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Geschäftsvorstellung: HammerWein – Hochprozentig kreativ

König Hammer in seiner Schatzkammer.

Nein, nicht alles basiert auf Alkohol im pittoresken Angebot von Hammer-Wein in dem kleinen Laden in der Münsterstraße 29. Aber aus allem macht Matthias Hammer eine Idee, eine Spezialität, ein Geschenk, ein Unikum. Natürlich hat er winzerische Vorfahren, und seine Kenntnis – nicht nur der heimischen Gewächse – ist Teil seines Erfolgs. Angefangen mit seinen klassischen Angeboten: immerhin 150 Weine hat er im Angebot, so z. B. von Krollmann, Schnabel und Gröhl aus Gau-Bickelheim, Siefersheim und Weinolsheim in Rheinhessen – in allen Geschmacksrichtungen von knochentrocken bis edelsüß. Bei kleinen Mengen gibt es einen Preisaufschlag. Ab 12 Flaschen kostet alles genau so viel wie beim Winzer direkt. Der lokale Bezug ist spürbar und gewollt.

Etwas verborgen: der kleine Laden voller Schnapsideen.

Edelbrände und Essige
Dass man aus Wein auch Essig machen kann, weiß jeder. Und dass feine Essige zum gehobenen Gourmet- Menü gehören, hat sich herumgesprochen. Matthias Hammer geht noch weiter: In über 30 Geschmacksvarianten bietet er „Edelweinessig“ an, Köstlichkeiten als Aperitif oder Digestiv, also Appetitmacher oder Magenschließer. Klar, dass es dazu auch die passenden Gläschen gibt: hochstielig, mundgeblasen und gerade mal einen Fingerhut des edlen Getränks fassend. Das Auge trinkt mit. Mehr Prozente gefällig? Edelbrände sind ebenso im Angebot wie Gin und Liköre, alle aber persönlich bei den Herstellern ausgesucht. Abgerundet wird das Angebot durch Olivenöl aus den Abruzzen, selbst importiert. Und Pralinen, mit oder ohne Prozente, gibt es auch.

Gesunkene Figuren
Die Spezialität des Hauses sind aber handgefertigte Figürchen und Ensembles am Flaschenboden, umflossen von edlen Bränden. Ob zur Hochzeit, zum Geburtstag, zum Jubiläum oder einfach nur als Mainzer Mitbringsel: Matthias Hammer und sein Mitstreiter Manfred Ries (der mit den „goldenen Händchen“), firmierend unter dem Label www.haridesign.de, realisieren selbst die ausgefallensten Kundenwünsche. In handwerklicher Feinstarbeit wird alles gebastelt, was irgendwie in die Flasche passt: Miniaturautos oder Jagdtrophäen, Fahrräder und natürlich: fastnachtige Zugplakettscher. Spielerische Produktvielfalt braucht Platz. Der Laden, in der Regel nur Freitagnachmittag und Samstagvormittag geöffnet (besser vorher anrufen), quillt schon über von all den kleinen und feinen Fläschchen und den witzigen Ideen dazwischen. Es hat etwas von einem Spielzeugladen für Erwachsene, zu betrachten von einer zum Sofa umgebauten Badewanne. Im Nachbarhaus hat Matthias noch einen alten Weinkeller, der leider nur für eine Handvoll Genießer Platz bietet. Im Sommer sitzt man draußen, auf den „Genussbänken“.

Ausschank auch im Auto
Hammer-Wein ist auch unterwegs, mit zwei wunderschönen antiken Kombivolvos in blau und beige, Typ P 210, gebaut in den 60er Jahren. Die dienen ihm nicht nur für Transporte bei der Auslieferung seiner Produkte oder den Einkauf, sondern sind Blickfang und attraktive Akteure bei von ihm ausgerichteten Events. Wenn Hammer ausschenkt, dann gibt es was zu sehen … zu schmecken sowieso, aber auch zu hören. Denn Matthias erzählt gern. Zu jeder Flasche und jedem Fläschchen gibt es eine Geschichte. Die persönliche Beziehung ist ihm wichtig, zu den Kunden und Lieferanten. Jedes Fass Wein und jeden Ölbaum scheint er zu kennen, und zu allen Geschäftspartnern pflegt er den direkten Kontakt. Großhändler? Kennt er gar nicht. Stattdessen hält er Ohren und Augen auf, bekommt diesen oder jenen Tipp und sucht aus, was ihm schmeckt, gefällt und ins Angebot passt. Hochprozentig oder einfach nur exquisit.
Hammer-Wein Tel: 06131- 2150775 www.hammerwein.de
Minas
Fotos: Daniel Rettig

 

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