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Queer-feministisches Festival „DE/LUXE: Who decides what is seen as normal?“ vom 18.-27. Oktober

Die Wissenschafts- und Techniksoziologin Dr. Hannah Fitsch hat seit September 2022 die internationale und interdisziplinäre Klara Marie Faßbinder-Gastprofessur inne. Ihren Lehr- und Forschungsaufenthalt an der Hochschule Mainz widmet sie dem Themenkomplex Sexualität im digitalen (Sozialisations-)Raum und der Frage, in welcher Weise die technischen Bedingungen sozialer Medien die Selbstentwürfe junger Menschen formen und vereindeutigen. In Auseinandersetzung mit dieser Thematik gestaltet Hannah Fitsch im Rahmen der Gastprofessur und in Kooperation mit Prof. Dr. Julia König von der JGU Mainz das vom 18.10.-27.10. andauernde queer-feministische Festival „DE/LUXE: Who decides what is seen as normal?“ im LUX Pavillon der Hochschule Mainz.

In Diskussionsrunden, Workshops, Filmabenden u.v.m. wird sich dem Themengebiet Sexualität im digitalen Raum weiter genähert. Mit der Antrittsvorlesung „Verführerische Sirene oder rettender Mast? Ein Blick auf Sexualität im digitalen (Sozialisations-)Raum aus kommunikationstechnologischer Sicht am 18.10.22 um 18 Uhr wird Hannah Fitsch das Festival eröffnen als auch ihren Aufenthalt an der Hochschule Mainz beginnen. Das Festival findet im Rahmen des für Studierende der Hochschule Mainz und der Universität Mainz angebotenen Seminars „Who decides what is seen as normal? Sexualität im digitalen (Sozialisation-)Raum“ statt.

Die Gastprofessur wird seit dem Wintersemester 2001/2002 vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur Rheinland-Pfalz (heute: Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit) gefördert und rotiert semesterweise unter den Hochschulen des Landes. Dabei verfolgt sie das Ziel Impulse für die Frauen- und Geschlechterforschung in Rheinland-Pfalz zu setzen, das Lehrangebot im Bereich der Frauen- und Geschlechterforschung zu verbessern und somit das Renommee dieses zukunftsweisenden Forschungs- und Lehrbereichs zu stärken.

Die Namensgeberin Klara Marie Faßbinder wurde 1890 in Trier geboren und gilt als eine der bedeutendsten Aktivistinnen der deutschen Frauen- und Friedensbewegung. Neben ihrer Tätigkeit als Professorin an der Pädagogischen Akademie Bonn arbeitete sie außerdem als Übersetzerin für Französisch. Zeit ihres Lebens war sie aber immer auch eine politische Frau: So setzte sie sich während des Kalten Kriegs für die Ost-West Verständigung ein, gehörte zu den Mitbegründerinnen der Westdeutschen Frauenfriedensbewegung und engagierte sich in der christlich-pazifistisch orientierten Gesamtdeutschen Volkspartei auch parteienpolitisch.

Im Wintersemester 2022/23 werden Dr. Hannah Fitsch und Prof. Dr. Julia König von der JGU Mainz dem reformpädagogischen Impetus Klara Marie Faßbinders Rechnung tragen, indem sie in unterschiedlichen Veranstaltungsformaten der Frage nach Sexualität und geschlechtlicher Vereindeutigung im digitalen (Sozialisations-)Raum nachgehen. 

Queer-feministisches Festival „DE/LUXE: Who decides what is seen as normal?“

Wann: 18.-27.Oktober 2022 

Detailliertes Programm unter: https://deluxemainz.wordpress.com/

 Öffentliche Antrittsvorlesung von Dr. Hannah Fitsch mit anschließender Diskussion:

„Verführerische Sirenen oder rettender Mast? Ein Blick auf Sexualität im digitalen (Sozialisations-) Raum aus kommunikationstechnologischer Sicht“ (Präsenzveranstaltung)

Wann: 18. Oktober 2022, 18 Uhr

Anmeldung zur Online-Teilnahme unter: Gastprofessur-Geschlechterforschung@hs-mainz.de

 Wo: LUX-Pavillon der Hochschule Mainz, Ludwigsstraße 2, 55116 Mainz

Hannah Fitsch ist feministische Wissenschafts- und Techniksoziologin mit Schwerpunkt auf Neurowissenschaften, Bildwissen/ Bildpraktiken, Ästhetik und feministischer Theorie. Neben ihren theoretischen Forschungsarbeiten wählt sie immer auch andere Ausdrucks- und Vermittlungsformate, etwa in Museen, im Theater, in Video-, Audio-und/ oder visuellen Arbeiten. 2022 erhielt sie den Emma Goldmann Snowball Award.

Julia König ist Juniorprofessorin an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) und ausgewiesene Expertin in Fragen der kindlichen Sexualität, der Generationendifferenz in der sexuellen Entwicklung und historischen Sexualforschung.

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