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Marrakesch Bäckerei und Falafel Kitchen bringen Köstlichkeiten in die Bleiche

Mohamed Seamari verwöhnt seine Gäste mit Leckereien

In der neu eröffneten „Marrakesch Bäckerei“ in Mainz duftet es nach Minztee, frischem Brot und süßem Gebäck – ein Ort, der marokkanische Backtradition mit französischen und deutschen Klassikern verbindet. Nur wenige Schritte entfernt bietet das „Falafel Kitchen“ authentische, handgemachte Falafel, die mit Leidenschaft und nach traditionellen Methoden zubereitet werden. Beide Läden sind nicht nur kulinarische Bereicherungen, sondern auch Orte der Begegnung, die Mainzer und Besucher auf eine geschmackliche Reise einladen.

Unser erster Stopp befindet sich in der Hinteren Bleiche 12a, Ecke Zanggasse. Hier werden Besucher mit dem Duft von Minztee, frisch gebackenem Brot und süßem Gebäck aus Honig und Mandeln empfangen. Die neu eröffnete „Marrakesch Bäckerei“ entführt ihre Gäste in die Welt der marokkanischen Backkunst und bringt einen Hauch von Marokko nach Mainz. Goldbraunes Gebäck in den Vitrinen, eine liebevoll gestaltete Theke und Interieur laden zum Verweilen ein. Inhaber Mohamed Seamari erfüllt sich mit der Eröffnung einen lang gehegten Traum: „Ich wollte immer schon die marokkanische Backtradition nach Mainz und den Menschen die Vielfalt unserer Spezialitäten näherbringen.“ Neben den Spezialitäten stehen auch deutsche und französische Klassiker auf der Karte. Die Bäckerei plant dazu ein marokkanisches und ein klassisch deutsches Frühstück anzubieten. Und: Bald soll eine Imbiss-Theke hinzukommen, an der unter anderem Tacos serviert werden.

Feierliche Eröffnung

Andrang zur Eröffnung
Zur feierlichen Eröffnung im März kamen zahlreiche Besucher und Interessierte. „Ich bin froh, dass es jetzt so etwas in Mainz gibt. Das Mille-feuille schmeckt besser als in Marokko“, schwärmte eine Besucherin.“ Die „Marrakesch Bäckerei“ möchte nicht nur ein Treffpunkt für Liebhaber marokkanischer Spezialitäten sein, sondern auch ein Ort der Begegnung. Malika Toutouth, Mitinhaberin und Ehefrau von Mohamed Seamari: „Wer Marokko vermisst, findet hier ein Stück Heimat. Und wer Marokko noch nicht kennt, ist eingeladen, eine neue Kultur kennenzulernen!“

Süleyman Gündogdu serviert sehr leckere Sandwiches

Falafel Kitchen
Nach den süßen und herzhaften Köstlichkeiten aus der Marrakesch Bäckerei führt die kulinarische Reise an die nächste Ecke Neubrunnenstraße: Das Falafel Kitchen in der Hinteren Bleiche 20 bietet eine weitere Adresse für köstliche Snacks – hier sind Handwerk und Geschmack garantiert. Inhaber Süleyman Gündogdu, ein gebürtiger Türke und gelernter Maurer, hat sich mit der Eröffnung ebenfalls einen Herzenswunsch erfüllt. Inspiriert vom legendären Frankfurter Falafel-Imbiss „Aroma“, mit dessen Inhaber er befreundet ist, wollte er endlich einen Falafel-Laden mit derselben Qualität nach Mainz bringen. „So etwas hat hier gefehlt. Bis jetzt gab es in Mainz kein wirkliches Falafel- Geschmackserlebnis – vieles kam aus der Tiefkühltruhe. Diese Lücke schließen wir jetzt.“ Und tatsächlich, die Falafel-Kreationen in vegan und vegetarisch, aber auch mit Fleisch suchen ihresgleichen. Preise ab sechs Euro und gute Qualität: mittags steht man hier – im ehemaligen Café Die Bleiche – Schlange.

Falafel-Sandwich mit frischen Zutaten

Handwerk statt Tiefkühlkost
Seine Leidenschaft fürs Kochen entdeckte der Inhaber schon früh – inspiriert durch das Essen seiner Mutter. „Ich wollte immer da arbeiten, wo ich Spaß habe. Als Maurer habe ich nie direktes Feedback bekommen – jetzt sehe ich meine Gäste lächeln, wenn sie in unseren Falafel beißen. Das ist meine Berufung.“ Die Zubereitung folgt traditionellen Methoden: Die Falafelmischung wird zwei Tage vorher angesetzt und darf in Ruhe durchziehen. Erst dann wird er frisch frittiert – das Ergebnis ist außen knusprig, innen saftig und voller Aromen. „Das ist echtes Handwerk. Wir machen es so, wie es ursprünglich gedacht war – ohne Abkürzungen und ohne Tiefkühlware.“ Doch nicht nur die Qualität der Speisen macht das Falafel Kitchen besonders. Die herzliche Atmosphäre und der Umgang mit den Gästen sorgen dafür, dass sich bereits ein Kreis an Stammkunden gebildet hat. „Wir wollen kein anonymes Schnellrestaurant sein wie McDonald’s. Es geht darum, den Menschen etwas zu geben.“ Guten Appetit!

Text: Mouna Beirhallam
Fotos: Deniz Gündogan

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