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Stadt sucht neben Erziehern nun auch Kita-„Helfer“

Dass die Kita-Personallage in Rheinland-Pfalz – vor allem Mainz – extrem dünn ist, ist bekannt. Unter Corona-Bedingungen kommt es sogar zu noch mehr Engpässen. Daher geht die Stadt neue Wege und sucht ab sofort nicht nur Erzieher, sondern Kita-Helfer für ihre Kitas. Diese sollen die pädagogischen Fachkräfte in den städtischen Kitas unterstützen.
Dafür werden sogar fast schon die Gesetze geändert. Denn möglich macht dies die Landesverordnung zur Ausführung des Kindertagesstättengesetzes Rheinland-Pfalz. Die Stadtverwaltung hat hier unter Beteiligung der Kita-Leitungen eine entsprechende Konzeption für ein auf zwei Jahre angelegtes Modellprojekt erstellt. Bis zu 20 städtische Kitas können sich daran beteiligen. Bereits jetzt haben sich zehn Kitas gemeldet. In Kürze starten die entsprechenden Stellenausschreibungen.

Im Einsatz von fachfremden Kräften sieht Sozialdezernent Dr. Eckart Lensch Chancen für alle Beteiligten: „Die Kitahelferinnen und -helfer können kurzfristig bei personellen Engpässen einspringen, können im Alltag in betreuungsintensiven Zeiten, z.B. beim Mittagessen die pädagogischen Fachkräfte entlasten und haben selbst Einblick in ein neues Arbeitsfeld und die Möglichkeit, sich beruflich neu zu orientieren und sich im besten Fall sogar zum Erzieher / zur Erzieherin ausbilden zu lassen.“

Als Kitahelferinnen und –helfer können sich Abiturientinnen und Abiturienten und Studierende bewerben, ebenso wie Eltern und Personen mit abgeschlossener (fachfremder) Berufsausbildung. Vom selbstverständlichen Interesse für diese Tätigkeit abgesehen, sind gute Deutschkenntnisse, gesundheitliche Eignung und kein Eintrag im erweiterten Führungszeugnis Voraussetzung für eine Beschäftigung als Kitahelferin oder -helfer. Eingesetzt werden können sie flexibel zwischen fünf Wochenstunden bis zu einer Vollzeitstelle. Der Einsatz der Kitahelferinnen und –helfer ist befristet für maximal sechs Monate möglich, er kann unter bestimmten Voraussetzungen bis zu drei Mal verlängert werden kann.

Das Modellprojekt wird laufend auf seine Praktikabilität hin überprüft und angepasst sowie erstmals nach sechs Monaten evaluiert.

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