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Sommerlichter Feuerwerk – Best Of

von Michael Erfurth aus der Allgemeinen Zeitung

180.000 bis 200.000 Besucher, so die Schätzungen des Veranstalters Mainzplus Citymarketing, strömten an den drei Tagen der Mainzer Sommerlichter ans Rheinufer zwischen dem Kaisertor und der Malakoff-Terrasse. Das spektakuläre Feuerwerk am Samstagabend war wieder im wahrsten Sinne des Wortes das Glanzlicht des Wochenendes. Dass die 80.000 Zuschauer dabei bis kurz nach 23 Uhr warten mussten, bis die ersten Raketen den Himmel erleuchteten, obwohl der Beginn für 22.45 Uhr angekündigt war, tat der gelösten Stimmung keinen Abbruch.

Ein Fahrgastschiff, das zu nah an einem der Schiffe, von denen aus die Feuerwerkskörper abgeschossen wurden, geankert hatte, war Grund für den verspäteten Beginn. Wie die Polizei berichtete, wurden die Gäste des Schiffes, die das Feuerwerk sehen wollten, daher von der Wasserschutzpolizei aufgefordert, das offene Oberdeck zu verlassen und sich aus Sicherheitsgründen in die geschützten Decks darunter zu begeben. Dann konnte das Feuerwerk beginnen.

Mainzplus zog – wie auch die Polizei – ein positives Fazit für die dritte Auflage der Sommerlichter. Es habe sich bewährt, die Festmeile vom Fischtorplatz aus bis zur Malakoff-Terrasse auszuweiten, sagte Marketing-Leiter Philipp Meier. Dadurch hätten sich die Besucherströme etwas entzerrt. „Aus unserer Sicht war alles sehr entspannt.“ Zwar war es wie im Vorjahr am Samstagabend auf der Festmeile in der Nähe der Theodor-Heuss-Brücke wieder proppenvoll. Wer etwas weniger Gedränge haben wollte, konnte das Feuerwerk diesmal vom Ufer südlich des Fischtorplatzes beobachten. Die Lasershow an der Theodor-Heuss-Brücke war allerdings von dort nicht zu erkennen.

Da es am späten Nachmittag noch etwas geregnet hatte, sei es auch am Samstagabend nicht zu heiß für die Besucher gewesen, so Meier. Die Johanniter hätten keine hitzebedingten Einsätze gehabt.

Zu den 80.000 Menschen, die laut Polizei am Samstag das Feuerwerk von der Festmeile aus sahen, kamen noch mehrere tausend Zuschauer am Kasteler Rheinufer. Da sich Wiesbaden Marketing in diesem Jahr aus der Veranstaltung ausgeklinkt hatte, organisierte Ralf Kraft, der Wirt der Bastion Schönborn an der Reduit, eine eigene Party.

Weitgehend friedlicher Verlauf

Den ganzen Samstag über seien etwa 110.000 Besucher auf der Mainzer Festmeile unterwegs gewesen, so die Polizei. Bei der Abfahrt nach dem halbstündigen Lichterspektakel habe es einige Staus in der Innenstadt gegeben. „Das ist aber ganz normal, wenn so viele Menschen alle auf einmal wegfahren wollen“, sagte Werner Neuhofer, Polizeiführer vom Dienst. Die Sperrung der Straßen entlang der Rheinachse und auf der Theodor-Heuss-Brücke seien im Zeitraum zwischen 23.45 Uhr und 1.15 Uhr aufgehoben worden.

Nur fünf Anzeigen hat die Polizei am Samstag im Umfeld des Sommerfestivals aufgenommen. Das sei eine erfreulich geringe Zahl bei einem Fest mit so vielen Menschen, so Neuhofer. In einem Fall waren ein Autofahrer und ein Fußgänger aneinandergeraten.

Ausgelassen und weitgehend friedlich war auch die Stimmung am Freitagabend, als rund 30.000 Menschen zum Rheinufer und zur Bühne vorm Rathaus kamen. Zu nur drei Anzeigen kam es an diesem Abend. Auf der Theodor-Heuss-Brücke musste die Polizei eingreifen, da dort Personen, die die Mondfinsternis beobachten wollten, den Verkehr behinderten.

Am Sonntag klangen die Sommerlichter dann unter anderem mit einem Familienfest aus.

Fotos: Stephan Dinges

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