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Das fliegende Sofa – Couchsurfing in Mainz

„Die Welt darf bei mir zu Gast sein“, sagt Gisela mit Wuschelkopf, Badelatschen und Brille. Seit etlichen Jahren lädt die 60-Jährige Mainzerin die Welt zu sich ins Wohnzimmer ein. Ein Problem, Fremden zu vertrauen hat und hatte sie dabei nie.

Seit drei Jahren ist sie auch Mitglied der Couchsurfing-Community. Über 8.000 Mitglieder umfasst die Plattform alleine in Mainz, 14 Mio. in über 200.000 Städten insgesamt. (mehr …)

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Manta, Manta ! – Zu Besuch bei den Opelfreakz Rheinhessen

Es gab Zeiten, da pappten sich Opel-Fahrer einen Aufkleber aufs Blech. „Opel fahr’n is wie wennze’ fliechst“ war da zu lesen. Opel war Kult, auch wenn die Marke schon lange den Amerikanern gehörte, heute den Franzosen. Manch ein Wagen schrieb Geschichte. Vor allem die Proll-Schüssel Manta B, der 1975, also vor 40 Jahren, auf der IAA vorgestellt und ins Programm des Rüsselsheimer Herstellers genommen wurde. (mehr …)

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Der große Test: Die besten Mainzer Secondhandläden

Geht ausgiebiges Secondhand- Shopping nur in Berlin oder Brooklyn? Nein, auch in Mainz findet man eine gute Auswahl an stylischer und individueller Kleidung aus zweiter Hand. Ein Streifzug durch die vielen unterschiedlichen Läden lohnt sich. Mit etwas Kreativität und Geduld kann der eigene Stil aufgepeppt und dabei der Geldbeutel geschont werden. Gleichzeitig ist es in Zeiten von Massenkonsum, Billigkäufen und Wergwerf-Mentalität sinnvoll, Kleidung eine zweite Chance zu geben. Wir haben eine ausgiebige Shoppingtour durch die Secondhandshops unternommen und vor allem Individualität zum kleinen Preis gefunden. Hier unsere Tipps: (mehr …)

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Mainz wächst – Aber ist das überhaupt gut?

Mainz wird als Wohnort immer beliebter. Die Zahl der Einwohner nimmt kontinuierlich zu. Waren es 1995 noch 183.000, sind es heute etwa 215.000 Mainzer. Ein Anstieg von 15 Prozent in zwanzig Jahren. „Bis 2030 rechne ich mit deutlich mehr als 220.000 Mainzern“, sagt Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD). Aber: „Wenn wir die nächsten zehn Jahre so weiterwachsen, dann haben wir unsere Grenze erreicht! Und was dann? You are not welcome? Vorsicht Stadt! Überleg‘s dir, dreh um? Wir müssen nicht um jeden Preis wachsen“, formuliert er weiter. Doch wie kann das sein? Während woanders Wachstum begrüßt wird, hält man sich in Mainz bedeckt. Woran liegt das? (mehr …)

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Gelebte Utopie – Der Wiesbadener Kulturpark am Schlachthof

Auf einer temporären Bühne rockt die Grungerock-Band Skuff. „Eine Mischung aus Nirvana und Queens of the Stone Age“, meint einer im Publikum. Direkt hinter dem Schlagzeug spielt eine Gruppe Beachvolleyball. Woanders wird derweil das „Currywurst Bankett“ vorbereitet, bei dem die Würste an einer Tafel mit weißen Tischdecken serviert werden. Das FKK-Gelände nutzt gerade niemand, dafür chillt eine Gruppe Geflüchteter neben den Containern, die auch ein Bienenhotel beherbergen. Immer mitten drin im Geschehen: „Hans“, die gute Seele mit Legendenstatus, der Pfandflaschen sammelt und den besten Draht hat zu den vielen unterschiedlichen Menschen. Das ist ein typischen Abend im Kulturpark Wiesbaden. Davon kann Mainz nur träumen. Eine gelebte Utopie? (mehr …)

