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Kultursommer Rheinland-Pfalz von 2020-2023 unter dem Thema „Europa“

Die Vielfalt Europas, aber auch das Gemeinsame in Kunst und Kultur besser kennenzulernen – dafür nimmt sich der Kultursommer Rheinland-Pfalz ab jetzt ganze vier Jahre Zeit. Bevor es in den nächsten Jahren mit Ost-, Süd- und in 2023 mit Westeuropa weitergeht, heißt es im Kultursommer 2020 „Kompass Europa: Nordlichter“. Es geht um die Skandinavischen und Baltischen Länder sowie Island. Aber auch sonst wird von Mai bis Oktober in ganz Rheinland-Pfalz wieder jede Menge geboten!
Etwa die Hälfte der insgesamt ca. 200 geförderten Projekte widmet sich dem aktuellen Motto. Kulturminister Prof. Dr. Konrad Wolf freut sich über dieses Interesse: „Europa ist ein Friedens- und Wohlstandsprojekt für fast 450 Millionen Europäerinnen und Europäer. Sicherlich: Wir haben auch viele Herausforderungen. Es wichtig über Europa zu sprechen und daran zu arbeiten, dass man sich gegenseitig besser kennenlernt und kooperiert, denn Europa ist unsere Zukunft. Unsere Kultur besitzt für mich hierbei eine entscheidende Bedeutung.“

Einen Vorgeschmack gab es bereits am Donnerstag: Jazzsängerin Viktoria Tolstoy schaute kurz bei der Kultursommer-Pressekonferenz vorbei – vor ihrem Konzert am selben Abend im Frankfurter Hof, Mainz, das den Auftakt zu einer Nordlichter-Konzertreihe dort bildet. Das Veranstalterteam – jetzt unter Leitung von Verena Campailla-Heinz – hat in den nächsten Monaten noch einige Gäste aus Nordeuropa im Programm, wie z.B. den finnischen Akkordeonvirtuosen Kimmo Pohjonen, die Indierocker Mando Diao aus Schweden, die norwegische Jazzsängerinnen Silje Nergaard und Rebekka Bakken und die Liedermacherin Kari Bremnes von den Lofoten.

„Nordlichter“ gibt es auch bei dem Kulturfest zur Eröffnung des Kultursommers, das in diesem Jahr vom 8. bis 10. Mai in Zweibrücken stattfindet. Und das wörtlich, denn nach einem Programm mit Livemusik und Straßentheater aus den acht nordischen Ländern, erstrahlen abends Polarlichter über der Stadt.

Literatur-Fans können ab dem 1. April, wenn der prominente schwedische Krimiautor Arne Dahl die Westerwälder Literaturtage eröffnet, dem Norden literarisch näherkommen. Ein Begleitband zum Kultursommer erscheint unter dem Titel „Solidarität und Verantwortung oder: Was Europa zusammenhält“ voraussichtlich Anfang Juni im Rahmen der Reihe „Denkbares“ an Lahn und Rhein.

Schwedisches Puppentheater für die ganze Familie bei „Petterson, Pippi Langstrumpf und Mama Muh“ im PUK Bad Kreuznach oder nordisches Figurentheater für Erwachsene bei NO STRINGS ATTACHED in Mainz; die Keramikausstellung „Northern Lights – durchs Feuer“ der Städtischen Galerie Villa Streccius in Landau oder die bislang umfangreichste Einzelausstellung des Dänischen Fotografen und Konzeptkünstlers Joachim Koester in Mainz; das Filmfestival „Heimat Europa“ in Simmern (Hunsrück) oder „Baltikum Live“ in Worms zur Kunst der Länder Estland, Litauen und Lettland; das Weltmusikfestival „Horizonte“ in Koblenz mit einem finnischen Schwerpunkt – inklusive Sauna; musikalische Projekte zu Island bzw. Estland an der Nahe; hochkarätige Vertreterinnen und Vertreter nordischer Musik im Rahmen des 35. Mosel Musikfestivals, des Festivals Euroclassic in der Westpfalz, der „Via Mediaeval“ in der Pfalz, in den „Orgelwochen“ und bei den Jazzfestivals im Land. All diese und viele weitere Beispiele gehören zu den 50 ausgewählten Projekten, die zusammen mit Texten und Illustrationen zu den verschiedenen Ländern in der gerade erschienenen Kultursommer-Publikation „Nordlichter“ zu finden sind.

Doch auch die Veranstaltungen ohne Mottobezug können sich wieder sehen und hören lassen: Ob die neue Produktion des Chawwerusch-Theaters „Ansteckende Freiheit“ über die Bad Bergzaberner Republik oder die Wiederaufnahme des Kultursommer-Theaterspektakels „Die Rheinfels Saga“ im Mittelrheintal; ob das Spiegelzeltfestival Altenkirchen oder das Festival des Deutschen Films in Ludwigshafen – und vieles mehr.

Die zweite vorgestellte Broschüre „Gastlandschaften“, in Kooperation mit der Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH (RPT) und der Generaldirektion Kulturelles Erbe (GDKE) entstanden, stellt aus Anlass der Landesausstellung „Die Kaiser und die Säulen ihrer Macht“ die gekrönten Häupter in der Landesgeschichte in den Mittelpunkt. Dazu passend gibt es Kultur-Tipps zum Ansehen und Hingehen – nicht nur, aber auch aus dem Programm des Kultursommers Rheinland-Pfalz, den die Volkshochschulen des Landes erneut mit einem eigenen Bildungsprogramm begleiten.

Die Broschüren zum Blättern und mehr zum aktuellen Kultursommer-Programm gibt es unter www.kultursommer.de .

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