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Verkehr: Stadt Mainz plant mehr Kontrollen und Ampelblitzer

aus der Allgemeinen Zeitung von Nicholas Matthias Steinberg:

Die Stadt plant Ampelblitzer im Mainzer Stadtgebiet. Es gebe immer wieder massive Beschwerden, dass Fahrzeuge bei Rot über Kreuzungen fuhren, berichtete Verkehrsdezernentin Katrin Eder (Grüne) am Montag bei der Vorstellung eines gemeinsamen Kontrollkonzeptes von Stadt und Polizei für den Straßenverkehr.
Neben zu hoher Geschwindigkeit zählten Rotverstöße zu den größten Gefahren im fließenden Verkehr, sagte Elke Schmitt, Leiterin des städtischen Verkehrsüberwachungsamtes. Gerade im Zusammenhang mit Schulwegsicherheit müsse dieses Thema immer mitgedacht werden, so Eder. Sie erinnerte dabei an den tödlichen Unfall vor der Maler-Becker-Grundschule in Gonsenheim von vor über drei Jahren, als ein siebenjähriges Kind beim Queren der Straße von einem über Rot fahrenden Auto erfasst und tödlich verletzt worden war. Im vergangenen Jahr sei man mit der Ampelblitzer-Idee an das Land herangetreten, so Eder. Denn bevor die Stadt aktiv werden kann, müsste das Land die Zuständigkeitsverordnung, die auch die Kompetenzen der Kommunen im Straßenverkehr definiert, abändern und festlegen, dass die Stadt Rotlichtverstöße überhaupt ahnden darf. Dafür ist bislang ausschließlich die Polizei zuständig. Die ersten Signale des Landes seien jedoch durchaus positiv gewesen, sagt Eder.

Neues Konzept enthält vier Schwerpunkte
Künftig wollen Stadt und Polizei ihre Verkehrskontrollen noch stärker verzahnen. „So haben wir die Möglichkeit, noch präsenter zu sein, was sich auch auf das Sicherheitsgefühl der Menschen auswirkt“, erklärte der Mainzer Polizeidirektor Alban Ragg. Das Konzept enthält die vier Schwerpunkte Schulwegsicherheit, Taxikontrollen, Nachteinsätze und Fahrradverkehr. Seit Anfang Januar wurde beispielhaft für jeden Komplex ein Kontrolltag organisiert. Unmittelbar nach den Weihnachtsferien kontrollierte man am 7. Januar vor der Peter-Härtling-Schule in Finthen sowie der Integrierten Gesamtschule (IGS) in Hechtsheim den ruhenden und den fließenden Verkehr. Am 18. Januar wurden zudem im gesamten Stadtgebiet 32 Taxifahrer kontrolliert. Bei fünf fehlte die sogenannte Genehmigungsurkunde, der Nachweis, gewerblich Menschen befördern zu dürfen. In drei Fällen wurde noch vor Ort das „Taxi“-Schild entfernt.

Sicherheit im Radverkehr gewährleisten
Ebenfalls auf dem Radar haben die Behörden den Radverkehr. „Immer mehr fahren mit dem Rad, das wollen wir ja auch“, sagte Eder. Umso wichtiger sei es, durch Kontrollen Sicherheit zu gewährleisten. Und das gleich in zweierlei Hinsicht: Zum einen müssten die Radler sich an Verkehrsregeln und technische Vorgaben halten, berichtet Eder. Andererseits müssten sie aber auch vor dem Autoverkehr geschützt werden. In gemeinsamen Einsatzteams kontrollierten Mitarbeiter von Verkehrsüberwachungsamt und Polizei am 24. Januar an verschiedenen Schwerpunktstellen wie etwa in der Straße „An der Goldgrube“, in der Bauhofstraße oder in der Elisabeth-Selbert-Straße, der ersten Mainzer Fahrradstraße. Ins Visier nahmen sie dabei den ruhenden wie auch den fließenden Verkehr. Alleine in der Tempo-30-Zone im Bereich „An der Goldgrube“ wurden an diesem Tag 90 Fahrzeuge geblitzt.

Ein weiteres Themenfeld, dem sich die Behörden verstärkt widmen wollen, sind Nachteinsätze. Ein solcher fand zuletzt von Freitag auf Samstag vergangener Woche statt. Insgesamt wurden dabei 180 Fahrer geblitzt und in Alt- und Neustadt 130 Falschparker verwarnt. Währenddessen zog die Polizei immer wieder Fahrzeuge aus dem fließenden Verkehr heraus.

Foto: Sascha Kopp

Ein Kommentar “Verkehr: Stadt Mainz plant mehr Kontrollen und Ampelblitzer

  1. Was ist mit der Sicherheit von Fußgängern. Gerade im unteren Bereich der Frauenlobstraße ist es zur Normalität geworden mit dem Fahrrad auf dem Bürgersteig zu fahren. Wo sind hier die Kontrollen?

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