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Mainz richtet Mobile Bücherei für ältere Menschen ein

Die Stadt startet das Projekt Mobile Bücherei. Die Idee: Ehrenamtliche Helfer bringen älteren Menschen, die nicht mehr gut zu Fuß sind, auf Wunsch Bücher und andere Medien aus dem Bestand der Öffentlichen Bücherei – Anna Seghers mit einem Lastenfahrrad direkt nach Hause.

Sozialdezernent Dr. Eckart Lensch: „Mit dem neuen Angebot der Mobilen Bücherei wenden wir uns an ältere Menschen, die selbst nicht mehr mobil sind. Das Projekt soll Isolation und Einsamkeit vorbeugen und gleichzeitig einen unkomplizierten Zugang zum kulturellen Angebot der Öffentlichen Bücherei – Anna Seghers ermöglichen. Wir starten mit dem Projekt zunächst für Bewohner der Neustadt. Dabei arbeiten die beiden Gemeindeschwestern plus der Stadt Mainz, die Öffentliche Bücherei – Anna Seghers und der Mainzer Seniorenbeirat mit Ehrenamtlichen in einem Team zusammen.“

Kulturdezernentin Marianne Grosse: „Die Öffentliche Bücherei – Anna Seghers ermöglicht Menschen aller Altersgruppen einen freien Zugang zu Literatur und Wissen. Sie ist auch da für Personen in besonderen Lebenslagen. Unter anderem gibt es bereits spezielle Angebote für Demenzkranke. Die Idee einer Mobilen Bücherei habe ich sehr begrüßt. Sie bietet eine neue Möglichkeit, auf den umfangreichen Bestand der Öffentlichen Bücherei – Anna Seghers mit rund 180.000 Medien wie Romanen, Bildbänden, Sachbüchern, Zeitschriften, Filmen und Musik, aber auch augenfreundlichen Großdruckbücher und Hörbüchern zuzugreifen.“

Seniorn aus der Neustadt können sich telefonisch oder per E-Mail an das Büroteam der Mobilen Bücherei wenden. Ehrenamtliche nehmen die Bestellungen entgegen und informieren auch gerne über das Angebot der Bücherei. Bücherboten liefern die bestellten Medien dann mit einem Lastenfahrrad aus.

Das E-Lastenfahrrad für die Mobile Bücherei wurde aus zusätzlichen Mitteln des Projekts „Gemeindeschwester Plus“ des Ministeriums für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinland-Pfalz sowie der in Rheinland-Pfalz vertretenen Krankenkassen und Kassenverbände finanziert.

Der Liefer- und Besuchsservice der mobilen Bücherei ist kostenlos. Es fällt lediglich die übliche Jahresgebühr für die Benutzung der Bücherei an.

Das Projekt Mobile Bücherei startet am 1. Juni zunächst mit dem oben beschriebenen Lieferservice. Sobald es das Corona-Infektionsgeschehen und die dann geltenden Regelungen zur Eindämmung der Pandemie zulassen, soll auch ein Besuchs- und Vorlesedienst angeboten werden. Hier ist auch eine Kooperation mit der Stiftung Lesen und dem Einbezug ehrenamtlicher Jugendlicher geplant, sodass die Mobile Bücherei ein generationenübergreifendes Ehrenamtsprojekt ist. Auch das Büroteam, das die Bestellungen und Wünsche der Seniorn entgegennimmt, arbeitet ehrenamtlich.

Interessierte Nutzer aus der Mainzer Neustadt können Kontakt zur Mobilen Bücherei aufnehmen per Telefon unter 0173 / 316 35 68 oder per E-Mail an mobile.buecherei@stadt.mainz.de

Ehrenamtliche Interessierte melden sich bei Petra Studt, tätig als Gemeindeschwester Plus für die Landeshauptstadt Mainz. Das Team freut sich über alle, die sich beteiligen möchten, ob im Büro bei der Bestellung und Beratung oder als Bücherbote.

Petra Studt ist Ansprechpartnerin für Ehrenamtliche und begleitet und unterstützt sie während des Projekts. Die Ehrenamtlichen erhalten eine Einführung in den Bestand der Bücherei und werden darüber hinaus im Umgang mit älteren Menschen geschult.

Petra.Studt@stadt.mainz.de oder 06131 – 12 23 26.

Weitere Infos zum Projekt der Gemeindeschwesterplus in Mainz: Das präventive und gesundheitsfördernde Angebot des Landes Rheinland-Pfalz richtet sich an Menschen ab dem 80. Lebensjahr, die noch keine Pflege brauchen, sich aber eine unterstützende Beratung in diesem Lebensabschnitt wünschen. Die kommunalen Ansprechpartnerinnen besuchen die Mainzer Senior:innen zu Hause, stellen ihre Bedarfe, Sorgen und Wünsche fest und beraten über hauswirtschaftliche und gesundheitliche Versorgung, die Wohnsituation und Mobilität oder soziale Kontakte. Sie informieren über Teilhabeangebote wie Seniorentreffs, Bewegungsmöglichkeiten oder Veranstaltungen. Durch diese frühzeitigen Informationen und soziale Einbindung soll der Eintritt in die Pflege so lange wie möglich vermieden werden. Alle Beratungen sind individuell gestaltet und kostenlos.

In Mainz wird das Modellprojekt Gemeindeschwesterplus vorerst in den Stadtteilen Altstadt, Oberstadt, Neustadt, Bretzenheim, Lerchenberg, Drais und Marienborn angeboten. Ziel ist es, zukünftig alle Mainzer Ortsteile in das Programm einzubinden.

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