Verkehrschaos heute in Mainz. Durch die Sperrung der Schiersteiner Brücke bis Montagmorgen schoss es heute von allen Seiten in die Mainzer Innenstadt und über die Theodor-Heuss Brücke wieder hinaus nach Kastel. Schon ab dem vormittag staute sich der Verkehr bis auf die Rheinallee Höhe Zollhafen und Rheinstraße bis zum KUZ, aber auch auf der Theodor-Heuss Brücke nach Kastel in alle Richtungen.
Erschwerend kam hinzu, dass die Theodor-Heuss Brücke aufgrund von Baustellen nur einspurig in beide Richtungen befahr war sowie es diverse Baustellen auf der Rheinachse gab, etwa Höhe Kaisertor, dann direkt am Brückenkopf, als auch die eingerichtete Einspurigkeit in der Rheinstraße, so dass es an allen Ecken und Enden zu Nadelöhren kam.
Wie der Zufall es wollte, fand zudem noch das Fußballturnier Dortmund gegen den TSV Schott im Stadion statt, als auch das neue Summer in the City-Format am Rheinufer / Malakoff mit Joy Denalane (Samstag) und Schiller (Sonntag). In der Reduit auf Kasteler Seite läuft dagegen das ganze Wochenende das „Rockfield Open Air“.
Die Situation eskalierte am nachmittag. Ein Polizei-Hubschrauber überflog das Gebiet und die Polizei beschloss die Theodor-Heuss Brücke auch noch dicht zu machen, damit der Verkehr besser nach Kastel abfließen kann. Ein Caterer des Rockfield Open Air (Hafeneck) benötigte so beispielsweise zwei Stunden allein vom Kaisertor über die Theodor-Heuss zur Reduit. Andere Autofahrer verloren stellenweise ganz die Nerven.
Die Stadt Mainz hätte eigentlich dieses Wochenende alles tun müssen und sollen, um die Situation im Stadtgebiet zu deeskalieren. Stattdessen passierte das Gegenteil und man sperrte noch am Freitag Teile der Rheinstraße für den Autoverkehr (wir berichteten). Im Bereich Holzstraße wurde heute später dann doch noch eine Busspur für den Kfz-Verkehr geöffnet.
Aber auch weitere Baustellen bzw. nutzlos umher stehende Beschilderung hätten am Kaisertor und der Heuss-Brücke temporär abgebaut werden können. Bauarbeiten fanden heute und finden morgen keine statt. Stattdessen wurde die Rheinstraße Höhe Holztor ohne Not vom 9. bis 23. August halbiert, sprich einspurig, geschweige denn ist dies rechtzeitig kommuniziert oder offenbar besprochen worden.
Natürlich sorgte die Situation auch für massive Verspätungen im ÖPNV. Verkehrsteilnehmer wurden gebeten Mainz möglichst weiträumig zu umfahren.
Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass dieses Verkehrschaos gewollt ist, um den Bewohnern dieses Landes das Autofahren gänzlich zu vermiesen. Wo bleibt hier die Rücksicht auf unsere Umwelt? Abgase ohne Ende durch diese systematisch erzeugten Staus! Auch ich war am Samstg Abend davon betroffen – von Wiesbaden über die A671 kommend, musste ich am Brückenkreisel Richtung Hessen ausweichen. Warum gab es keinen Hinwies auf der BAB 671 vor der Ausfahrt Kastel zur Sperrung der Th.-Heuss-Brücke? Es wäre für mich und auch andere Verkehrsteilenhmer so einfach gewesen, zur BAB60 weiterzufahren, um dann die Weisenauer Brücke zu nutzen? So stand ich fast 1 Std. im Stau Ri. Th.-Heuss-Brücke. Die kateler Bewohner entölang der Sgtrecke waren die Leidtragenden in Sachen Abgase. Genauso wie in der Bundesregierung wird auch hier eine solch unsinnige Politik betrieben zu Lasten der Steuerzahler, dass es bereits an Wahnsinn grenzt.