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In Mainz öffnet die erste Beratungsstelle für männliche Opfer häuslicher Gewalt

Bernd Seifried leitet die Beratungsstelle „safe“, die erste in Rheinland-Pfalz für Männer als Opfer häuslicher Gewalt

Nicht nur Frauen, auch mindestens jeder fünfte Mann in Deutschland ist von Gewalt in häuslichen Beziehungen betroffen, Tendenz zunehmend. Um diesen Männern Hilfe zu bieten, gibt es in Mainz erstmalig in Rheinland-Pfalz eine Beratungsstelle namens „safe“, die unter anderem kostenfreie Beratungen anbietet. Das Land Rheinland-Pfalz fördert die Beratungsstelle über das Familienministerium.

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Ein hartes Brot: Lebensmittelverwertung in Mainz

Ist das noch essbar oder muss
das weg? Ladungen einer
Essensrettungsinitiative

Ein kühler Sommerabend, als wir mit unseren Fahrrädern in eine Hauseinfahrt einbiegen. Hier stehen mehrere Tonnen und Rollschränke, die ein wertvolles Gut bergen: Essen. „Manchmal kamen wir schon am Wochenende abends her, um uns ein Croissant fürs Frühstück zu holen“, sagt Martina* schmunzelnd, die uns zum „Containern“ mitnimmt. Containern heißt, dass Mülltonnen von Läden gezielt nach Essen abgesucht werden. Wir sind dabei ausgerüstet mit Taschenlampen und Plastikhandschuhen. Die erste Tonne wird geöffnet: Darin befinden sich Paprika, Salatköpfe, Joghurtprodukte, aber auch Topfpflanzen. Es riecht faulig und die Sachen sind verschmutzt. Ein Karton Eier taucht auch auf, in dem nur ein Ei kaputt ist. Dennoch ist die Packung damit unverkäuflich und wird von den Supermärkten weggeworfen – mit neun heilen Eiern darin.
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Nach Auszug der Flüchtlinge ist die Zukunft des Allianzhauses ungewiss

Ein Block steht beinahe leer – und nebenan die Büroimmobilie der LBBW auch (Foto: Domenic Driessen)

Das markante Gebäude auf der Großen Bleiche steht wieder leer. Vor Jahren sollte es abgerissen werden und einem Neubau weichen. Jedoch legte der Kulturclub schon schön im Erdgeschoss Einspruch ein, da er noch einen Mietvertrag bis 2025 besitzt. Der neue Eigentümer, die stadtnahe Mainzer Aufbau Gesellschaft (MAG), musste einlenken und eine neue Idee wurde zusammen mit der Stadt geboren: Während der Flüchtlingskrise 2016/17 wurde das Allianzhaus als Flüchtlingsunterkunft ertüchtigt. An die 200 Menschen fanden seitdem dort Platz. Nun sind die verbliebenen 143 ausgezogen und ihre – als auch die Zukunft des Allianzhauses – steht wieder offen.

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Tanzaktion „One Billion Rising“: Clip ab 14. Februar online

Aus dem Projekt, das die New Yorker Künstlerin und Feministin Eve Ensler 2012 initiierte, ist eine weltweite Bewegung geworden, die mit positiver Energie Aufmerksamkeit auf schwierige Themen lenken möchte. Die Corona-Pandemie verhindert das gemeinsame Tanzen auf öffentlichen Plätzen und so haben die Evangelische Jugend, das Frauenzentrum Mainz und das Staatstheater mit Unterstützung des Frauenbüros der Stadt Mainz, des AK Gewalt an Frauen und Kindern und des Mädchenarbeitskreis’ der Landeshauptstadt Mainz eine Online-Aktion gestartet.
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Taktile Stadtpläne ab sofort am Hauptbahnhof und Tourist Service Center

Als neues Projekt inklusiver Teilhabe sind in dieser Woche zwei taktile Stadtpläne in der Eingangshalle des Mainzer Hauptbahnhofs und vor dem Tourist Service Center im Brückenturm montiert worden. Hierbei handelt es sich um eine Orientierungshilfe für blinde und stark sehbehinderte Menschen. Die Pläne zeigen im Innenstadtbereich die Hauptachsen des Mainzer Straßennetzes im Maßstab 1 : 1800, die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten und touristischen Höhepunkte, aber auch wichtige infrastrukturelle Einrichtungen wie Behörden, Kultureinrichtungen, Fußgängerüberwege, Fußgängerzonen, barrierefreie Toiletten, Taxistände und Schiffsanlegestellen in Mainz.
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Wie das Mainzer Tierheim durch den Winter und die Corona-Krise kommt

