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Konservierung der Römersteine wird dieses Jahr fortgesetzt

Der Werkausschuss der Gebäudewirtschaft (GWM) hat in seiner gestrigen Sitzung Konservierungsarbeiten an acht Pfeilerresten beschlossen. Insgesamt stehen dafür 75.000 Euro zur Verfügung.
„Die Römersteine im Zahlbachtal sind eines der wichtigsten und beliebtesten Zeugnisse der Römerzeit in Mainz. Und wir wollen alles tun, um unser römisches Erbe angemessen zu bewahren und zu präsentieren. Deshalb legen wir schon seit meinem Amtsantritt im Jahr 2010 bei der Verteilung der Mittel aus dem Denkmalpflegeprogramm ein besonderes Augenmerk auf die Römersteine und haben festgelegt, dass jedes Jahr mindestens ein Römerstein saniert beziehungsweise konserviert werden soll“, so Bau- und Kulturdezernentin Marianne Grosse (SPD).

Da sich die einzelnen Pfeilerreste in Größe und Zustand unterscheiden, war es in manchen Jahren ein großer Pfeiler, der konserviert wurde, in anderen Jahren mehrere kleinere.

„Die Initiative Römisches Mainz freut sich über die voranschreitenden Arbeiten an den Römersteinen als einen entscheidenden Schritt zur Bewahrung des Mainzer Römischen Erbes“, erklärte Christian Vahl, Vorsitzende der Initiative Römisches Mainz.

Bei den Römersteinen handelt es sich um die Pfeilerstümpfe der römischen Wasserleitung, die von Mainz-Finthen („ad fontes = bei den Quellen“) über eine Länge von 9 km bis zum Legionslager auf dem Kästrich führte. Außerhalb des Lagers befand sich ein Verteilerbecken, von dem das frische Wasser in das Legionslager („castrum“) sowie in die Zivilsiedlung verteilt wurde. Vor der Anhöhe des Kästrich musste das Zahlbacher Tal mit einem Aquädukt von bis zu 30 Metern Höhe überwunden werden. Davon zeugen bis heute die so genannten Römersteine, von denen aktuell noch 60 zwischen Albert-Schweitzer-Straße und Unterer Zahlbacher Straße erhalten sind. Das Aquädukt wurde in der Regierungszeit von Kaiser Vespasian (69 – 79 n.Chr.) errichtet. Bei den acht für dieses Jahr ausgewählten Exemplaren sind Teile herausgebrochen, so dass durch eine Konservierung und das Aufbringen einer Schutzschicht die dauerhafte Witterungsbeständigkeit hergestellt werden muss.

„Die kontinuierlichen Arbeiten an den Römersteinen reihen sich ein in unsere umfangreichen Maßnahmen für die römischen Denkmäler in Mainz. Mit der Konservierung des Drusussteins, die in diesem Jahr abgeschlossen wird, und unseren vielfältigen Aktivitäten am Römischen Bühnenheater konnten wir hierbei schon große Schritte weiterkommen. Wir haben noch viel vor uns, aber wir haben in den letzten Jahren auch schon sehr viel erreicht – und das natürlich nicht zuletzt auch durch die tatkräftige Unterstützung der Initiative Römisches Mainz“, sagte Marianne Grosse.

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