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Mainz macht sich bereit für Flüchtlinge aus Ukraine / kostenloser ÖPNV

Die Oberbürgermeister der fünf großen rheinland-pfälzischen Städte Mainz, Ludwigshafen, Koblenz, Trier und Kaiserslautern wollen- auch kurzfristig – geflüchtete Menschen aus der Ukraine aufnehmen und die notwendigen Infrastrukturen bereitstellen. Mit dem Land werden bereits Gespräche geführt und die die Stadtverwaltungen haben ihre Stäbe aktiviert. Seit gestern wurden ukrainische Staatsbürger in den Aufnahmeeinrichtungen für Asylbegehrende (AfAs) aufgenommen. Viele von ihnen wurden schon in private Unterkünfte weiter vermittelt.
In Mainz können flüchtige Ukrainer ab sofort auch die Busse und Bahnen des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) kostenlos nutzen. Die Mainzer Mobilität beteiligt sich an der bundesweiten Aktion des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV). Diese Regelung gilt auch im Verkehrsverbund Mainz-Wiesbaden, also auch auf den Linien der ESWE Verkehr sowie im Rhein-Main-Verkehrsverbund und im Rhein-Nahe Nahverkehrsverbund.

Am Donnerstag, 3. März, um 12 Uhr, werden die Glocken des Mainzer Doms sieben Minuten lang für den Frieden läuten. Dazu hatte die Europäische Vereinigung der Dombau-, Münsterbau- und Bauhüttenmeister aufgerufen. Der Mainzer Domdekan Henning Priesel und der Dezernent für das Bauwesen des Bistums Mainz, Johannes Krämer, folgen diesem Aufruf. „Wir, die Gemeinschaft der Bauverantwortlichen der großen Kathedral- und Domkirchen Europas von Norwegen bis Malta und von Spanien bis in die Ukraine, möchten zum Krieg in der Ukraine nicht schweigen. Europa brennt“, schreibt die Vereinigung in ihrem Aufruf. Deshalb sollen die Glocken sieben Minuten läuten, „jede Minute für einen Tag dieses unsinnigen Krieges.“ Mit diesem Läuten „erklären wir uns solidarisch mit den Menschen, die diesen Krieg aushalten und um ihr Leben bangen müssen, die den Widerstand gegen eine Übermacht organisieren müssen, die vor dem Krieg fliehen müssen, die den Mut haben, gegen die Kriegstreiber in ihrem Land zu protestieren und die in den Ländern leben, die unmittelbar von diesem Krieg betroffen sind.“ Mit diesem Läuten will die Vereinigung ein Zeichen für den Frieden setzen. „Jeder aus unserer Gemeinschaft setzt sich in seinem Umfeld dafür ein, dass auch die Menschen aller anderen Kirchen hiervon erfahren und das Brandläuten an vielen Orten Europas zu hören sein wird.“

Die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz (LpB) bietet kurzfristig eine Veranstaltungsreihe an, die sich mit den historischen Fakten und den Fragen zur jeweils aktuellen Situation befasst.

Zum Auftakt gibt Prof. Dr. Jan Kusber von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz im Online-Vortrag „Putins Krieg gegen die Ukraine“ am Dienstag, 8. März um 18 Uhr eine historische Einordnung und diskutiert anschließend mit den Teilnehmenden. Eine Anmeldung ist notwendig. Weitere Informationen dazu finden Sie auf der LpB-Homepage www.politische-bildung.rlp.de . Die Teilnahme ist kostenlos!

Am Mittwoch, 9. März um 20 Uhr geht es mit dem Staatstheater Mainz in der Kooperationsveranstaltung „Der Krieg soll verflucht sein. Diskursabend zum Krieg in der Ukraine“ weiter: In der Kakadu-Bar des Staatstheaters informiert Prof. Dr. Nicole Deitelhoff von der Hessischen Stiftung Friedens-und Konfliktforschung im Gespräch mit vom Krieg betroffenen Menschen über politische Möglichkeiten und die Situation in den Kriegsgebieten.

Am Díenstag, 22. März um 19 Uhr klärt der Historiker Dr. Klaus Jürgen Becker online über „Fakten statt Fakes – Eine historische Hinführung zum Verständnis des Ukraine-Krieges 2022“ auf und analysiert auch die tagesaktuelle Situation in der Ukraine.

Mit der dann aktuellen Lage befasst sich ebenso am Dienstag, 5. April um 19 Uhr Dr. Margarete Klein von der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin in der Online-Veranstaltung „Zur aktuellen Situation in der Ukraine“.

Außerdem plant die Landeszentrale zusammen mit der Friedensakademie Rheinland-Pfalz noch eine Online-Podiumsdiskussion „Krieg in der Ukraine. Was tun für Frieden?“.

Ein Kommentar “Mainz macht sich bereit für Flüchtlinge aus Ukraine / kostenloser ÖPNV

  1. GLockengeläut , Missstimmung und Entsetzen helfen wenig. Es herscht Krieg in Europa. Ein demokratisches Land wurde von einem Despoten angegriffen. Wann sind wir dran?? Keine Hemmschwelle mehr…das macht mir Angst. Kämpfen wir solidarisch mit der Ukraine mit…zumindest liefern wir Waffen und Munition und stellen unser Land für Flüchtlinge zu Verfügung. Das müssen wir tun.

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