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Thomas Gerster (CDU) als neuer Mainzer Grün- und Verkehrsdezernent?

Nachdem die Grünen die Frankfurter Büroleiterin des Dezernats für Umwelt und Frauen – Janina Steinkrüger – zur Nachfolgerin von Verkehrsdezernentin Katrin Eder nominiert haben (wir berichteten), legt nun die CDU nach und nominiert ihren Verkehrsexperten Thomas Gerster für das Amt. Dieser hat zwar im Prinzip keine Chance – denn die Grünen sind Teil der entscheidenden Ampel-Koalition im Stadtrat – Gerster will dennoch eine Alternative bieten. Und das tut der hier lebende 50jährige mit Sicherheit und einer gehörigen Portion KnowHow sowie einem ansehnlichen Konzept. Am 13. Juli soll eine außerplanmäßige Stadtratssitzung die Wahl entscheiden.

Gersters Ideen en detail:

1. Anpassung und Weiterentwicklung des Planes 100% Klimaschutz
– Stadt muss als gutes Beispiel vorangehen – energetische Sanierung bzw. Nullenergie-Bauweise bei allen Bauten der Stadt und ihrer Töchter, Negativbeispiel ist die Baracke der Stadtgärtnerei am Volkspark, die nicht nur ökologisch, sondern auch aus sozialen Gesichtspunkten eine Katastrophe ist
– Fortschreibung der Solarsatzung bzw. der Dachbegrünungssatzungen
– Konsequente Umstellung der Fuhrparks – Prüfung eines OBusbetriebs der Mainzer Mobi-lität, evtl. Umrüstung auf alternative Kraftstoffe
– Förderung von Unternehmen, die ähnlich wie BioNTech im medizinischen Bereich Umwelttechnologie betreiben – Beispiel: Prefere Paraform GmbH & Co. KG

2. Schaffung von Klimaresilienz in Mainz
Mein Motto: BBB für Mainz – Wir brauchen Bäume, Brunnen und Bächle
– Wir brauchen dringend mehr und möglichst hochkronige Bäume in Mainz, Nachpflanzun-gen müssen schneller erfolgen. Fassaden und Balkonbegrünungen müssen durch Aufklä-rungs- und Förderkampagnen vorangetrieben werden
– Bestehende Brunnen müssen – soweit nicht in Betrieb – unverzüglich instand gesetzt und in Betrieb genommen werden – Beispiel: Jubiläumsbrunnen. Neue Brunnen müssen nach Möglichkeit geschaffen werden – Beispiel: Archäologisches Zentrum
– Unterirdische Bachläufe müssen „gehoben“ werden: Filzbach, Zaybach, und andere sollten an die Oberfläche gebracht werden und nach Freiburger Vorbild als „Bächle“ das Klima verbessern

3. Ein Verkehrskonzept, das Umwelt und Menschen dient
– Planung welches Verkehrsmittel welche Strecken benötigt und daraus resultierend ein Verkehrskonzept, das folgende Grundsätze berücksichtigt:
– Platz für schnelle Radrouten schaffen
– Fußgängern den geschützten Raum zurückgeben
– Schnellen ÖPNV ermöglichen
– Parkhausring verlagern und P+R-Parkplätze schaffen
– Autofahrer ohne Parksuchverkehr schnell in ein Parkhaus leiten und Durchgangsverkehr vermeiden

4. Visionär denken
Prüfung, ob man – mit Hilfe von Land, Bund und EU – die Kaiserstraße und die Rheinstraße tieferlegt und einen Tunnel auf der Höhe der alten Kaiserbrücke durch den Rhein führt.

Ein Kommentar “Thomas Gerster (CDU) als neuer Mainzer Grün- und Verkehrsdezernent?

  1. Ich drücke Herrn Gerster alle Daumen. Eine echte Alternative!! Wohl Chancenlos gegen Rot+Grün…aber ein Versuch ist es Wert.

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