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Mainzer Rosenmontagszug fällt (mal wieder) aus

Der Rosenmontagszug 2022 fällt aus. Diese Entscheidung hat der Vorstand des Mainzer Carneval Vereins e.V. (MCV) am Mittwochabend getroffen. Wie Präsident Prof. Dr. Dr. Reinhard Urban erklärt, lasse die 29. Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes Rheinland-Pfalz zwar noch größere Veranstaltungen im Freien zu, doch müssten alle Zuschauer geimpft oder genesen sein. „Das mag zwar für Veranstaltungen bis zu 10.000 Besuchern gelten und überprüfbar sein, aber nicht bei rund 500.000 Besuchern, die erfahrungsgemäß am Rosenmontag an den Mainzer Straßen stehen“, sagt Urban.

Er rechnet damit, dass die im Januar erwartete nächste Corona-Bekämpfungsverordnung auch keine günstigeren Randbedingungen schaffen wird. „Wir haben als Ausrichter der Rosenmontagszüge in Mainz nicht nur den Frohsinn, sondern auch die Gesundheit unserer Gäste im Sinn“, betont Urban. Aus diesem Grunde sei auch bereits der traditionelle Neujahrsumzug der Mainzer Garden abgesagt worden. Mehrere Garden und Fastnachtsvereine haben bereits jetzt mitgeteilt, dass sie die Kampagne 2022 in keiner Präsenzform feiern werden. „Wenn wir aus für jeden nachvollziehbaren Gründen auf den Rosenmontagszug verzichten, so bedeutet das selbstverständlich nicht, dass die Fastnacht an sich ausfällt“, unterstreicht Urban und verweist auf das närrische Treiben, das wieder auf der „Lu“ stattfinden soll. Derzeit diskutiert der MCV-Vorstand noch alternative Sitzungsformate. Wie die Fastnachtsposse im Staatstheater zu erleben sein wird, hängt von den aktuellen Vorgaben der Landesverordnung zu Beginn des nächsten Jahres ab.

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