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Das fliegende Sofa – Couchsurfing in Mainz

„Die Welt darf bei mir zu Gast sein“, sagt Gisela mit Wuschelkopf, Badelatschen und Brille. Seit etlichen Jahren lädt die 60-Jährige Mainzerin die Welt zu sich ins Wohnzimmer ein. Ein Problem, Fremden zu vertrauen hat und hatte sie dabei nie.

Seit drei Jahren ist sie auch Mitglied der Couchsurfing-Community. Über 8.000 Mitglieder umfasst die Plattform alleine in Mainz, 14 Mio. in über 200.000 Städten insgesamt. (mehr …)

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Mainz wächst – Aber ist das überhaupt gut?

Mainz wird als Wohnort immer beliebter. Die Zahl der Einwohner nimmt kontinuierlich zu. Waren es 1995 noch 183.000, sind es heute etwa 215.000 Mainzer. Ein Anstieg von 15 Prozent in zwanzig Jahren. „Bis 2030 rechne ich mit deutlich mehr als 220.000 Mainzern“, sagt Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD). Aber: „Wenn wir die nächsten zehn Jahre so weiterwachsen, dann haben wir unsere Grenze erreicht! Und was dann? You are not welcome? Vorsicht Stadt! Überleg‘s dir, dreh um? Wir müssen nicht um jeden Preis wachsen“, formuliert er weiter. Doch wie kann das sein? Während woanders Wachstum begrüßt wird, hält man sich in Mainz bedeckt. Woran liegt das? (mehr …)

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Gelebte Utopie – Der Wiesbadener Kulturpark am Schlachthof

Auf einer temporären Bühne rockt die Grungerock-Band Skuff. „Eine Mischung aus Nirvana und Queens of the Stone Age“, meint einer im Publikum. Direkt hinter dem Schlagzeug spielt eine Gruppe Beachvolleyball. Woanders wird derweil das „Currywurst Bankett“ vorbereitet, bei dem die Würste an einer Tafel mit weißen Tischdecken serviert werden. Das FKK-Gelände nutzt gerade niemand, dafür chillt eine Gruppe Geflüchteter neben den Containern, die auch ein Bienenhotel beherbergen. Immer mitten drin im Geschehen: „Hans“, die gute Seele mit Legendenstatus, der Pfandflaschen sammelt und den besten Draht hat zu den vielen unterschiedlichen Menschen. Das ist ein typischen Abend im Kulturpark Wiesbaden. Davon kann Mainz nur träumen. Eine gelebte Utopie? (mehr …)

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Leben in der Flüchtlingsunterkunft „Allianzhaus“

Kinderstimmen schallen durch das Treppenhaus. Entlang eines langen, weißen Flures reiht sich ein Zimmer an das nächste. Gelbe Post-its an den Türen zeigen, dass hier jemand wohnt. Aus der Küche strömt Essensgeruch. Ein paar Jungs schlurfen in Hausschuhen über den Gang. Vor ein paar Wochen ist Nawid mit 180 anderen Geflüchteten in die Unterkunft im Allianzhaus in der Großen Bleiche gezogen. Bevor wir uns im angrenzenden Café blumen für ein Interview treffen, zeigt er uns sein Zimmer.* (mehr …)

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Großer Warentauschtag am 12. und 13. Mai

„Heute meins, morgen deins“ ist wieder mal das Motto beim Großen Warentauschtag im Entsorgungsbetrieb in der Zwerchallee. Auch wenn es gerade nicht gebraucht wird, zum Wegwerfen ist vieles doch zu schade. Schluss also mit dem Lagern in Schubladen, Kellern oder auf dem Speicher. Jeder, der etwas bringt, darf kostenlos auf Schatzsuche gehen. Das eingenommene Geld spendet der Entsorgungsbetrieb an den Mainzer Verein „Armut und Gesundheit e.V.“ des Arztes Dr. med. Gerhard Trabert. Er entwickelt und unterstützt Projekte, die die Gesundheitsversorgung armer und sozial benachteiligter, insbesondere wohnungsloser Menschen verbessern. (mehr …)

