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Mehr Kinder – mehr Nachfrage nach Kitas in Mainz

„Die aktuelle Bevölkerungsprognose geht noch einmal von einer weiteren Steigerung der Kinderzahlen (5,4% gegenüber 2010) bis zum Jahr 2015 aus“, sagte Sozialdezernent Kurt Merkator heute, als er heute den Kindertagesstättenbedarfsplan 2011 vorstellte.
Aber: Aus dem Anstieg der Kinderzahlen, verbunden mit der weiterhin hohen Nachfrage nach KiTa-Plätzen für Zweijährige, ergebe sich nunmehr ein zusätzlicher Bedarf von insgesamt ca. 33 KiTa-Gruppen in Mainz bis 2015.

Zum Stichtag 30. September 2010 lebten in Mainz 7.159 Kinder mit einem Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz. Bei einer Versorgungsquote von 60 Prozent für zweijährige und 100 Prozent für die drei- bis sechsjährigen waren zum 30.09.2010 insgesamt 6.440 Kindergartenplätze erforderlich, aber erst 6.156 Plätze vorhanden.

„Der Marathon ist noch nicht zu Ende, aber wir sind gut vorangekommen und wir laufen weiter“, zieht Dezernent Merkator Bilanz: „Die Abteilung Kindertagesstätten im Amt für Jugend und Familie muss trotz chronischer personeller Unterbesetzung seit Jahren einen großen Kraftakt vollbringen und hat – dank intensiver Beteiligung auch der freien Träger viel erreicht.“
Im Jahr 2010 wurden 391 neue Kindergartenplätze geschaffen. Zurzeit werden in der Neustadt, in Weisenau und in Marienborn neue Kindertagesstätten gebaut; in diesem Sommer wird mit dem Neubau in Finthen begonnen. Dadurch entstehen 2011 insgesamt 220 und im Jahr 2012 dann 238 neue Plätze. Für die Ganztagsbetreuung stehen in den Kindertagesstätten jetzt 3.850 Plätze zur Verfügung, dies ist gegenüber dem Vorjahr (3.069 Plätze) eine Steigerung von 25,4 Prozent. Die Zahl der Plätze in den Kindertagesstätten für Kinder unter drei Jahren ist im vergangenen Jahr um 342 auf jetzt 1025 gestiegen; dies entspricht einer Steigerung von 50 Prozent.

Besonders in den Blick genommen hat Dezernent Merkator die Betreuung von Schulkindern, insbesondere im Grundschulbereich, denn „bisher sind nur sieben von 23 staatlichen Grundschulen Ganztagsschulen, die anderen sind Betreuende Grundschulen, deren Betreuungszeiten für zahlreiche Eltern oft zu kurz sind.“ Um Kindern bessere Bildungschancen und Eltern bessere Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu geben, hält er  den quantitativen und qualitativen Ausbau der Betreuung von Schulkindern außerhalb der schulischen Kernzeit – in Kooperation mit den Schulen – für erforderlich.

Ebenfalls auf seiner Tagesordnung: die konzeptionelle und bauliche Weiterentwicklung der Kindertagesstätten – ganz im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention – um allen Kindern mit Behinderungen den Zugang zum allgemeinen Bildungssystem zu ermöglichen.

Überblick: Stadtteile

Gonsenheim      Neubau einer 7-gruppigen Kindertagesstätte

Altstadt                Neubau einer 5-gruppigen Kindertagesstätte

HaMü                   Neubau einer 4-gruppigen Kindertagesstätte

Oberstadt                       Neubau einer 4-gruppigen Kindertagesstätte

Altstadt

Dieser Stadtteil ist mit Kindergartenplätzen grundsätzlich ausreichend versorgt. Allerdings können die bestehenden Einrichtungen aus baulichen Gründen keine 2-Jährigen aufnehmen; für diese Altersgruppe stehen nur 5 Plätze zur Verfügung. Deshalb müssen hier, auch im Hinblick auf den Rechtsanspruch für die 1-Jährigen ab 2013, durch den Bau einer neuen Einrichtung entsprechende Kapazitäten geschaffen werden.

Bretzenheim

In Bretzenheim besteht in den nächsten Jahren ein Bedarf für 3 bis 4 zusätzliche Kindergartengruppen, auch wenn die Zahl der Kinder gegenüber der Prognose aus dem Vorjahr in den Jahren 2011 und 2012 weniger stark steigt

Drais

In Drais gibt es in diesem Jahr einen Fehlbedarf an Plätzen, 2012 eine ausgewogene und ab 2013 eine Überversorgung.

Ebersheim

In Ebersheim besteht eine ausgewogene Versorgung.

Finthen

In Finthen besteht eine ausgewogene Versorgung.

Gonsenheim

In Gonsenheim ist in den letzten Jahren die Zahl der Kinder stark gestiegen; deshalb ist der Bau einer weiteren Kindertagesstätte erforderlich.

Hartenberg/Münchfeld

In Hartenberg/Münchfeld können in den bestehenden Einrichtungen kaum zusätzliche Kapazitäten für die Aufnahme von 2-Jährigen geschaffen werden; deshalb besteht hier ein Bedarf von vier Kindergartengruppen.

Hechtsheim

In Hechtsheim besteht aktuell eine Unterversorgung in Höhe von fünf Kindergartengruppen. Ab dem Jahr 2012 kann diese durch eine neue sowie die Erweiterung einer bestehenden Kindertagesstätte wieder aufgefangen werden. Die Kinder aus der Großbergsiedlung werden zu 80 % dem Stadtteil Hechtsheim zugeordnet.

Laubenheim

In Laubenheim gibt es einen geringfügigen Fehlbedarf an Kindergartenplätzen.

Lerchenberg

Auf dem Lerchenberg besteht aktuell ein Bedarf für 2 zusätzliche Kindergartengruppen.

Marienborn

In Marienborn besteht aktuell Bedarf für eine Kindergartengruppe. Durch die Eröffnung des neuen Kindergartens „Hinter den Wiesen“ wird es dann aber zu einer Vollversorgung kommen.

Mombach

In Mombach besteht 2011 eine Unterversorgung in Höhe von etwas mehr als vier Kindergartengruppen. Durch die für das Jahr 2012 geplante Eröffnung der neuen Kindertagesstätte wird dann nahezu eine Vollversorgung erreicht.

Neustadt

In der Neustadt besteht in den nächsten beiden Jahren eine ausgewogene Versorgung; ab dem Jahr 2013 besteht ein Bedarf für 2 – 3 Kindergartengruppen.

Oberstadt

In der Neustadt besteht in den nächsten beiden Jahren eine ausgewogene Versorgung; ab dem Jahr 2013 besteht ein Bedarf für 2 – 3 Kindergartengruppen.

Weisenau

In Weisenau besteht ein Bedarf von 2 Kindergartengruppen, der vorerst durch das Provisorium in der Friedrich-Ebert-Schule gedeckt wird.