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Open Ohr Festival an Pfingsten vom 13. bis 16. Mai

open ohr
„Heimat – Was zum Kuckuck?!“, lautet das Motto des 42. Open Ohr Festivals. Damit knüpft die Freie Projektgruppe erneut an den Schwerpunkt Flüchtlingspolitik an. Diesmal ist der Blick allerdings nach vorne gerichtet. Wie nehmen Menschen im Jahr 2016 „Heimat“ wahr? Insgesamt wird es sieben Diskussionen zu diesem Thema geben – ergänzt durch Lesungen, Workshops und WalkingActs. Mit dabei sind auch Landtagswahl „Vize“ Julia Klöckner und die SPD Generalsekretärin Katharina Barley. Musikalisch kommen neben der belgischen Indie Pop-Band „Balthazar“ auch „Get Well Soon“ im Rahmen ihrer Love Tour.

Das Musikprojekt um den Multi-Instrumentalisten und Wahl-Mannheimer Konstantin Gropper präsentiert sein neues Album, das von Kritikern bereits hochgelobt wurde. Nach ihrem ersten Open Ohr Auftritt 2008 reisen auch die „Ohrbooten“ mal wieder an, sowie Raggabund & The dubby Conquerors, Heisskalt, Farbigbunt, das Dubioza Kolektiv oder das Orkesta Mendoza.

Theater, Kabarett und Film

Eröffnet wird das Festival am Freitag von der Theatergruppe Bielefeld. Sie präsentiert die „Odyssee“ und verwebt antiken Stoff mit aktuellem Weltgeschehen, indem es Odysseus Gefährten als Flüchtende inszeniert.

Das Westfälische Landestheater beschäftigt sich in „Schmerzliche Heimat“ mit den NSU-Morden. „Ramstein Airbase – Game of Drones“ beschert dem Staatstheater ein Heimspiel auf der Zitadelle. Das Stück verarbeitet die Jugenderinnerungen von Jan-Christoph Gockel, der in der Nähe des pfälzischen US-Luftwaffenstützpunkts aufgewachsen ist. Musikalisch wie kabarettistisch gekonnt ruft das „Lumpenpack“ zum Widerstand gegen bürgerlich deutsche Spießermarotten auf.

Heimat und die Suche danach stehen auch im Mittelpunkt des Zitadellenkinos. Im musikalischen Roadmovie „Sound of Heimat“ macht sich der neuseeländische Jazzmusiker Hayden Chisholm auf, die deutsche Volksmusik zu entdecken. Friedrich Wilhelm Murnaus Filmepos „Faust – eine deutsche Volkssage“ taucht den mitternächtlichen Drusus in mystische Stimmung.

Mehrfach ausgezeichnet dramatisiert Fatih Akins Spielfilm „Gegen die Wand“ die Zerrissenheit zweier Menschen zwischen zwei Kulturen. Der Eintrittspreis für eine viertägige Dauerkarte für das Festival kostet im Vorverkauf 36,20 Euro, Tageskarten 23 Euro, für Montag 11 Euro.