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„Neue“ Mainzer Party-Kollektive: alforno, fritte, ocean

Die elektronische Frittöse mit Ela
und Micha. Vollgas mit lustig am 15. Juli

Das Leben ist nach Mainz zurückgekehrt und damit auch wieder diverse Initiativen und Partys. Zuletzt haben wir einige vorgestellt, hier die drei nächsten:

Die elektronische Frittöse
Hier wird es heiß, witzig und fettig. „Wir sind Fritte – wir sind ein WIRGefühl“, so Micha. Ela und er haben sich seit 2009 der Elektro-Musik verschrieben und treten mit ihren eigenen Veranstaltungen in Mainz auf. Ela stellt sich ihr Publikum wie einen „großen Sack voller bunter Kartoffeln“ vor. Dabei gibt es dicke, dünne, runzelige und andere Sorten. Gemeinsam werden sie in der elektronischen Frittöse zu Pommes frittiert. Erst wenn der Schweiß von der Decke tropft, eine Luftfeuchtigkeit von fast 100 Prozent erreicht ist und das Thermometer weiter ansteigt, ist die Stimmung ein „Kulinarium für die Seele“. Aber wie kommt man auf die Frittöse?

Lange Zeit hat man die beiden im Kulturcafé auf dem Campus der Uni getroffen, wenn sie bei nächtlichen Veranstaltungen ihren Ibiza- / TechHouse-Mix aufgelegt haben. Seit August 2019 mussten sie den Standort aufgeben, waren kurzzeitig im Haus der Kulturen und feiern aktuell im Roof 175 bis in die Morgenstunden. Ela und Micha betonen die familiäre Atmosphäre. Sie pflegen gerne den direkten Kontakt zu ihren Gästen. Mit Verlosungen und Gewinnspielen möchte die „Frittöse“ noch mehr Publikum erreichen. Also starten sie nach zweijähriger Pause diesen Sommer durch und bringen die Menge zum Beben. Geplant sind über das Jahr verteilt mehrere Veranstaltungen, auf denen jeder willkommen ist. Nur um gute Laune und freundliche Feierlaune wird gebeten.
https://facebook.com/Frittoese

Al Forno: Noah, Esa und Alex und noch ein paar mehr sind hier dabei …

Al Forno Mainz
Hier handelt es sich nicht, wie der Name vermuten lässt, um ein neues italienisches Restaurant. Das Mainzer Freundeskollektiv, wie sich die Truppe selbst beschreibt, besteht aus elf jungen Künstlern, DJs, Grafikern und Musikliebhabern, die sich im Januar 2022 zusammengefunden haben, um gemeinsam etwas Neues und Kulturelles zu bieten. Aus anderen Konstellationen kennt man die einen oder anderen bereits. Gemäß ihrem Namen „Al Forno“ sollen die Gäste „gebacken“ werden, so erklärt es Noah, der sich als Initiator der Idee betitelt. Dabei steht Vielfalt an Genres und Live-Acts im Vordergrund, wie ein Mini-Festival eben. Auf den Events sind meistens um die zehn Live-Acts geplant, ob Kunstaustellungen, Bands oder DJs, jeder, der Interesse hat aufzutreten, ist bei „Al Forno“ willkommen. Die Initiative will abseits von der etablierten und bekannten Technomusik eigene Ideen und Stile anbieten und zum Feiern bewegen. Das Haus Mainusch bietet Gelegenheit, um auf zwei „Floors“ und dem Außengelände Ideen zu verwirklichen. „Al Forno“ gehe es nicht um den Profit. Man verfolge vielmehr einen kulturellen, sozialen und politischen Auftrag. Überschüssige Einnahmen werden an die zivile Seenotrettung gespendet. Für dieses Jahr sind zunächst zwei Events geplant. facebook.com/Al-forno-Mainz

Samy und Max von Motion of the
Ocean – voll in Emotion

Motion of the Ocean (MOTO)
Beruf aufgeben und seinen Traum leben? Dieses Ziel setzten sich Mo, Max und Samy, die drei Gründer von „Motion of the Ocean“. Zurückverfolgen lässt sich die Bewegung bis 2020. Klein angefangen, kamen die drei jungen Männer auf die Idee, ein Kollektiv zu gründen, das mehr und mehr auf dem Mainzer Veranstaltungsmarkt mitmischt und sich mittlerweile zu einer Agentur entwickelt hat. Auch hier will man jungen, noch unerfahrenen und eher unbekannten Musikern eine Chance bieten. Das 40-köpfige und stetig wachsende Team bestehend aus DJs, Grafikern, Instrumentalisten und Sängern, die ihre Liebe zur und Leidenschaft für Musik teilen möchten. Dabei bringt jeder neue Ideen und Skills mit ein. „Wir lernen von- und miteinander. Wir wachsen gemeinsam. Jeder kann mit seinen Stärken und Schwächen zu uns kommen. Gemeinsam wollen wir nach vorne gehen und der Musik einen Wert verschaffen“, so Max. „Dieser Synergie- und Harmonieeffekt macht uns aus“, ergänzt Samy. Das schlägt sich insbesondere auf die Events nieder. Emotionen und Geschichten werden hier ausgetauscht und Menschen mit melodischen Sounds zum Tanzen bewegt. So passt auch die Übersetzung „Bewegung des Ozeans“: mit den Wogen sich zur Musik treiben lassen. MOTO ist in voller Produktions-, Veröffentlichungsund Auftrittslaune. Stetig wird in der Rheinallee 101 an neuen Songs gearbeitet und an Konzepten für neue Veranstaltungen gefeilt. Dies schlägt sich mittlerweile auch in ihren Spotify-Playlists nieder. motionoftheocean.de

Text Maike Schuppe

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