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So wohnt Mainz – Oase in der Neustadt

Mitten in der Stadt und trotzdem wie im Grünen wohnen, das ist nicht jedem vergönnt. Wenn Nico Freiter (45 Jahre) dagegen in seiner Wohnung aufwacht, ist das erste was er sieht, ein grüner Garten, Bäume und sein gut sortiertes Kräuterbeet. Eventuell noch die Hängematte zwischen den Bäumen, die er im Sommer hin und wieder aufspannt. Auch abends sitzt er hier oft auf seiner selbstgezimmerten Terrasse mit Freunden und Bekannten, die Feuerschale aufgestellt und ein Paar Schluck gekühlten Wein die Kehle herabrinnen lassend in der Hitze der staubigen Neustadt. Über ihnen nur noch ein imposantes Rosengewächs, das seit vierzig Jahren an der Hauswand wuchert und die derbe Wand aufs Feinste ziert. (mehr …)

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Der große Test – Floristen und Sommersträuße

Kompakt und quer:
Blatt und Stil

Sommer ist Blumenzeit. Wie wär’s mit ein paar Blumen für Zuhause oder das Büro? Manch einer mag denken, man könne sich „Profi- Sträuße“ kaum leisten; das muss aber gar nicht so sein. Gerade jetzt, da viele hiesige Blumen „Saison haben“. Wir haben uns auf die Suche nach kleinen originellen Sommersträußen (fast alle für 15 Euro) gemacht und stellen dabei einige Floristen vor. (mehr …)

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Auf der Durchreise – Wie wirkt Mainz auf Menschen, die nur kurze Zeit hier leben?

Es ist heiß im Hechtsheimer Gewerbegebiet. Die Sonne brennt auf den Asphalt, wolkenloser Himmel gewährt einen weiten Blick auf die Silhouetten der Innenstadt. Normalerweise verirren sich hierhin selten Menschen, die nicht gerade bei Möbel Martin einkaufen oder DHL-Lieferungen ausfahren. Doch Anfang Juni hat der Möbelriese Nachbarn bekommen. Grasende Kamele, spielende Kinder und Wohnwägen mit Wäscheleinen verraten, dass hier jemand lebt.

Ansichten eines Clowns
„So romantisch wie es sich manch einer vorstellt, ist das Zirkusleben lange nicht mehr“, lacht ein rundlicher Mann im weißen T-Shirt trocken und wischt sich die schmutzigen Hände an seiner Arbeitshose ab. Sein Name ist Timmy und er ist Clown. (mehr …)

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An Gott vergeben – Warum Johannes Blüm (26) Priester werden will

Johannes ist 26, sieht aber jünger aus: feine Gesichtszüge, wuscheliges Haar, sanfte Stimme. Die meisten seiner Altersgenossen ackern sich gerade durch die Probephase des Lebens – Partys, Drogen, rumvögeln und dazwischen noch ein Praktikum oder Auslandssemester. Johannes hat seinen Platz im Leben gefunden – bei Gott. „Ich möchte für andere Menschen da zu sein, ihnen helfen. Ich bin Altruist. Als Priester ist das für mich eine Lebensaufgabe, vollkommen Gutes zu tun“. (mehr …)

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Rasse statt Masse – Mainzer Geflügelzucht als Artenschutz

von Elif Urel und Domenic Driessen (Fotos):

Das Rauschen der Blätter an den Bäumen klingt noch frühlingsfrisch. Zwölf Krähen ziehen am Himmel ihre Kreise, ein Propellerflieger zerschneidet ratternd die Luft. Das Betreten
des vor uns liegenden Geländes verspricht Schutz und Abgeschiedenheit. Seine Bewohner sind uns unbekannt. Sie nennen sich Zwerg-Brahmas, Araucanas oder auch Zwerg-Orpingtone. Es sind mit die ältesten ihrer Art. Würde man sie nicht schützen, würde es sie nicht mehr geben. (mehr …)