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App zum UNESCO-Welterbe der „SchUM-Stätten Speyer, Worms und Mainz“ ist fertig

Mit der App „SchUM-Stätten“ kann man auf eine virtuelle Reise zu den jüdischen mittelalterlichen Monumenten und Friedhöfen gehen, die zum UNESCO-Welterbe der SchUM-Städte Speyer, Worms und Mainz zählen. Nachdem Worms seit Oktober 2019 und Speyer seit April 2021 über spannende Geschichten zu entdecken sind, ist nun auch eine Story zu Mainz entstanden.


1000 Jahre Magenza ist die Leitlinie dieser drei „Bücher“, die Sie vom Mittelalter bis in die Gegenwart führen. Der Alte Jüdische Friedhof „Judensand“ in Mainz als ein Teil des Weltkulturerbes der SchUM-Stätten ist End- und Höhepunkt der Story. Um das Unsichtbare sichtbar zu machen, starten die Rundgänge am Holzturm, gehen über die Topografie des einstigen jüdischen Viertels bis zur Neuen Synagoge – und von dort zum „Judensand“. Leon Schlesinger aus Australien trifft auf Rabbiner Dr. Sali Levi und dessen Frau Margarethe. Kenntnis- und temporeich werden Zeitschichten und menschliche Schicksale miteinander verwoben.

Interessantes zum Judentum, zur Gelehrsamkeit in den SchUM-Gemeinden sowie Bezüge zu SchUM in der Gegenwart und die Relevanz familiärer Erzählungen entfalten sich auf den drei Spaziergängen quer durch Mainz. Bewegend, emotional, lehrreich und zukunftsorientiert werden Sie Mainz neu entdecken. In deutscher Sprache (Text und Audio).

Oberbürgermeister Michael Ebling: „Mit der Anerkennung des UNESCO-Welterbes am 27. Juli ist für uns ein Traum in Erfüllung gegangen, auf den wir viele Jahre gemeinsam mit unseren Partnern hingearbeitet haben. Wir verstehen den Welterbetitel auch als Auftrag, den Alten Jüdischen Friedhof ‚Judensand‘ als Mainzer Beitrag zum Welterbe erfahrbar zu machen. Dabei ist es uns wichtig, diesen besonderen Ort behutsam für den Tourismus zu öffnen. Seit der Anerkennung ist eine Besichtigung im Rahmen von Führungen möglich, die auf reges Interesse stoßen. Und nicht nur der Alte Jüdische Friedhof, auch viele andere Orte in unserer Stadt zeugen von der langen Geschichte jüdischen Lebens in Mainz. Mit der App der SchUM-Stätten kann man sich nun auf eine Spurensuche begeben, die durch die Mainzer Innenstadt bis hin zum ‚Judensand‘ führt.“

Umgesetzt wurde die Storytelling App vom Interdisziplinären Zentrum für digitales Erlebnisdesign (IZeD) der Hochschule Worms unter der Leitung von Prof. Jan Drengner (Fachbereich Touristik/Verkehrswesen) und Prof. Dr. Werner König (Fachbereich Informatik). Sie resümieren: „Wir freuen uns, dass wir nun mit der Erweiterung der App um die jüdischen Sehenswürdigkeiten der Stadt Mainz für alle drei SchUM-Städte den Besuchern einen digitalen gestützten Einblick in die Weltkulturerbestätten bieten können. Als Wissenschaftler aus dem Bereich des Tourismus hege ich die Hoffnung, dass es neben diesem digitalen Baustein künftig auch weitere kreative Angebote für Touristen und Einheimische geben wird, um diesen Teil des UNESCO-Welterbes erkunden zu können.“

Realisiert wurde die App auch durch die finanzielle Unterstützung der Sparkasse Mainz. Thorsten Mühl, Vorstandsvorsitzender Sparkasse Mainz: „Seit Jahrhunderten hat das Judentum seinen Platz in den SchUM-Städten Speyer, Worms und Mainz. Mit der kostenlosen SchUM-App wird das UNESCO-Welterbe vor Ort nun digital. Die historischen Zeugnisse, welche teils mehr, teils weniger im Fokus der Aufmerksamkeit den Lauf der Zeit überdauerten, bieten so einen völlig neuen Blick auf die Geschichte unserer Region. Dadurch wird es möglich, das Andenken an das jüdische Leben vor Ort auf spannende und unterhaltsame Art und Weise zu erhalten und lebendig zu machen.“

„Es hat viel Freude bereitet, sich die Geschichte mit Leon Schlesinger und Rabbiner Sali Levi auszudenken“, so Dr. Susanne Urban, Geschäftsführerin des SchUM-Städte e.V. „Da kann die Phantasie Funken sprühen und Begegnungen wahr werden lassen, die wir so nie erleben können. Mit Unterstützung der Landeshauptstadt Mainz, der Sparkasse Mainz und mit unseren bewährten konstruktiv-kreativen Partnern der Hochschule Worms gelang es uns, diese facettenreiche Geschichte zum jüdischen Mainz und zum UNESCO-Welterbe ‚Judensand‘ zu entwickeln und umzusetzen. Schauspieler Pius Maria Cüppers hat den verschiedenen Protagonisten erneut seine Stimme geliehen. Gehen Sie los oder lauschen Sie an einem kalten Winterabend der Geschichte vom Sofa aus.“

App
https://schumstaedte.de/schum-app/
und über Google / Apple Play Store

Die Storytelling-App »SchUM-Stätten« entstand als Kooperation des SchUM-Städte e.V. mit dem Interdisziplinären Zentrum für digitales Erlebnisdesign der Fachbereiche Touristik / Verkehrswesen und Informatik der Hochschule Worms. Beteiligt waren die Städte und die Stadtarchive Speyer, Worms und Mainz, das Tonstudio Herzer, conceptdesign Illner und als Sprecher der Schauspieler Pius Maria Cüppers. Unser Dank geht an die Sparkasse Mainz für die Förderung dieser letzten Geschichte.

Landeshauptstadt Mainz
SchUM-Koordinatorin Elke Höllein: elke.hoellein@stadt.mainz.de
HS Worms: Prof. Dr. Jan Drengner: drengner@HS-Worms.DE
Prof. Dr. Werner König: koenig@HS-Worms.DE
Dr. Susanne Urban: suseurban@yahoo.de

www.schumstaedte.de

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