| | Kommentare deaktiviert für Mainz bekommt eine Koordinierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen

Mainz bekommt eine Koordinierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen


Mainz richtet zum 1.1.2013 eine Koordinierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen ein. Die deutsche Koordinierungssucht trägt dem Rechnung, so dass die Stadtverwaltung dem Stadtratsantrag „Antidiskriminierungspolitik in Bezug auf gleichgeschlechtliche Lebensweisen“ von SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und FDP nachkommt. Aber auch unseren OB dürfte es freuen. Die Koordinierungsstelle wird fachlich eigenständig und wegen der Bedeutung des Themas direkt bei ihm im OB-Büro angesiedelt. Somit entstehen noch nicht einmal zusätzliche Personalkosten. Die Tätigkeit wird im Arbeitsbereich des langjährigen Mitarbeiters und Soziologen Oliver Bördner angesiedelt.

Vier Handlungsfelder hat das Ganze: Das Handlungsfeld Fachpolitische Arbeit umfasst die Analyse und Bewertung von gesellschaftlichen Bedingungen für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender (LSBT). Stadtspitze und Stadtrat sollen zu der Thematik beraten und unterstützt werden. Die Koordinierungsstelle wird Gesprächs- und Informationsrunden zur Gleichstellung und Antidiskriminierung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender ins Leben rufen. Auch soll sie mit Beauftragten für gleichgeschlechtliche Lebensweisen anderer Institutionen zusammenarbeiten, wie z.B. der Antidiskriminierungsstelle Rheinland-Pfalz oder der Ansprechstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen bei der Polizei des Landes Rheinland-Pfalz.

Ein zweites Handlungsfeld wird die Unterstützung der städtischen Dezernate und Ämter sein. Dies beinhaltet neben einer Fachberatung der städtischen Dienststellen auch die Einbindung in die städtische Gleichstellungs- und Antidiskriminierungsarbeit sowie die Kooperation mit den städtischen Gleichstellungsstellen.

Im Handlungsfeld Unterstützung von Vereinen und Initiativen im Bereich Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender sollen Netzwerke geknüpft, Kooperationen angeboten und Maßnahmen koordiniert werden. Hierzu zählt auch die Vermittlung von städtischen und sonstigen Ressourcen.

Das vierte Handlungsfeld Akzeptanzförderung und Beratung beinhaltet die Konzeption und Durchführung einer diesbezüglichen Öffentlichkeitsarbeit, von Kampagnen, Präventionsmaßnahmen sowie Medienarbeit . Einen besonderen Schwerpunkt stellt die Auseinandersetzung mit Themen wie Alter, Jugend, Coming-Out-Beratung, Interkultureller Verständigung oder Mobbing im Schulbereich dar. Zu diesem Zweck sollen auch Informationsmaterialien zu gleichgeschlechtlichen Lebensweisen und zu spezifischen Fachthemen erstellt werden.