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Hart und schmutzig: Softball bei den Mainz Athletics

Das Wichtigste ist, den Ball zu kontrollieren. Der beste Wurf ist umsonst, wenn er nicht gefangen wird (Foto: Marc Lange)

Es ist Mittwochabend im Ballpark der Mainz Athletics am Hartmühlenweg. Da wo sonst Baseball großgeschrieben wird, stehen jetzt acht Frauen auf dem Feld und trainieren Spielzüge. Trainer Yannic Wildenhain schreit Worte, die kein Laie versteht: „Runner on second, ein Aus!“ Dann nimmt er einen Ball und haut ihn mit einem Schläger, gleich einer Keule, ins Feld. Die Frauen rennen los und positionieren sich an bestimmten Stellen. „Home, home, home!“, schreien drei, „Relay!!!“, eine andere. (mehr …)

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Italien am Markt: Das Feinkostgeschäft „Piccola Salumeria Stella“

Frische Nudeln, köstlicher Käse, ein duftender Espresso, knusprige Panini – wer die „Piccola Salumeria Stella“ am Markt betritt, der macht beim Einkauf nebenbei einen kleinen Urlaubstrip nach Italien. Dabei ist Inhaber Drazen Mihaljevic kein Italiener, sondern Kroate. Sein italienisches Faible kommt von seiner Frau Stella, die leidenschaftlich kocht und ihm die Feinkost der italienischen Küche über Jahrzehnte in allen Facetten nähergebracht hat. (mehr …)

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Das sensor 2×5 Interview mit Eva Focke (WeBelieve & geMAINZam)

Was glaubst du, wann Cannabis legalisiert wird und was habt ihr davon?
Bei uns im Laden sind CBD- (= Cannabidiol) Blüten schon erhältlich. Wann und wie genau sämtliches Gras in Deutschland legal wird, ist noch schwer zu sagen. Einige Politiker sagen, bald! Ich glaube, dass da noch einiges losgetreten werden muss. Ich hoffe dennoch, dass wir schon nächstes Jahr in vielfältiger Bio-Qualität Cannabis legal genießen können. Mit unserem Unternehmen, Know-how und den Kontakten haben wir vielleicht schon eine Art Fuß in der Tür. (mehr …)

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So wohnt Mainz: Der Draisberghof zum Selber-Ackern

Geselliges Beisammensein der Ackerhelden bei der Parzellenübergabe

Auf weiten Feldern, fast mitten im Nirgendwo wohnen Ines Bischmann (23 Jahre) und ihr Freund Lukas Horn seit Juli 2021 auf dem Draisberghof. Insgesamt 7.000 Quadratmeter gilt es hier zu bewirtschaften, die sich in eine kleine und eine große Maschinenhalle, ein Wohnhaus und die Felder drumherum aufteilen. Das Paar hat ganz aktiv nach einem Hof gesucht: „Meine Eltern besitzen ein Weingut in Wintersheim. Sie sind vor ein paar Jahren vom Gemischtbetrieb zum Weinbau übergegangen, haben Fasswein produziert, Flaschenwein und sind dann in den Bio-Weinbau einstiegen“, erzählt Ines Bischmann. „Von uns drei Kindern ist mein Bruder Winzer und ich habe Internationale Weinwirtschaft studiert. Mein Freund ist Weinbauer. In der Familie war also schon länger klar, dass wir uns für die Zukunft mehr einfallen lassen müssen – alle in Wintersheim einzusteigen, das wird nicht funktionieren.“ (mehr …)

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Bis 2030 soll die Straßenbahn durch Mainz ausgebaut werden

Münsterplatz – Richtung Binger
Straße – auch hier wird eine neue
Straßenbahntrasse gelegt

Vor sechs Jahren wurde die Mainzelbahn eingeweiht mit über 20 Kilometern Strecke. Es gab zwar einigen Zoff in Hechtsheim, quietschende Räder und enge Kurven, geklagt hat aber niemand, wie Jochen Erlhof, Geschäftsführer der Mainzer Mobilität zufrieden feststellt. Nun sind Bundes- und Landesgelder für die Förderung des Tram-Ausbaus da, der ÖPNV passt bestens zum Klimaschutz, und Bürger sollen sowieso weniger aufs Auto als auf Bus und Bahn setzen. (mehr …)

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So fährt Mainz: Ein Klassiker mit Familiengeschichte (Porsche 911 Targa)

