senegalese – geboren in Thiès, der zweitgrößten Stadt des Landes – in Deutschland. Er hat eine deutsche Frau geheiratet, die er in ihrem Urlaub kennenlernte. Eigentlich ist er gelernter Schneider und hatte in seinem Heimatland auch ein Geschäft. Hier aber lebt Ameth als Berufsmusiker und vermittelt den Menschen, wie viel Spaß es macht, die afrikanische Djembe zu spielen. Festivals und Workshops, Auftritte bei interkulturellen Festen, Kurse für Kinder – Ameth Seck ist gut gebucht. (mehr …)

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Das neue Youtube- und Eventformat LOG will Werte neu vermitteln

Niklas Reichel (links) und Manuel Rein von LOG kennen sich seit ihrer Kindheit

Werte definieren die Gesellschaft und bestimmen das Miteinander. Insbesondere jungen Menschen soziale Werte zu vermitteln, ist das Ziel, das sich der 26-jährige Niklas Reichel und sein Kompagnon Manuel Rein gesetzt haben. Um diese Generation zu erreichen, hat der ehemalige Fußballprofi Reichel den YouTube-Kanal „LOG.Studio“ erstellt. Dort lädt er zusammen mit seinem Team Videos hoch, in denen er verschiedene Personen interviewt. Die sollen als Vorbilder für die jungen Zuschauer dienen, denn er wolle „niemandem wie in der Schule etwas vorschreiben, sondern lieber soziale Werte vorleben“. Dafür spricht er mit Fußballern oder Models. Parallel finden Events statt, auf denen sich eine stattliche Anzahl an Leuten tummelt. (mehr …)

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Vom Hören und Sagen: Mainzer Podcasts, die Sie nicht verpassen sollten

Foto: Marla Dähne

Einmal im Monat reden Yascha und Christoph (über) Blech – also über alte Autos mit Kultfaktor. Die Kennenlerngeschichte der beiden Stimmen hinter „Kultcast – Der Autopodcast“ klingt schon fast romantisch: „Unsere Autos kannten sich zuerst“, erzählt Yascha – nämlich vom gemeinsamen Parken in der Goethestraße. Beide fuhren damals einen fast identischen Volvo, Yascha in Hellblau, Christoph in Rot. Nur der jeweils andere Autobesitzer tauchte nie gleichzeitig auf. (mehr …)

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Mehr Bio und mehr vegan: Das Restaurant „Salute“

Modern, urban und lichtdurchflutet –
das Ambiente im Salute ist einladend

Seit 11. Oktober kann die Mainzer Gastronomin Norma Villada endlich wieder „salute Mainz“ sagen. Gut zweieinhalb Jahre musste sie ihr Restaurant schließen, da das Haus – im Besitz des Mainz 05-Spielers Stefan Bell – komplett saniert und zu einem Studentenwohnheim umgebaut wurde. Die Freude steht ihr sichtbar ins Gesicht geschrieben. Ihr Motto nach der Wiedereröffnung: „Mehr Bio, mehr vegan“.

 

 

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Haus gesucht: (Gemeinschaftliche) Wohnprojekte haben es schwer

Die snuggies, das selbstverwaltete
Wohnprojekt für (junge) Menschen
und Familien in Mainz, auf der Suche

Angesichts eines überhitzten Immobilienmarktes und für Normalverdiener bald nicht mehr bezahlbaren Preisen scheint die Suche nach einem großen, leerstehenden Mehrfamilienhaus in Mainz beinahe hoffnungslos. Die 15 Mitglieder des Wohnprojekts snug e.V. suchen dennoch seit sechs Jahren eine Immobilie, in der sie ihre Vorstellung vom Wohnen und Leben realisieren können. Doch die Hürden sind groß. Der Verein will nicht einfach nur Eigentum erwerben, sondern einen dauerhaft bezahlbaren Lebensraum schaffen für sich und andere, den die Bewohner gemeinschaftlich, solidarisch und selbstbestimmt gestalten können: ob Singlehaushalt, WG oder Familien aller Art, von jung bis alt, und alles unter einem Dach. (mehr …)

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Mit Vollgas in die Freiheit: Der Vespa-Club Mainz feiert 70-jähriges Jubiläum

