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Kultursommer RLP startet ab Mai bis Oktober – Industriekultur – Eröffnung am 28. April in Neuwied

Um die letzten 200 Jahre unserer Geschichte, vom Beginn der Industrialisierung bis heute, wird es gehen beim 27. Kultursommer Rheinland-Pfalz.
Kulturminister Wolf hat heute in Mainz einen Einblick in das Programm zum Motto „Industrie-Kultur“ gegeben.
Es sind über 200 ganz unterschiedliche Kulturprojekte, die von Mai bis Oktober im Rahmen des Kultursommers stattfinden. Viele nutzen ehemalige oder noch aktive Industriebauten oder beschäftigen sich mit unterschiedlichen Aspekten und Auswirkungen der Industrialisierung.
In Mainz stehen vor allem das Summer in the City Festival im Vordergrund, aber auch das Open Ohr, das inklusive Festival „Grenzenlos Kultur“ und „No Strings Attached – Figurentheater und mehr!“ sowie 10 Jahre „Internationales Performance Festival“.


„Damit spinnen wir den Faden der Fragen nach unserer Herkunft, dem Entstehen und der Wandlung unserer Identitäten weiter, den wir aus Anlass des Fünfhundert-Jahre-Jubiläums der Reformation im vergangenen Jahr aufgenommen haben.“, so Wolf, „2019 werden wir diese Fragestellung zu Ende bringen, wenn das Kultursommer-Motto ‚Heimat(en)‘ lauten wird.“
Offiziell eröffnet wird der Kultursommer 2018 bereits am letzten Aprilwochenende in Neuwied. Von Friedrich Wilhelm Raiffeisen, ehemals Bürgermeister von Neuwied-Heddesdorf, stammt der Satz „Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele“. Unter diesem Motto steht das dreitägige Kulturfest, das Einheimische und Gäste zum Genießen und zum Mitmachen einlädt. Und wenn Anfang Mai in Trier die großen Ausstellungen zu Karl Marx starten, beginnen auch die zahlreichen Veranstaltungen des Rahmenprogramms, von denen mehrere durch den Kultursommer ermöglicht wurden, darunter eine „Karl Marx-Revue“ und die Ausstellung „Geld.Rausch“ in der TUFA Trier und die „Illuminale“ in den Kaiserthermen.

Die Demokratisierung unserer Gesellschaft ging ebenfalls mit der Industrialisierung einher. So sind auch „HAMBACH! — SpielZug“ (in Anlehnung an das Hambacher Fest 1832) und das neue Stück des Chawwerusch Theaters „Kleine Frau – was nun?“ Projekte zum Kultursommer-Motto.

Industriebauten wie die Sayner Hütte, das kulturWERKwissen oder der Stöffelpark im Norden; die Kammgarn in Kaiserslautern, die Alte Post in Pirmasens und das Blochzentrum Ludwigshafen im Süden und Westen; die TUFA Trier und die ehemalige Glockengießerei Saarburg im Westen; und mittendrin die Kunsthalle Mainz und die Idar-Obersteiner Fabrik Jakob Bengel sind einige der Spielorte von Kultursommer-Projekten. Diese und weitere Beispiele aus dem Programm 2018 stellt die Broschüre „Industrie-Kultur“ vor, die – frischgedruckt – in Kürze an vielen Stellen im ganzen Land ausliegen wird oder beim Kultursommer bestellt werden kann.

Eine weitere Publikation ist wieder in Kooperation mit der Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH und der Generaldirektion Kulturelles Erbe entstanden und wurde in der letzten Woche auf der Internationalen Tourismusbörse in Berlin vorgestellt: Das Magazin „Gastlandschaften“ informiert über Wissenswertes zur „Industrie-Kultur“ und besuchenswerte Orte, Ausstellungen und Veranstaltungen, viele von Ihnen natürlich auch Teil des Kultursommers, wie die bekannten großen Festivals von den Nibelungen Festspielen bis zum Mosel Musikfestival, vom Eifel Literatur-festival bis zu Enjoy Jazz.

Auch die Volkshochschulen des Landes begleiten das Kultursommer-Motto mit Vorträgen, Workshops, Exkursionen und Seminaren; sie haben dazu ebenfalls eine eigene Broschüre veröffentlicht.

Mehrere Kultursommer-Projekte in Stadt und Land feiern in diesem Jahr große und kleine Jubiläen, darunter jeweils 20 Jahre inklusives Festival „Grenzenlos Kultur“ und „No Strings Attached – Figurentheater und mehr!“ sowie 10 Jahre „Internationales Performance Festival“ in Mainz, 25 Jahre „Kunstparcours Schön-ecken/Eifel“, die 20ste Ausgabe von „Enjoy Jazz“ und zum 10. Mal – im 2jährigen Rhythmus – das „Spiegelzeltfestival“ in Altenkirchen/WW. Ein neues Festival ist auch dabei: Simmern5 präsentiert fünf Kulturschaffende, die als junge Menschen den Hunsrück verließen und nun als erfolgreiche Künstle-rinnen und Künstler wieder in die Heimat zurückkehren: Dorothee Oberlinger, Andreas und Christoph Spering, Dan Zerfaß und Edgar Reitz.

Mehr zum aktuellen Kultursommer-Programm unter www.kultursommer.de.

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