Blickt zurück auf 52 Jahre Porsche: Ina Seddig

Dezember 1970. Der Stuttgarter Künstler Alfred Tme will sich entscheiden: Entweder wir kaufen ein Grundstück oder ein Auto, das Spaß macht. Ein „Alltagsauto“ hatte die Familie schon. Es wurde ein „Zuffenhausener“: Der Porsche 911 Targa mit der Fahrgestellnummer 9111111111114. (mehr …)

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2 Biker – 2 Botschaften: Tobi Rosswog am 16. Mai in Mainz

Tobi Rosswog hält am 16. Mai in Mainz im Coworking M1 am Hauptbahnhof und hält dort ab 19 Uhr einen Vortrag zum Thema „Verkehrswende“ (Foto: Claire Winkler)

Wer heute auf sich aufmerksam machen will, muss sich schon etwas Besonderes einfallen lassen: Eva Krah (27 Jahre), Zweirad-Mechatronikerin, ist gerade mit ihrem Meisterstück, einem selbstgebauten Fahrrad, unterwegs. Am 19. April startete sie ihre Tour in Kopenhagen und plant, in der zweiten Mai-Woche in Mainz anzukommen. Insgesamt wären es dann rund 1.700 Kilometer, die die Mainzerin zurückgelegt hat.
Tobi Rosswog ist ebenfalls mit dem Rad unterwegs und macht auch Station in Mainz.
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Das sensor 2×5-Interview mit Dr. Bernd Herkner (Direktor Naturhistorischen Museum)

Was sind Ihre Hauptziele als Museumsleiter?
Ich bin Biologe, habe hauptsächlich paläontologisch geforscht und interessiere mich für Fortbewegungsarten der verschiedenen Tiere. So suche ich nach Möglichkeiten der Verlebendigung, z. B. durch Animation, digitale Techniken und moderne Präsentationsformen. Aber nicht nur zur Kinderbelustigung, sondern um anhand der Entwicklung unserer Arten das Bewusstsein für aktuelle Fragestellungen zu vertiefen, z. B. den Klimawandel oder das Artensterben. Mainz hat das größte Naturkundemuseum in RLP, in Verantwortung der Stadt. Im Haus verwalten wir nicht nur 1,5 Mio. Sammlungsstücke, die der Forschung zur Verfügung stehen, sondern wir verstehen uns als Bildungsinstitution. (mehr …)

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Umbau – Die Innenstadt der Zukunft soll auch in Mainz entstehen

Baustelle Innenstadt: Kommt nach Corona der Wandel? (Foto: Stephan Dinges)

Umsatzeinbrüche, Insolvenzen, Schließungen: In die Stille, die über Jahre hinweg über den Fußgängerzonen lastete, klang immer auch das Geräusch des Wandels mit hinein. Wie Requisiten aus einer anderen Zeit erschienen die verdunkelten Schaufenster der sonst so belebten Geschäfte, Cafés und Restaurants. Geschehen war es um das Einkaufserlebnis, das sich seit Corona ins Internet verlagerte. Die Innenstadt macht sich jetzt aber wieder auf den Weg, sich neu zu erfinden. (mehr …)

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Hilfe im Alter: Das Konzept der Gemeindeschwester kehrt zurück

Unterstützung: Gemeindeschwester Zakia
Amallah und Klient Koch beim Spaziergang

Hilfe im Alter wird immer wichtiger. Auch, wenn die Senioren noch rüstig sind. Es gibt hier viele neue Konzepte wie Nachbarschaftstreffs und -hilfen, seit zwei Jahren aber auch wieder das alte Konzept der Gemeindeschwester – in Mainz mit plus. (mehr …)

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Vom Komiker zum Mainzer Pubertäts-Experten: Matthias Jung

Matthias Jung ruft mich von unterwegs aus an – Wind rauscht in der Leitung. Er sei auf dem Weg nach Hoyerswerda. Gestern war er in Leipzig, morgen fährt er nach Frankfurt. Am Flughafen wird er kurz seine Familie sehen – seine Frau und seine zwei Kinder – dann fliegt er nach Rom, um ein Kreuzfahrtschiff zu besteigen, das ihn fürs Abendprogramm engagiert hat. Der Pubertätscoach ist dieser Tage sehr gefragt, er selbst spricht von einer „Tour-Euphorie“. Die Corona-Maßnahmen wurden gelockert und jetzt, endlich, können viele Termine nachgeholt werden, die schon bis zu drei Mal verschoben wurden. Und neue Termine kommen laufend dazu. Dabei war der 43-Jährige schon kurz davor, sich wegen der Pandemie beruflich neu zu orientieren, um finanzielle Einbußen in Zukunft zu vermeiden. „Ich hatte gerade überlegt, Lehrer zu werden.“
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