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Am 3. Mai eröffnet das neue Mainzer fahrRad.Parkhaus am Bahnhof

Es ist soweit: Ab Mai stehen rund 1.000 Stellplätze zum geschützten und komfortablen Radparken am Hauptbahnhof West zur Verfügung. Damit wurde das Angebot an Fahrradparkplätzen auf dieser Fläche nicht nur bezüglich der Sicherheitsaspekte aufgewertet, auch die Zahl der Parkmöglichkeiten wurde verdoppelt und viele Radpendler finden hier nun künftig einen komfortablen Stellplatz.

Im Sin einer modernen, verknüpften Multimodalität können Pendler vom Rad oder E-Bike auf den Schienenverkehr umsteigen, ohne lang nach einem Abstellplatz zu suchen oder sich Sorgen um den Diebstahlschutz ihres Rades zu machen.  Ergänzt wird das Fahrradparkhaus durch die bereits in den vergangenen Monaten auf der Süd- und Nordseite des Bahnhofs errichteten „Bike & Ride“-Anlagen.“ Die rund 2,15 Mio. Euro für den Bau des fahrRad.Parkhauses konnten aus den Mitteln der Stellplatz-Ablöse beglichen werden.

„Für mich geht heute ein großer Wunsch in Erfüllung“, so die Verkehrsdezernentin. „Das fahrRad.Parkhaus ist ein  Mammutprojekt und wichtiges Signal in Sachen Radfreundlichkeit. Dass wir nun auch zu den Standorten mit einem von Deutschlands größten Fahrradparkhäusern zählen, macht mich stolz und ist zugleich Ansporn für weitere Großprojekte im Radverkehr.“

Auch der Ideengeber für die Gestaltung des fahrRad.Parkhauses, Architekt Andreas Schoyerer, konnte mit dem Bau einen Traum realisieren. Dabei besteht „die Besonderheit der von SCHOYERER ARCHITEKTEN_SYRA im Jahr 2004 vorgestellten Projektidee darin, mehrere Aspekte gleichzeitig zu klären“, erläutert er. Gemeinsam mit der Stadt konnten hier „drei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden“: Der unwirtliche Restraum unter der Hochstraße wird einer sinnvollen Nutzung zugeführt und sorgt gleichzeitig für Kostenreduzierung im Bau, indem die Hochbrücke als Dachfläche fungiert. Last but not least wurde mit diesem „Lückenfüller“ ein Jahrzehnte alter Brachraum gefüllt.

„Passanten am Hauptbahnhofzugang müssen nicht mehr den Anblick eines fast 200m tiefen Unorts ertragen, sondern werden von nun an, entlang dem attraktiven Schaufenster der Servicestation geführt, hinter welcher sich das Fahrradparkhaus befindet“, fasst der Architekt seine Inspiration zusammen.

Dass das fahrRad.Parkhaus ein herausragendes Projekt ist, bestätigt auch Nils Teske, Geschäftsführer der PMG Parken in Mainz GmbH, der Betreiberin des fahrRad.Parkhauses: „Platz für alle heißt unser Motto. Wir zeigen einmal mehr, dass wir uns als verlässlicher Partner für zeitgemäße Mobilitätskonzepte verstehen: Ob E-Ladestationen, Park & Ride- oder Park & Rail-Angebote, ob Parken aufs Haus in Zusammenarbeit mit den Mainzer Einzelhändlern oder eben ein hochattraktives und innovatives Fahrradparkhaus. Die PMG ist mit ihren vernetzten Parkraumkonzepten auf der Höhe der Zeit.“

Beim Namen fiel die Wahl der Jury – bestehend aus Verkehrsdezernat, Stadtplanungsamt, Öffentlichkeitsarbeit, VCD und ADFC – auf den eher etwas drögen Vorschlag „fahrRad.Parkhaus“. Damit soll den Kriterien der Eindeutigkeit und Unverwechselbarkeit Rechnung getragen sein. „So wissen auch Messfremde, wo sie ab sofort ihr Rad bequem und sicher parken können“ so Eder.

Hintergrund

– 896 Doppelstockparker

– 83 einfache Radeinstellungen

– 10 Radboxen und

– 43 Stellplätze für Sonderräder

Die Kosten in Höhe von fast 2,15 Mio. € konnten aus den Mitteln der Stellplatzablöse finanziert werden.

Außengestaltung

Die Fassade wurde mit einer Streckmetallfassade hell und transparent verkleidet. Diese Konstruktion ermöglicht die Schaffung eines abgeschlossenen, gesicherten Raumes, der dennoch von außen wie von innen gut einsehbar und vor allem hell ist. Durch die Lochstruktur des Stahlgewebes wird das Objekt allseits gut beleuchtet. Die offene Gestaltung ist ein Sicherheitsgewinn für diesen Raum.

Das Fahrradparkhaus wird über gesicherte Zugänge erreichbar sein, sodass der Einlass kontrolliert erfolgen kann. Zum Abstellen der Räder ist das Objekt in zwei Bereiche unterteilt: Im vorderen Bereich befinden sich mit 30 % des gesamten Angebots bezahlte Abstellplätze (insgesamt 268), die übrigen 70 % entfallen auf kostenfreie Plätze (insgesamt 764).

Der Bezahlbereich ist zusätzlich über ein Drehkreuz gesichert. Dieses ist so konstruiert, dass man sowohl mit als auch ohne Fahrrad hindurchgehen kann. Dieser gesicherte Zugang wird in Serie produziert und hat sich in anderen Fahrradparkhäusern schon bewährt.

Auch haben Nutzer:innen des Bezahlbereichs künftig die Möglichkeit, einen festen Stellplatz zu mieten, sodass die Suche nach freien Radparkmöglichkeiten entfällt. Die Trennung zwischen den beiden Bereichen ist flexibel, damit diese je nach Nachfrage auf bis zu 50 % (maximal 452 Stellplätze) erweitert werden kann.

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