Neugierige Hunde, dösende Katzen, huschende Kaninchen und zwitschernde Vögel – im Innenhof des Mainzer Tierheims streift nahezu jeder Blick ein Lebewesen. Hinter einem grünen Sichtschutz unter der Mombacher Hochbrücke stehen neun Häuschen: drei für Hunde, zwei für Katzen und der Rest für Klein- und Wildtiere – fast alle voll besetzt. Es regnet, während die Vorsitzende Christine Plank uns herumführt. Trotzdem wird an allen Ecken und Enden im Freien gearbeitet. Planks Schritt ist so zügig und bestimmt wie ihre Antworten auf meine Fragen. Sofort ist klar: Mit romantischer Verklärung kann man hier nichts anfangen. Dafür sind alle mit ganzem Herzen bei der Sache und Christine Plank kennt die Geschichte jedes einzelnen Tieres.
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Soziale Stadtimkerei mit Brückenpreis ausgezeichnet

Anlässlich des Internationalen Tags des Ehrenamts, erhielt die Soziale Stadtimkerei der gpe den Brückenpreis des Landes Rheinland-Pfalz in der Kategorie „Bürgerschaftliches Engagement gegen soziale Benachteiligung, Ausgrenzung und Diskriminierung“. Er ist mit einem Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro verbunden. „Der Preis würdigt den tollen ehrenamtlichen Einsatz der Akteure und unterstreicht den Leuchtturmcharakter des Projekts“, so Projektleiter Jens Bucher. (Foto: gpe)
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Obdachlose in Mainz & der Corona-Winter

Sprechstunde“ im Arztmobil: Praxis auf Rädern für Wohnsitzlose

Die Tage sind kurz und die Nächte lang und kalt. Für Menschen ohne festen Wohnsitz wird dieser Winter nicht nur eisige Temperaturen, sondern auch das Coronavirus zur Gefahr. Durch die Pandemie hat sich ihre Situation schon seit dem Frühjahr verschlechtert – auch in Mainz gibt es immer weniger Rückzugsmöglichkeiten. Die Schlafplätze in Wohnheimen sind oft belegt, Beratungs- und Hilfsangebote wurden reduziert, Teestuben und andere Stätten für Tagesaufenthalte sind wegen Kontakt- und Hygienevorschriften nur eingeschränkt nutzbar. Viele Wohnsitzlose sind deshalb rund um die Uhr zum Leben auf der Straße verdammt.
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Blockiert – Zwei Mainzer Kunstwerkstätten in Nöten

Die Künstler aus der Waggonfabrik müssen Veranstaltungen absagen (Foto: Katharina Dubno)

Wir leben in einer Zeit, in der Museen von jetzt auf gleich keine Bildungseinrichtungen mehr sind, sondern Freizeitgestaltung und mit einem Lockdown auch geschlossen werden können. Zwar werkelt man hinter vielen Kulissen weiter, doch nicht zuletzt auch hier – mitten in der Kultur – kämpfen Künstler ums Überleben. Darunter befinden sich auch zwei fast schon traditionsreiche Institutionen, bei denen sich schon vor Corona Schwierigkeiten anbahnten. Beide eint die Vielzahl und Diversität ihrer Kunst- und Kulturschaffenden. Es sind zwei – wenn nicht die zwei – großen Kreativ- und „Kunstfabriken“ von Mainz: das „Atelier neun“ in der Neustadt sowie das Atelierhaus Waggonfabrik auf dem Industriegelände der ehemaligen Waggonfabrik in Mombach.
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Sektion Schnabeltasse: Im hohen Alter zuhause leben

Der Pfleger kommt um sieben Uhr morgens. Um diese Zeit ist Günter M. meistens schon eine Stunde wach. Pfleger Tobias muss ihn nicht wecken. M. wäre gerne aufgestanden und auf Toilette gegangen. Aber seit einem Schlaganfall im letzten Jahr ist sein Gang unsicher und er fürchtet an der Schwelle zum Badezimmer zu stürzen. M. ist 82 Jahre alt und auf Hilfe angewiesen. (mehr …)

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Es geht ums Menschliche: Queeres Wohnprojekt in der Neustadt

In der Wallaustraße ist „Queer im Quartier“ zuhause

Regine K. öffnet die Tür zu ihrer Wohnung, in die sie vor wenigen Monaten eingezogen ist. Der Blick fällt über den Flur auf eine Staffelei in Nähe des Balkons, auf der ein fast fertiges Gemälde steht. Es zeigt einen Leuchtturm, dahinter Sand, davor Meer und am Himmel ein paar kleine Wölkchen. „Die maritimen Motive haben es mir momentan besonders angetan“, sagt Regine K., die gerade mit ihrem Enkel von einem Urlaub an der Küste zurückgekommen ist. Für die Malerei habe sie sich schon immer interessiert, jetzt, im Ruhestand hat sie nun auch endlich mehr Zeit dafür. Die Leidenschaft für die Kunst mehr in den Mittelpunkt zu stellen, ist nur eine der neuen Angelegenheiten in ihrem Leben.

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