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Großer Warentauschtag am 12. und 13. Mai

„Heute meins, morgen deins“ ist wieder mal das Motto beim Großen Warentauschtag im Entsorgungsbetrieb in der Zwerchallee. Auch wenn es gerade nicht gebraucht wird, zum Wegwerfen ist vieles doch zu schade. Schluss also mit dem Lagern in Schubladen, Kellern oder auf dem Speicher. Jeder, der etwas bringt, darf kostenlos auf Schatzsuche gehen. Das eingenommene Geld spendet der Entsorgungsbetrieb an den Mainzer Verein „Armut und Gesundheit e.V.“ des Arztes Dr. med. Gerhard Trabert. Er entwickelt und unterstützt Projekte, die die Gesundheitsversorgung armer und sozial benachteiligter, insbesondere wohnungsloser Menschen verbessern. (mehr …)

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Infotag: “Mainzer Stadtimker” am 28. April in der Mombacher Str. 78

Tolle Chance für alle, die schon immer Hobby-Imker werden wollten. Der soziale Dienstleister gpe Mainz und die Künstlergruppe finger aus Frankfurt rufen eine Stadtimkerei ins Leben. Die Idee: Menschen mit und ohne Behinderung lernen alle Kenntnisse und Fertigkeiten, die notwendig sind, um später auch eigene Bienen halten zu können. Das Projekt soll einen aktiven Beitrag zum Erhalt der Honigbiene leisten und zugleich Begegnungs- und Betätigungsmöglichkeiten für Menschen aus unterschiedlichsten Milieus bieten. (mehr …)

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Gemeinsam stark – Genossenschaften in Mainz

von Ulla Grall und Stephan Dinges (Fotos):

Die Idee der Genossenschaft reicht zurück bis ins Jahr 1847: Friedrich Wilhelm Raiffeisen gründete den ersten Hilfsverein, um die Lage der Bauern in der Zeit der industriellen Revolution zu verbessern. Daraus entstand 1864 der „Heddesdorfer Darlehenskassenverein“, Basis der heutigen „Raiffeisen-Genossenschaften“ und Wiege der genossenschaftlichen Idee. Entstanden sind die ersten Genossenschaften in einer Zeit, als deren Gründer den Staat für überfordert hielten. Manche sind der Meinung, dass dies heute wieder so ist. Nicht „Allein gegen Alle“ oder „Jeder für sich“, sondern „Gemeinsam stark“ lautet die Devise. (mehr …)

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Nie wieder Foxtrott – Oldies but Goldies

von Ulla Grall und Katharina Dubno (Fotos):

Die Tanzschule Willius-Senzer am Karmeliterplatz dürfte den meisten Mainzern ein Begriff sein. Wer hat hier nicht seine Tanzstunden absolviert, sich beim Mittelball verknallt, nach dem Abschlussball wieder getrennt … Aber auch die älteren Herrschaften sind hier noch aktiv. Das beweisen die „Ü50er“, die bei Claudia Krehn-Azghandi fit bleiben oder es werden wollen. (mehr …)

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Glücksbringer – Die Helfer der Mainzer Tafel

titelvon Ejo Eckerle und Stephan Dinges (Fotos):

Glück haben und anderen Menschen Glück bringen, für Hans-Wilhelm Kuhnt (66) trifft beides zu. An einem grauen Herbstmorgen ist er mit dem  „Glücksbringer“ unterwegs, ein weißer Ford Transit; gemeinsam mit Wolfgang Sieber (69) sammelt er das ein, was unsere Überfluss-Gesellschaft aussortiert hat: übriggebliebenes Gemüse, Brot, Käse- und Wurstwaren, Äpfel, Bananen und vieles mehr. Dazu steuern sie die Laderampen von knapp einem Dutzend Supermärkten im Lauf des Vormittags an. Sieber und Kuhnt sind ehrenamtliche Helfer der Mainzer Tafel. Der Verein hat 360 Mitglieder und beschreibt seine Aufgabe so: „Nicht mehr benötigte, aber noch geeignete Lebensmittel oder andere Gegenstände des unmittelbaren persönlichen Gebrauchs sammeln und an bedürftige Menschen weitergeben.“ (mehr …)

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DB Cargo will in Mainzer Zentrale schon 2017 rund 100 Arbeitsplätze abbauen

db-cargoAus der Allgemeinen Zeitung von Ralf Heidenreich

Während die Beschäftigten von DB Cargo am heutigen Montag an vielen Standorten der Bahn-Tochter gegen drastischen Stellenabbau und für eine Wachstumsstrategie protestieren, liegen nach Informationen der AZ konkrete Planungen für einen Stellenabbau in der Deutschland-Zentrale in Mainz vor. Am Mittwoch berät der Konzern-Aufsichtsrat der Bahn über den Wirtschaftsplan 2017. (mehr …)

