Die FDP Mainz fordert die Stadtverwaltung auf, seit Jahrzehnten geduldeten Parkraum in Wohngebieten dauerhaft zu legalisieren. Es könne nicht sein, dass Anwohner, die auf diese Stellflächen angewiesen sind, plötzlich mit Bußgeldern oder Abschleppmaßnahmen rechnen müssen, nur weil die Stadt ihre bisherige Praxis ändert.
In vielen Mainzer Stadtteilen gibt es Flächen, die über Jahre hinweg von Anwohnern als Parkplätze genutzt wurden, ohne dass es zu Problemen kam. Nun geht die Stadt jedoch verstärkt gegen diese Parkmöglichkeiten vor, wie beispielsweise aktuell in der Wallstraße. Dieses Vorgehen erfolge überraschend, ohne erkennbare Notwendigkeit und Rücksicht auf die Betroffenen. Die FDP Mainz lehnt eine solche Politik der Verknappung ohne Alternative ab.
„Die Stadt Mainz zerstört Parkraum, ohne echte Alternativen zu schaffen. Das ist nicht nur realitätsfern, sondern auch unsozial gegenüber den Bürgern, die auf ihr Auto angewiesen sind“, sagt Thomas A. Klann, bau- und wohnungspolitischer Sprecher der FDP Mainz und Mitglied im Mobilitätsausschuss.
Dr. Marc Engelmann, ebenfalls Mitglied im Mobilitätsausschuss, ergänzt: „Wenn über Jahrzehnte genutzte Stellflächen plötzlich gesperrt werden, entsteht der Eindruck, dass es der Stadt primär ums Geldverdienen geht, anstatt um eine sinnvolle Verkehrsplanung.“
FDP fordert ganzheitliches Parkraumkonzept für Mainz
– ein pragmatisches und zukunftsorientiertes Parkraumkonzept, das sowohl Anwohner-Interessen als auch die Realität der Mobilität in Mainz berücksichtigt. Dazu gehört: Die Legalisierung bisher geduldeter Parkflächen, sofern sie keine sicherheitsrelevanten oder verkehrsbehindernden Probleme verursachen.
– Die Schaffung von Quartiersgaragen oder intelligenten Parklösungen in den betroffenen Stadtteilen, um langfristige Alternativen bereitzustellen.
– Ein Stopp der ideologisch motivierten Parkplatzvernichtung ohne sinnvolle Ersatzlösungen.
„Wir brauchen eine Mobilitätspolitik mit Augenmaß, die pragmatische Lösungen für die Menschen findet. Eine autofreie Stadt lässt sich nicht mit Verboten und Schikanen erzwingen, sondern nur mit guten Alternativen. Dazu gehören ausreichend Parkplätze für Anwohner und Pendler“, betont Klann.
Um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen, hat die FDP Mainz eine Petition auf OpenPetition gestartet. Bürger können die Initiative unter folgendem Link unterstützen: openpetition.de/!bhgyc
Die FDP Mainz will sich weiter für eine bürgerfreundliche Verkehrspolitik einsetzen und entsprechende Anträge im Stadtrat einbringen.