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So wohnt Mainz: Wohlfühlen an den Gonsbachterrassen

Larissa Gallandi öffnet die Tür und strahlt. „Homestories“ habe sie immer schon gerne gelesen, sagt sie, und freut sich, dass jetzt auch ihre Wohnung einmal dabei ist. Die offene Garderobe mit Leo-Mantel am Eingang kommt uns bekannt vor: Larissa hat sie auf ihrem Mode- und Lifestyleblog „styleGLOW“ vorgestellt, gesponsert vom Hersteller. Ein Schritt noch und wir befinden uns in ihrem großzügigem Wohn-, Ess- und Arbeitsbereich. Erste Sonnenstrahlen fallen durch die hohe Terrassentür. Draußen stehen Stühle für sommerliche Grillabende bereit, drinnen bieten Hocker am Esstisch und die gemütliche Sofaecke bequemen Platz für viel Besuch. Die passenden Getränke stehen auf dem gläsernen Barregal und im Weinkühlschrank bereit.

Raum für Freunde und Familie

Im ersten Jahr nach ihrem Einzug konnte Larissa ihre Wohnung kaum genießen. Ein Kollege aus der Werbe- und Kreativagentur, in der sie damals arbeitete, hielt ihre schicke Küche sogar für eine Attrappe. „‚Du kochst doch nie! ‘, hat er zu mir gesagt. Und ich habe damals wirklich nie gekocht, weil ich während meiner Zeit in der Agentur und der nebenberuflichen Selbstständigkeit sehr viel gearbeitet habe. Ich war praktisch nie hier.“ Irgendwann wollte Larissa so nicht mehr leben und entschied sich für die freiberufliche Arbeit. Heute lädt sie oft ihre Freunde ein, backt Flammkuchen für eine große Runde oder überrascht ihre Eltern zu Weihnachten mit einem Drei-Gänge-Menü. Mit ihren Nachbarn, die sie bis dahin überhaupt nicht kannte, fährt sie heute sogar gemeinsam in den Urlaub.

Raum für Design

Seit fünf Jahren bloggt die 27-Jährige über Outfits, Restaurants oder Einrichtung. Dank dieses Hobbys konnte sie sich auch manch lang gehegten Wunsch erfüllen: „Ich habe immer gesagt, wenn ich einmal auf eine Fashion Week dürfte, wäre das für mich der größte Traum. Und dann wurde ich plötzlich wirklich eingeladen, von einem deutschen Designer.“ Seitdem sie als Beraterin für den Mainzer Concept Store „Glanzstück“ arbeitet, reist sie nun auch beruflich zu Modemessen nach Mailand oder Kopenhagen. Dort lässt sie sich auch zu ihrer Einrichtung inspirieren, nimmt aus jeder Stadt eine Modezeitschrift und eine Kerze eines ortsansässigen Designers mit. Wenn sie einmal mehr Geld verdient und vielleicht eine eigene Immobilie hat, möchte sie auch in hochwertige Designermöbel investieren. Bis dahin setzt sie auf einen Mix aus IKEA und wertvollen Einzelstücken.

Raum für Blumen

„Die kleinen Details machen es aus, ob ich mich an einem Ort wohlfühle.“, sagt Larissa. Frische Blumen gehören für sie unbedingt dazu, aber auch schön arrangierte Gegenstände mit persönlicher Geschichte wie ihre Reiseführer oder die von ihrem Großvater geerbten Whiskeygläser. Sonst beschreibt sie ihren Einrichtungsstil als eher clean, auf wenige Farben und freie Flächen konzentriert. Nebenher arbeitet sie für ein japanisches Restaurant. Die „Zurückgenommenheit“ des japanischen Designs liegt ihr. Die schlichte Architektur der Neubausiedlung an den Gonsbachterrassen passt zu diesem Geschmack. Seit 2016 wohnt Larissa in ihrer rund 65 qm großen Wohnung und zahlt eine Warmmiete von 940 Euro. Zwar hatte der Erstbezug in einen Neubau auch seine Tücken: Zum Beispiel wird ihr Wohnhaus bis heute von Navis nicht eindeutig angezeigt. An ihrer Geburtstagsfeier riefen viele Gäste an, weil sie den Eingang nicht fanden. Trotzdem wohnt Larissa gerne hier, vor allem, weil die Parkplatzsituation sehr viel entspannter sei als zum Beispiel in der Neustadt. Nach der Arbeit stundenlang nach einem Platz für sein Auto suchen zu müssen, koste Zeit und Energie, die Larissa lieber in die schönen Dinge des Lebens investieren möchte.

Text Regina Roßbach Fotos Frauke Bönsch

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