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Stadt will Gesellschaft „biomindz“ zur Entwicklung des Biotechnologiestandortes Mainz gründen

Der Ausschuss für Finanzen und Beteiligungen empfiehlt der Stadtrat beschließe Ende des Monats  die Gründung der biomindz Standortentwicklungsgesellschaft Mainz mbH als 100%-ige Tochtergesellschaft der Zentrale Beteiligungsgesellschaft der Stadt Mainz mbH (ZBM). Die ZBM-Chefs Günter Beck und Daniel Gahr könnten so alles drumherum in eine Organisation packen.

Der neuen Gesellschaft komme auch eine „Drehscheibenfunktion“ als One-Stop-Shop zu, um die eingehenden Anfragen zu bündeln, zu koordinieren und an die entsprechend zuständigen Stellen weiterzuleiten. Aufgabe der Gesellschaft wird es sein, Lösungen für diese Aspekte zu erreichen und die geeigneten Stakeholder einzubeziehen. Zusätzlich soll ein neutrales Beratungsgremium von Experten (Working-Group) aufgebaut werden, das z.B. bei der Erstellung eines langfristigen Ansiedlungsplans beraten und unterstützen soll.

Im Bereich Campus Development grenzt sich der Aufgabenbereich der biomindz Standortentwicklungsgesellschaft Mainz mbH klar von den Aufgaben der TZM GmbH ab, die den Auftrag hat, ein Laborflächenangebot für Startups & Gründer aus Biotechnologie und Life Science zu schaffen. Der geplante Neubau der TZM GmbH soll ein Modul auf dem zukünftigen Campus-Areal sein.

Die Struktur der biomindz Standortentwicklungsgesellschaft Mainz mbH wird durch die o.g. Aufgabengebiete vorgegeben. Innerhalb eines interdisziplinären Teams wird es eine Aufteilung in vier Geschäftsbereiche (Campus Development, Nachhaltigkeitsmanagement, Netzwerk & Clusteraufbau sowie Öffentlichkeitsarbeit & Marketing) geben. Die Geschäftsführung koordiniert die Aktivitäten, repräsentiert die Gesellschaft nach außen und vertritt sie gegenüber politischen Ansprechpartnern und den Gremien. Für die zentralen Funktionen wie Buchhaltung, Controlling, Personal, IT und Recht werden Dienstleistungsverträge im Stadtkonzern abgeschlossen.

Der vierte Aufgabenbereich bezieht sich auf die Öffentlichkeitsarbeit, um die Entwicklungen in den anderen beiden Bereichen darzustellen und zu kommunizieren. Hier wurde bereits der Frankfurter Marketingexperte Mike Peter Schweitzer angeworben (wir berichteten). Konkrete Aufgaben sind z.B. die Kommunikation der Entwicklungen auf der o.g. Landingpage für den Standort. Darüber hinaus sollen z.B. Publikationen, Messeauftritte und Marketingkampagnen zur Vermarktung des Biotech- und Life Science Standortes für Investoren, Fachpublikum und interessierte Unternehmen sowie nationale und internationale Fachkräfte erarbeitet werden. Gleichzeitig sei es wichtig, die
Kommunikation aller beteiligten Akteure im Stadtkonzern sowie auf Landesseite abzustimmen und zu koordinieren, um ein einheitliches Bild der Standortentwicklung zu bieten.

Parallel zur Gründung der Gesellschaft soll ein „Fachausschuss Biotechnologie“ als Ausschuss im Aufsichtsrat der ZBM (gem. §9 Abs. 3 des Gesellschaftsvertrages ZBM) gegründet werden. Dem Ausschuss sollen vier Mitglieder aus der Mitte des Aufsichtsrates der ZBM angehören. Die vier Mitglieder des Fachausschusses wählen aus ihrer Mitte einen Vorsitzenden des Ausschusses. Die Leistelle Biotechnologie der Stadt Mainz soll sofern rechtlich möglich ein Gastrecht im Ausschuss erhalten. Aus Sicht der Stadt Mainz werden so die 21 Mitglieder des Aufsichtsrates über die Entscheidungen im AR ZBM informiert, die vier Vertreter im Fachausschuss sehr detailliert in die Belange der Gesellschaft eingebunden. Für die Wirtschaftsplanung wird von einer Aufnahme der operativen Tätigkeit spätestens zum 1.7.2023 ausgegangen.

Ein Kommentar “Stadt will Gesellschaft „biomindz“ zur Entwicklung des Biotechnologiestandortes Mainz gründen

  1. Ich hoffe nur das sich nun nicht das gesamte Entwicklungsgremium nur um biotec dreht. KI, Software und Elektronik sollte nicht vergessen werden. Also auf allen Sektoren.

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