Der Ursprung des Namens „Vespa“ ist ein Rätsel. Die berühmteste Version besagt, dass der Name auf einen Ausruf von Enrico Piaggio zurückgeht, der beim Anblick des Prototyps sagte: „Er sieht aus wie eine Wespe (ital. Vespa)“ und zwar wegen des Motorengeräuschs und der Form der Karosserie, die von oben gesehen an ein Insekt erinnert. Die Ur-Vespa kam 1946 auf den Markt. Nur sieben Jahre später gründete sich der Mainzer Vespa-Club, der in diesem Jahr – am 9. Dezember – sein 70-jähriges Jubiläum feiert. Er kann zurückblicken auf eine bewegende und ereignisreiche Geschichte. (mehr …)

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Das sensor 2×5 Interview mit Nadine Gehm (Film- und Medienforum RLP)

Worüber arbeitet ihr eigentlich genau?
Das Forum ist eine Anlaufstelle für den Bereich Film und Medien vom Land, gefördert vom Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz. Hier geht es um alles, was mit Film und Medien zu tun hat, also auch Infos zu Drehgenehmigungen, Drehorte, generell zur Sichtbarkeit von Film und Medienproduktionen, Netzwerken und vor allem natürlich um die Medienförderung. So etwas gab es bisher in allen Bundesländern, nur nicht in Rheinland- Pfalz. (mehr …)

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Traubenkraft: Wie Mainzer Jungwinzer neue Akzente setzen

Die Hochsaison neigt sich dem Ende. Die Weinernte ist vorbei. Wie auf einer Perlenkette aufgeschnürt liegen die Weingüter in Mainz und Umgebung. Tradition steht im Vordergrund. Nicht umsonst prangen stolz an vielen Höfen die Gründungsjahre, die bis ins 18. Jahrhundert zurückreichen. Dies erkennt man auch an den alten Gebäuden und teilweise noch Originalholzfässern im Weinkeller. Doch bedeutet Tradition nicht gleich altmodisch oder nicht zeitgemäß oder nicht im Trend liegend zu sein. Im Gegenteil: Auf den Weingütern selbst trifft man auf ein buntes Treiben. (mehr …)

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Portrait: Der Karikaturist Klaus Wilinski

Klaus Wilinski darf getrost als „der“ Mainzer Karikaturist bezeichnet werden. Seine Zeichnungen begleiten seit mehr als vier Jahrzehnten die Mainzer Politik – und nicht wenige der in der Lokalpolitik Aktiven gelten als „geadelt“, sobald sie sich in einer der kritisch-humorvollen Szenerien dargestellt sehen. Als „freischaffender Diplom-Grafik-Designer“ sagt er über sich selbst: „Ich male kleine bunte Bildchen gegen den großen grauen Alltag.“ Damit begann der gebürtige Nackenheimer übrigens schon zu Schulzeiten, als er noch unliebsame Lehrkräfte karikierte. Der große Unterschied: Seit seinem Studium kann er vom Zeichnen leben. (mehr …)

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Schnaps-Ideen: Gin, Wodka & Schnäpse – made in Mainz

Foto: Awadam

Aus Sicht der Schorle ist die Lage dramatisch. Über Jahrzehnte war ihre Stellung in Mainz und Rheinhessen unangetastet. Lange war sie der alleinige Star auf den nächtlichen Bühnen der Bars, Clubs und Eckkneipen. Ob Marktfrühstück oder Fastnacht, oder ab Weck und Worscht – all das ohne sie unvorstellbar. Doch seit einigen Jahren hat das Mainzer Lieblingsgetränk Konkurrenz bekommen; die Schorle bangt um ihre Solitärstellung. Denn durch die Stadt weht eine frische Fahne in Form von edlen Tröpfchen in wohlgeformten Flaschen mit durchdesignten Etiketten und außergewöhnlichen Namen. Diese zergehen auf der Zunge wie der Marillenlikör aus Opas Keller: Muscatel Distilled Gin, Harald Schatz Wodka, Rauschritter, Tinte Gin, Mainzer Lust, Arabikuss oder Cascara, um nur einige Namen zu nennen. Doch wer steckt eigentlich dahinter? (mehr …)