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Kopf an Kopf Rennen bei der Bundestagswahl – auch in Mainz

So hat der Wahlkreis 205 (Stadt Mainz & Teilkreis Mainz-Bingen) in den Bundestag gewählt

Scholz oder Laschet? Das ist hier die Frage. Im Nachhinein irgendwie logisch, liegen CDU und SPD etwa gleich auf bei der Bundestagswahl mit um die 25 Prozent. Die Grünen sind weiter dahinter mit um die 15 Prozent und die FDP auch gar nicht mal so schlecht auf Platz 4 mit um die 12 Prozent. Wenn zwei sich streiten (Laschet & Baerbock), freut sich der Dritte (Scholz) – könnte man diese Aufholjagd beschreiben. Und so bleibt es spannend, wer mit wem koalieren und wer dann Kanzler wird. Schwarz-Grün-Gelb oder Rot-Grün-Gelb? Das werden die nächsten Wochen zeigen.
Hätte Mainz / Bingen den Bundestag gewählt, wäre die Lage etwas klarer. Wie schon bei der Landtagswahl im März sind Grüne und SPD hier bei uns stärkste Kraft bei 81 Prozent Wahlbeteiligung: die Grünen eher im Bereich Innenstadt, die SPD eher in den Vororten – in der Stadt Mainz alleine liegen die Grünen sogar auf Platz 1.

Bei Redaktionsschluss hatte lediglich in Ebersheim und Drais die CDU die Nase vorn. Aber Mainz ist eben nicht repräsentativ für ganz Deutschland und so läuft es bundesweit Kanzler- und Koalitions-technisch weiterhin auf das Duell zwischen Scholz und Laschet bzw. SPD und CDU hinaus. Wird die FDP das Zünglein an der Waage sein oder die Grünen? Man wird es sehen… In Mainz haben nicht wenige auf ein Direktmandat des Linken-Vorschlages Dr. Gerhard Trabert gehofft. Doch auch hier wurde relativ deutlich, dass da nichts zu machen ist und die Etablierten die Erststimmen unter sich ausmachen: SPD, CDU und Grüne – in dieser Reihenfolge. Dennoch erzielte Trabert mit etwa 13 Prozent der Erststimmen ein sehr respektables Ergebnis und dieses auch weit über dem Bundesschnitt der Linken. Doch es hilft alles nichts. Das Direkt-Ticket von Mainz nach Berlin holt der 26-jährige Lehramtsreferendar Daniel Baldy (SPD) von Altmeisterin Ursula Groden-Kranich (CDU), die es selbst über die Landesliste nicht schafft, in den neuen Bundestag einzuziehen. Das ist bitter. Insoweit profitiert die SPD bei den Erststimmen auch in Mainz von einem verbreiteten Anti-CDU-Trend. Es gilt dennoch bei alledem bundesweit: Ampel oder Jamaika? Das ist hier die Frage, die uns noch weiter beschäftigen wird! (dg)

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