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Infotag: “Mainzer Stadtimker” am 28. April in der Mombacher Str. 78

Tolle Chance für alle, die schon immer Hobby-Imker werden wollten. Der soziale Dienstleister gpe Mainz und die Künstlergruppe finger aus Frankfurt rufen eine Stadtimkerei ins Leben. Die Idee: Menschen mit und ohne Behinderung lernen alle Kenntnisse und Fertigkeiten, die notwendig sind, um später auch eigene Bienen halten zu können. Das Projekt soll einen aktiven Beitrag zum Erhalt der Honigbiene leisten und zugleich Begegnungs- und Betätigungsmöglichkeiten für Menschen aus unterschiedlichsten Milieus bieten. (mehr …)

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Gemeinsam stark – Genossenschaften in Mainz

von Ulla Grall und Stephan Dinges (Fotos):

Die Idee der Genossenschaft reicht zurück bis ins Jahr 1847: Friedrich Wilhelm Raiffeisen gründete den ersten Hilfsverein, um die Lage der Bauern in der Zeit der industriellen Revolution zu verbessern. Daraus entstand 1864 der „Heddesdorfer Darlehenskassenverein“, Basis der heutigen „Raiffeisen-Genossenschaften“ und Wiege der genossenschaftlichen Idee. Entstanden sind die ersten Genossenschaften in einer Zeit, als deren Gründer den Staat für überfordert hielten. Manche sind der Meinung, dass dies heute wieder so ist. Nicht „Allein gegen Alle“ oder „Jeder für sich“, sondern „Gemeinsam stark“ lautet die Devise. (mehr …)

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Nie wieder Foxtrott – Oldies but Goldies

von Ulla Grall und Katharina Dubno (Fotos):

Die Tanzschule Willius-Senzer am Karmeliterplatz dürfte den meisten Mainzern ein Begriff sein. Wer hat hier nicht seine Tanzstunden absolviert, sich beim Mittelball verknallt, nach dem Abschlussball wieder getrennt … Aber auch die älteren Herrschaften sind hier noch aktiv. Das beweisen die „Ü50er“, die bei Claudia Krehn-Azghandi fit bleiben oder es werden wollen. (mehr …)

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Netz für alle! – Öffentliches WLAN in Mainz

Wer mit einem Smartphone durch die Innenstadt streift, stellt fest, dass es an vielen Orten öffentliche WLAN-Netze gibt: Studenten haben ihre Hochschul-Abdeckung, beinahe jedes Café und Restaurant bietet heutzutage „Free Wifi“ und auch die Politik setzt auf Breitband-Ausbau. (mehr …)

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Glücksbringer – Die Helfer der Mainzer Tafel

titelvon Ejo Eckerle und Stephan Dinges (Fotos):

Glück haben und anderen Menschen Glück bringen, für Hans-Wilhelm Kuhnt (66) trifft beides zu. An einem grauen Herbstmorgen ist er mit dem  „Glücksbringer“ unterwegs, ein weißer Ford Transit; gemeinsam mit Wolfgang Sieber (69) sammelt er das ein, was unsere Überfluss-Gesellschaft aussortiert hat: übriggebliebenes Gemüse, Brot, Käse- und Wurstwaren, Äpfel, Bananen und vieles mehr. Dazu steuern sie die Laderampen von knapp einem Dutzend Supermärkten im Lauf des Vormittags an. Sieber und Kuhnt sind ehrenamtliche Helfer der Mainzer Tafel. Der Verein hat 360 Mitglieder und beschreibt seine Aufgabe so: „Nicht mehr benötigte, aber noch geeignete Lebensmittel oder andere Gegenstände des unmittelbaren persönlichen Gebrauchs sammeln und an bedürftige Menschen weitergeben.“ (mehr …)