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KUZ Wiedereröffnung verzögert sich bis Anfang 2019

Der Umbau des Kulturzentrums schreitet zügig voran. Wo einst die alte Konzerthalle aus den 60er Jahren stand, ist nun ein Anbau, der künftig das Eingangsfoyer, Toiletten und Lagerflächen beherbergt. Im Gebäudeinneren eine neue 500 qm große Halle, die bis zu 1.000 Personen fasst. Oben drüber eine kleinere Halle samt neuem Dach mit etwa 200 qm für “ruhigere” Veranstaltungen. Nur fand man vor kurzem Mängel in der Bausubstanz und im 1. OG, sodass sich das Projekt verzögert, die reinen Baukosten jedoch nur marginal erhöht hat. Die Kosten für die im Frühsommer 2017 begonnene Sanierung und Modernisierung beziffert die Zentrale Beteiligungsgesellschaft Mainz (ZBM) jetzt auf rund 6 Millionen Euro.
KUZ-Kulturkoordinator Ulf Glasenhardt ist zuversichtlich, dass die Arbeiten bis Ende Oktober beendet sein könnten. Nach Abschluss der Bauphase geht es an die Einrichtung der Technik und Bühne, den Innenausbau. Aktuell rechnet mainzplus, dass das KUZ Anfang 2019 spielbereit wäre.

Glasenhardt, der unter dem Dach von Mainzplus Citymarketing das künftige Programmprofil für die KUZ-Renaissance absteckt, hat ob der nahenden Wiedereröffnung noch keine schlaflosen Nächte. Zusammen mit Bühnentechnik-Profi Matthias Zimmermann habe er sich in die einzelnen Gewerke eingearbeitet, technische Abläufe optimiert. Andererseits weiß Glasenhardt aber auch, dass der Erwartungsdruck bei einem Kulttempel mit fast 35- jähriger Geschichte nicht gering ist: „Ich habe noch nie eine solche Location, praktisch von Null auf Hundert, eröffnet“.

Inhaltlich soll der Neustart der (alternativ) kulturellen Szene ein breites Portfolio aus neuen Formaten und KUZ-Klassikern, wie etwa den Parties, bieten, wobei das musikalische Spektrum zielgruppengerecht breit gefächert ist – von Metal über Hip Hop bis Indie-Pop. Neben dem eigenen Netzwerk aus seinem früheren Leitungsjob im Wiesbadener Kulturpalast kann er dabei auch auf die Kontakte des Frankfurter Hofs zurückgreifen, ohne dabei in die Jazz- oder Weltmusik-Ecke abzudriften. Viele Leinen seien schon ausgeworfen, Bands optional angefragt und viele Interessierte melden sich bereits weiß mainzplus Chef August Moderer.

Einen Vorgeschmack auf die kommende KUZ-Kultur liefert die von Glasenhardt gestartete Road-Show „KUZ unterwegs“, die an unterschiedlichen Spielstätten die Wartezeit auf den Relaunch des Hauses verkürzt. Die bislang knapp 40 Veranstaltungen in Kooperation mit Schon schön, Kunsthalle, Halle 45 oder dem Frankfurter Hof zählten mehr als 13.000 Besucher. Kommende Tour-Highlights sind die Berliner Elektropop-Band Mia, die am 12. April im Frankfurter Hof aufspielt, Station 17 am 10. Mai im schon schön oder Ben Redelings am 7. Juni im Lomo.

zu Teilen aus der Allgemeinen Zeitung

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