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Kaum Platz für neue Kitas – Stadt startet Aufruf

jonas_otte_kita_mainz-4Der Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder ab dem ersten Lebensjahr stellt die Stadt vor große Probleme. Es gibt kaum Grundstücke und Gebäude für den Bau von neuen Kindertagesstätten. Jetzt bittet die Stadt die Bürger um Hilfe. “Die Stadt ist in Not – wir brauchen Ihre Mithilfe!“, appellieren Liegenschaftsdezernent Christopher Sitte und Sozialdezernent Kurt Merkator an alle Grundstücksbesitzer, die unbebaute oder auch bebaute Grundstücksflächen in Mainz besitzen und diese verkaufen oder verpachten möchten.

Insbesondere in der Altstadt, der Oberstadt und Laubenheim werden Grundstücke für Kindertagesstätten gesucht. Die Grundstücksfläche sollte mindestens 1000 qm groß, gerne auch größer sein. Melden können sich die Anbieter bis 31. Januar 2017 unter der eigens für diesen Zweck eingerichteten E-Mail-Adresse kita.flaeche@stadt.mainz.de oder telefonisch beim städtischen Amt für Wirtschaft und Liegenschaften:  06131/12-2352

 

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Familie & Autismus – Ein Hausbesuch

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von Benjamin Schaefer und Katharina Dubno (Fotos):

Eine scheinbar ganz normale Szene, wie sie sich täglich abspielt: David Rücklinger holt seinen Sohn Jesaja von der Schule ab. Der 30-Jährige geht dafür zehn Minuten zu Fuß und wartet einige Minuten auf dem Schulhof. Sein sechsjähriger Sohn verlässt das Gebäude und beide gehen nach Hause. Vater David trägt den Ranzen des Jungen, der unterwegs über Parkbänke und Hausvorplätze turnt: „Wenn Jesaja morgen weg wäre, würde es mich nicht belasten“, sagt David Rücklinger kurz darauf mit nüchterner Stimme. Er hat keinerlei emotionale Bindung zu seinem Sohn. Denn der kräftige Mann mit dem schweizerisch-österreichischen Akzent und der gepflegten Ausdrucksweise ist Asperger-Autist.

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2×5 Interview mit dem Arzt und Professor Gerhard Trabert

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Sie sind bekannt für Ihren Einsatz für Obdachlose und Flüchtlinge; haben sogar das Bundesverdienstkreuz erhalten. Wie ist es dazu gekommen?

Die Situation von Menschen am Rande der Gesellschaft hat mich schon immer berührt. So hospitierte ich während meines Medizinstudiums in einem Lepra-Krankenhaus in Indien und habe mit dem Gedanken gespielt, im Ausland zu arbeiten. Aber dann habe ich mir gesagt, „schau erst mal in deinem Land, ob es nicht auch hier Armut und Ausgrenzung gibt“. Und da war vor allem die Wohnungslosen-Szene, deren Versorgung nicht gut ist. Das wollte ich ändern. Also gehe ich zu den Menschen und warte nicht, bis sie zu mir kommen. Das tue ich mit meinem „Arztmobil“, einem fahrenden Sprechzimmer. (mehr …)

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Raum für Regenbogen – Lesbisch / Schwules Leben in Mainz

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von Carina Schmidt und Jana Kay (Fotos):

Frank Grandpierre (44) kann sich noch daran erinnern, dass es am Chapeau Claque eine Klingel gab. Wer die Schwulen-Kneipe in der Kleinen Langgasse 4 zu später Stunde betreten wollte, musste sich zunächst eine Gesichtskontrolle durch ein kleines Guckloch gefallen lassen. Als er den schmalen Schlauch des Gastraums zum ersten Mal betrat, erschrak er und dachte:  „Vielleicht bin ich doch nicht schwul.“

Es war das Publikum, das den damals 17-Jährigen einschüchterte. „Man hat den Männern regelrecht angesehen, dass sie in ihrem Leben einiges an Diskriminierung erfahren haben.“ Das Chapeau Claque, das 1985 eröffnet hatte und vorher eine Oben-Ohne-Bar war, gibt es immer noch. In der Szene hat die Bar längst Kultstatus erreicht. Heute „trauen“ sich auch Lesben rein. (mehr …)