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Allianzhaus: Flüchtlinge ziehen Mitte April ein

Die neue Gemeinschaftsunterkunft im ehemaligen Allianzhaus ist bezugsfertig. Ab Dienstag, 18. April, ziehen die ersten Flüchtlinge in die ersten vier Etagen des Gebäudes. Höchstens 292 Menschen können Platz finden. Mit 180 wird geplant. Damit es einen Puffer gibt, falls erneut Flüchtlinge in Mainz ankommen.

Das Allianzhaus ist ein ehemaliges Bürogebäude und darf befristet auf fünf Jahre als Anlage für soziale Zwecke genutzt werden. Es bietet in den Geschossen eins bis vier neben Wohneinheiten, gemeinschaftliche Küchen und Sanitärräume sowie ausreichend Flächen für soziale Angebote. Die Betreuung dieser Gemeinschaftsunterkunft gewährleistet der Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes Mainz-Bingen mit insgesamt fünf Mitarbeitern vor Ort. Außerhalb der Bürozeiten sichert ein professioneller Wachdienst das Gebäude u.a. mit Zugangskontrollen.

Der Großteil der neuen Bewohner kommt aus der Unterkunft Elly-Beinhorn-Straße, die mit sofortiger Wirkung geschlossen wird. Dies stieß bei vielen Ehrenamtlichen und Flüchtlingen auf Unmut. Sie erfuhren von der Schließung erst diese Woche.  „Das ist eine unglaubliche Kaltschnäuzigkeit und Herzlosigkeit der Verantwortlichen“, findet die Maltester-Ehrenamtlerin Christina Schreiber. Seit zwei Jahren kümmert sie sich um die Flüchtlinge in der Oberstadt. Sozialdezernent Merkator räumte ein: „Der Umzug kam Knall auf Fall. Ein knackiger Zeitplan für uns alle.“ Das Oberstadt-Gymnasium brauche die Räumlichkeiten dringend wegen der erhöhten Schülerzahl, Dafür die Unterkunft zu nutzen, sei günstiger, als nochmal Container aufzustellen.

Ein Augenmerk bei den Planungen der neuen Unterkunft im Allianzhaus lag auf der frühzeitigen Einbindung der Anwohner. Es fanden zudem Besuche bei den benachbarten Einzelhändlern statt; ein Ergebnis ist, dass z.B. eine zusätzliche Straßenlaterne vor der Kirche St. Peter installiert wurde, um die Beleuchtung der näheren Umgebung zu verbessern. Das nicht weit entfernte Jugendzentrum ‚Haus der Jugend‘ hat pädagogische Unterstützung bei Angeboten für Kinder und Jugendliche ebenso zugesagt wie das Naturhistorische Museum. Auch mit dem Inhaber des angrenzenden Gastronomiebetriebbes gab es einen Austausch über das künftige Zusammenleben.

 

 

 

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