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Das sensor 2×5-Interview mit Maurice Conrad (Klimaschutz-Aktivist und Politiker)

Seit knapp zwei Jahren sitzt du im Mainzer Stadtrat. Was hat dich an der Arbeit dort am meisten überrascht?
Am meisten hat mich überrascht, dass die Beweggründe für politische Entscheidungen häufig nicht inhaltlich sind. Es gibt viel Taktik und Strategie. Mit einem reinen „Ich-habenoch- eine-gute-Idee“ kommt man nicht weit. Die Gründe für Entscheidungen sind eigentlich immer Identitätspolitik. Häufig hat man das Gefühl, dass man nicht mit Leuten über Visionen nachdenken kann, weil die schon ihre feste Vision haben. Man kann da wenig dran ändern.
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Nach Auszug der Flüchtlinge ist die Zukunft des Allianzhauses ungewiss

Ein Block steht beinahe leer – und nebenan die Büroimmobilie der LBBW auch (Foto: Domenic Driessen)

Das markante Gebäude auf der Großen Bleiche steht wieder leer. Vor Jahren sollte es abgerissen werden und einem Neubau weichen. Jedoch legte der Kulturclub schon schön im Erdgeschoss Einspruch ein, da er noch einen Mietvertrag bis 2025 besitzt. Der neue Eigentümer, die stadtnahe Mainzer Aufbau Gesellschaft (MAG), musste einlenken und eine neue Idee wurde zusammen mit der Stadt geboren: Während der Flüchtlingskrise 2016/17 wurde das Allianzhaus als Flüchtlingsunterkunft ertüchtigt. An die 200 Menschen fanden seitdem dort Platz. Nun sind die verbliebenen 143 ausgezogen und ihre – als auch die Zukunft des Allianzhauses – steht wieder offen.

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Comeback für die Mainzer City – Wie geht es nach Corona weiter?

Geschlossene Cafés, Restaurants und Läden prägen aktuell das Stadtbild. Ein teilgeöffneter Einzelhandel – die gängige Shopping-Vorstellung ist außer Kraft gesetzt. Einkaufserlebnisse, auf die man vor Corona Wert gelegt hat, sind zunächst Geschichte. Die Pandemie verändert die Entwicklung der Innenstädte rasant.

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„Mainz startet durch“ – Stadtvorstand beschließt Unterstützungsmöglichkeiten

Der Corona-Inzidenzwert liegt in Mainz seit einiger Zeit konstant unter 30. „Die Ungeduld steigt“, so heute Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD). Vom Bund-Länder-Treffen in der nächsten Woche erwartet der Oberbürgermeister Perspektiven. Der Stadtvorstand hat Unterstützungsmöglichkeiten für Wirtschaft, Kultur, Bildung, Infrastruktur, Ehrenamt und Vereine beschlossen, um ein „Durchstarten“ im Frühjahr zu ermöglichen, sobald es die Infektionslage zulässt.
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Landesgartenschau in Mainz: Bürgerbeteiliung startet am 24. Februar

Ende Januar diskutierten rund 70 und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Zivilgesellschaft und Verwaltung über eine mögliche Landesgartenschau im Jahr 2026. Jetzt ruft Oberbürgermeister Michael Ebling alle Mainzer dazu auf, ihre Meinung zu dem Vorhaben im Zuge einer Bürgerbeteiligung zu äußern: „Ausdrückliches Ziel des Bewerbungsverfahrens ist es, die Bewerbung für die Landesgartenschau von Beginn an durch einen breiten Stadtdialog begleiten zu lassen.“
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Klimaschutz & Klima-Initiativen auf dem Vormarsch

Bis zum Jahr 2030 möchte „MainzZero“ Klimaneutralität in Mainz erreichen (Foto: Michael Lengersdorff)

