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Neuer IHK-Präsident – Hähner löst Günster ab

Die Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer für Rheinhessen hat Peter Hähner zum neuen Präsidenten der IHK gewählt. Der Regionalvorstand der LBBW löst in diesem Ehrenamt Dr. Engelbert J. Günster ab, der nach acht Jahren Amtsführung zum Ehrenpräsidenten der IHK für Rheinhessen gewählt wurde.
Schwerpunkte seiner Präsidentschaft nannte Peter Hähner (62) nach seiner Wahl in der Antrittsrede. Priorität genießt demnach die Stabilisierung und Erhaltung des Wirtschaftsstandortes in der Covid-19-Pandemie. Dass in Rheinhessen gerade im Krisenjahr 2020 mit 54,6 Prozent die höchste Exportquote seit 15 Jahren erzielt wurde, zeuge von der grundsätzlich robusten Struktur der traditionell außenhandelsorientierten Wirtschaft. IHK-Initiativen wie die kürzlich vorgestellte Impfstrategie tragen laut Hähner dazu bei, den Betrieben eine Perspektive für die Rückkehr zu geordneten Geschäften zu eröffnen. Krisengefährdete Branchen werde die IHK auch weiterhin mit einem umfangreichen Beratungsangebot begleiten.

In Bezug auf das politische Krisenmanagement setzt der neue IHK-Präsident auf Dialog: „Es ist jetzt nicht die Zeit, über Politik zu urteilen. Es ist mehr denn je erforderlich, intensiv mit ihr zu kommunizieren.“ Dass die Politik die Rolle der Kammern als konstruktive Berater und kritische Begleiter würdigt, zeige der Wille der Bundesregierung, den Deutschen Industrie- und Handelskammertag als Institution zu erhalten. Diese Wertschätzung herrsche in Rheinland-Pfalz auch auf Landes- und kommunaler Ebene und bilde eine solide Basis, um die drängendsten Herausforderungen der regionalen Wirtschaft zu bewältigen: Fachkräftemangel, Unternehmensgründung und Digitalisierung.

Dr. Engelbert J. Günster verabschiedete sich aus dem IHK-Ehrenamt mit dem Dank an alle Unternehmerpersönlichkeiten, die sich über die Führung ihrer Betriebe hinaus für den Erfolg der Region einsetzen. Gemeinsam sei es gelungen, gerade für die Anliegen und Chancen der produzierenden Industrie wichtige Impulse in die Wirtschaftspolitik des Landes zu geben. Zufrieden zeigte Günster sich auch über die stärker etablierte Einbindung Rheinhessens in die dynamische Metropolregion Frankfurt Rhein Main. Um die IHK zu einem noch effizienteren Dienstleister für die Unternehmen zu machen, habe er sich für eine zeitgemäße Personalentwicklung eingesetzt. Das habe sich besonders in der Corona-Krise bewährt, als ein motiviertes Team den akut aufkommenden Informations- und Vernetzungsbedarf der Betriebe mit hoher Servicebereitschaft deckte. Günster warb bei den Unternehmerinnen und Unternehmern dafür, auch den neuen IHK-Präsidenten zu unterstützen: „Gestalten Sie mit. Bringen Sie den Standort Rheinhessen voran.“

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