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Stromausfall in Mainz: Versorgung wird nach und nach wieder hergestellt

Kurz vor 12 Uhr gab es heute einen großflächigen Stromausfall in der Mainzer Innenstadt, Teilen von Hartenberg-Münchfeld, der Oberstadt, Bretzenheim und Mombachs. Die genaue Ursache ist derzeit noch unbekannt, mutmaßlich wurde die Versorgungsunterbrechung ausgelöst durch einen Kabelfehler. Nach etwa einer halben Stunde konnten nach und nach einzelne Bereiche im Stadtgebiet wieder zuschaltet werden. Aktuell sind noch Teile der Altstadt ohne Strom. Die Mainzer Netze GmbH arbeitet mit Hochdruck an der Wiederherstellung der Versorgung dieser Bereiche.

In Folge des Stromausfalls kam es zu mehreren parallelen Einsätzen der Feuerwehr. Seit etwa 13:15 Uhr ist ein Teil des betroffenen Bereichs wieder mit Strom versorgt.

Besonders im Bereich Altstadt kommt es derzeit noch zu Problemen in der Stromversorgung.

Durch angesprungene Notstromaggregate kam es teils zu einer starken Rauchentwicklung an Tiefgaragen, Auslösung von Brandmeldeanlagen und steckengebliebenen Aufzügen. Zeitweise mussten zehn Einsätze zeitgleich von der Feuerwehr bearbeitet werden.

Seitens der Feuerwehr Mainz wurden Verbindungspersonen zur Polizei, Rettungsleitstelle und der Uni-Klinik geschickt, um hier den direkten Kontakt zu halten.

Neben mehreren Freiwilligen Feuerwehren wurden auch dienstfreie Kräfte der Berufsfeuerwehr alarmiert. Diese verstärkten die Feuerwehrleitstelle, die mit zahlreichen Notrufen aufgrund des Stromausfalls erheblich belastet war. Außerdem wurde ein Führungsstab der Feuerwehr eingerichtet.

Über Grund und Dauer des Stromausfalls kann die Feuerwehr keine Angaben machen und steht diesbezüglich mit den Mainzer Netzen in Kontakt.

Die Feuerwehr bittet, den Notruf 112 nur in Notfällen zu wählen und nicht für Nachfragen zum Stromausfall. Aufgrund des Stromausfalls wird empfohlen, den Notruf vorrangig über Mobiltelefone zu wählen.

Stromausfall aus polizeilicher Sicht ohne Folgen – Lob an Bürge

Der Stromausfall blieb aus polizeilicher Sicht ohne Folgen. Die Polizeidienststellen waren während dieser Phase nicht über ihre Amtsleitungen erreichbar. Der Notruf der Polizei war dahingegen stark ausgelastet. Bürger meldeten insbesondere den Ausfall von Ampelanlagen oder hinterfragten den Stromausfall. In einer ersten Pressemeldung bat die Polizei darum, den Notruf für dringende Notfälle freizuhalten. Dem folgten die Bürger weitestgehend. Bei mehreren, besonders alarmgesicherten Gebäuden löste der Stromausfall richtigerweise die Alarmanlagen aus. Alle betroffenen Gebäude wurden von Einsatzkräften überprüft.

Durch den Ausfall zahlreicher Ampelanlagen in allen betroffenen Stadtteilen war auch der Straßenverkehr erheblich betroffen. Hier muss die Polizei allen Verkehrsteilnehmern ein großes Lob aussprechen. Diese zeigten ein verantwortungsbewusstes und rücksichtsvolles Verhalten. Der Straßenverkehr konnte weiterhin fließen, es kam zu keinen Verkehrsunfällen. An einigen Stellen regelten Bürger den Verkehr, bis Polizisten übernehmen konnten. Die Polizei regelte insbesondere die sehr große Kreuzung Aliceplatz“ um den Verkehr am Laufen zu halten. Sollte diese Kreuzung ungeregelt zulaufen, würde dies zum Erliegen des Verkehrs in der Innenstadt führen.

Die Polizei Mainz hatte bereits Vorkehrungen für einen länger andauerenden Stromausfall getroffen und den Aufbau eines Krisenstabs vorbereitet. Sie steht dazu mit der Feuerwehr Mainz, den Stadtwerken Mainz und anderen Behörden im ständigen Austausch.

Zweitweise kommt es möglicherweise noch zu Störungen im Festnetz der Polizei. Der Notruf der Polizei 110 ist ständig erreichbar, sollte jedoch ausschließlich für dringende Notfälle genutzt werden.

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