2020 bricht den Rekord: Nie, seit Beginn der Temperaturaufzeichnung, war ein Jahr in Rheinland- Pfalz heißer. Was in der breiten Berichterstattung aufgrund Corona- Schockstarre nur bedingt stattfindet und vielerorts wohl ein müdes Achselzucken hervorruft, ist der jüngste und greifbarste Beleg einer Entwicklung, auf die Klimaschützer schon seit Jahren hinweisen. Der Klimawandel findet statt und wird für Menschen in Mainz immer spürbarer. Auch politisch setzen Entscheider auf Landes- und Stadtebene dessen Bekämpfung stärker auf die Agenda. So hat der Mainzer Stadtrat bereits im Jahr 2019 den „Klimanotstand“ ausgerufen, OB Michael Ebling und Umweltdezernentin Katrin Eder jüngst das neue Ziel ausgerufen, Klimaneutralität im Jahr 2035 zu erreichen und nicht erst 2050. Für einige ist das jedoch noch nicht genug.
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Lichtblicke – Der Kampf um den Dannenröder Forst geht weiter

300 Jahre alter Mischwald. Trinkwasserschutzgebiet, Naturschutzgebiet: Der Dannenröder Forst (auch Dannenröder Wald) ist ein etwa 1.000 Hektar großer und rund 250 Jahre alter Dauer-Mischwald zwischen Homberg (Ohm) und Stadtallendorf, etwa 20 Kilometer östlich von Marburg in Hessen. Für den Weiterbau der Autobahn 49 sollen 85 Hektar Waldfläche gerodet werden, 27 davon im Dannenröder Forst. Außerdem wird eine Versiegelung von 123 Hektar Fläche mit Asphalt erwartet. Dagegen regt sich Widerstand, wie schon vor wenigen Jahren im Hambacher Forst.
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Gutenberg-Museum: Bund, Land und Stadt finanzieren Studie paritätisch zu einem Drittel

Der Stadtrat hat heute mit der Verabschiedung des Doppelhaushaltes auch seine Zustimmung zur Teilfinanzierung der mit Kosten von 250.000 Euro veranschlagten Machbarkeitsstudie zum Neubau des Gutenbergmuseums am vorhandenen Standort gegeben. Insgesamt wurden für das Gutenberg-Museum 4,7 Mio. Euro im Doppelhaushalt 2021/2022 eingestellt. Damit steht der Beauftragung der Studie mit einer Drittelfinanzierung aus Bund, Land und Stadt nichts mehr im Wege. (Foto: Carsten Costard)
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Das sensor 2×5-Interview mit Perla Londole (Black Lives Matter Deutschland)

Du bist die Gründerin der Black Community Foundation (BCF). Wie kam es dazu? Meine Freundin Nadia Asiamah und ich haben nach dem Mord an George Floyd am 6. Juni Silent Demos mit 1.500 Menschen angemeldet und bei Instagram zu Protesten aufgerufen – sie in Stuttgart, ich in Mainz. Deutschlandweit sind dann über 200.000 Menschen auf die Straße gegangen und da war mir war klar: Dieses Engagement muss man weiter nutzen, damit die Lage für Schwarze sich nachhaltig verbessert. Als Verein können wir uns besser organisieren, uns abstimmen und mehr erreichen.

Was will die BCF erreichen?
Wir wollen auf Rassismus gegen schwarze Menschen aufmerksam machen und ihn bekämpfen; uns als deutsche Black Community aber auch untereinander solidarisieren und gegenseitig unterstützen. Wir erklären uns untereinander unsere Probleme, zeigen uns aber zum Beispiel auch, welche schwarzen Kulturproduktionen wir gerade unterstützen können.
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Stadt stellt Baustellenplan für 2021 vor

Auch für das kommende Jahr „ist kein Ende in Sicht“, was Baumaßnahmen in der Stadt betreffe, sagte heute Verkehrsdezernentin Katrin Eder (Grüne). Bei einer Online-Pressekonferenz präsentierte sie die umfangreicheren Maßnahmen, die in Planung sind. An der Zahl sind es 159 Bauvorhaben, in deren Mittelpunkt vor allem die Digitalisierung und die Sanierung der Brücken stehen sollen. So sei derzeit etwa der Ausbau des Glasfasernetzes in der Neustadt durch die Telekom ein aktuelles Thema. „Ziel im Ablauf ist es, dass wir möglichst viele Baustellen zusammenlegen, damit auch möglichst wenig Störungen im Verkehr auftreten. Wir versuchen außerdem, die Bauzeiten außerhalb der Stoßzeiten zu legen und die Belastungen für die Bürgerinnen und Bürger zu minimieren“, so die Dezernentin . Die Maßnahmen im Überblick:
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