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Kommender Kultursommer widmet sich Humor, Satire, Kabarett und Dada

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„Uns erwartet der verrückteste Kultursommer Rheinland-Pfalz den wir je hatten. Im diesjährigen Programm gibt es für alle etwas zu lachen.“ Das sagte Kulturstaatssekretär Walter Schumacher, der dieses heute vorstellte. Er versprach landesweite gute Laune und viele Gründe zum Feiern vom 1. Mai bis 3. Oktober. Das Programm sei geprägt von vielen kulturellen Jubiläen, die in diesem Jahr anstünden. Unter anderem: Das 25. Jubiläum des Kultursommers selbst und 100 Jahre DADA. Passend zum DADA-inspirierten Motto „Der Sommer unseres Vergnügens!“ fand die Pressekonferenz im Deutschen Kabarettarchiv in Mainz statt.

Zum Geburtstag hat auch das gedruckte Programm ein neues Format bekommen: Kulturschaffende empfehlen ihre Veranstaltungshighlights in einem Flyer, der sich zu einem Plakat auffalten lässt. Anders als in den Vorjahren, wird es für die zweite Jahreshälfte eine weitere Publikation geben mit neuen Empfehlungen. „Erstmals lassen wir die Kulturschaffenden im Programm-Flyer selbst zu Wort kommen. Sie machen den Kultursommer Jahr für Jahr unverwechselbar und kennen mit Sicherheit die besten Geheimtipps“, so Walter Schumacher.

Der Kulturstaatssekretär sprach der rheinland-pfälzischen Kulturszene den Dank
der Landesregierung für ihre Kreativität und Energie aus, mit der sie den
Kultursommer seit 25 Jahren gestalten. „Manch ein großes Festival im Land
begann ganz klein und an einem Ort, wie das ‚Mosel Musikfestival‘ 1985 in
Bernkastel-Kues, das ‚Eifel Literaturfestival‘ 1995 in Prüm oder die ‚Westerwälder
Literaturtage‘ 2001 in Wissen an der Sieg. Mit Unterstützung des Kultursommers
haben sie sich alle zu Festivals mit überregionaler Strahlkraft entwickelt“, sagte
Walter Schumacher. Er erinnerte an die seit seinem zweiten Jahr jährlich
wechselnden Mottos des Landeskultursommers: „Die wechselnden Mottos haben
sich als Anregung für kreative Ideen und neue Perspektiven bewährt. Sie sind
maßgeblich für sein deutschlandweit einmaliges Profil.“
„Der Kultursommer Rheinland-Pfalz ist ein offenes kulturpolitisches Konzept und
genau das Richtige für unser Flächenland. Er ist die unverwechselbare
Dachmarke über rund 250 kreative Kulturangebote, die jedes Jahr vom Land
Rheinland-Pfalz mit rund 4 Millionen Euro gefördert werden“, betonte der
Kulturstaatssekretär.

Was die Besucherinnen und Besucher 2016 erwartet – Einige Beispiele:

Das Motto bei der Kultursommer-Eröffnung: Die Kultursommer-Eröffnung am 7. und 8. Mai, gleichzeitig Auftakt zum Germersheimer Kultursommer, bietet eine Gala mit Musikkabarett und Musikparodien, Frank Zappas „Does Humor belong in Music“ und komischen Musikgruppen wie Les Chlöchards, das Glas-Blas-Sing Quintett und viele andere.
Das Motto in der Literatur: Die 15. „Westerwälder Literaturtage“, begründet von Autor Josef Ortheil, bieten ab dem 28. April mehr als 30 Veranstaltungen in drei Landkreisen im Westerwald, die ganz am Motto des Kultursommers 2016 orientiert sind: u.a. mit Ingrid Noll, Harald Martenstein, Klaus Peter Wolf, Dominique Horwitz, Paul Maar, Oliver Steller, Thomas Gsella, Frank Goosen, Gerhard Henschel, Henning Venske und H.G. Butzko.
Das Motto in der Bildenden Kunst: Die Kunsthalle Mainz widmet sich vom 10. Juni bis 28. August der Komik in der zeitgenössischen Kunst. In Neuwied ist die Ausstellung „Kunst & Co“ des witzigen Malers Gerhard Glück in der StadtGalerie Mennonitenkirche ab dem 15. September zu sehen.
Das Motto im Theater: Grenzenlos Kultur, das älteste inklusive Theaterfestival Deutschlands, wird im und um das Staatstheater Mainz einen ganz eigenen Blick auf das Motto und das Jubiläum „100 Jahre DADA“ werfen.
Das Motto in der Musik: Das „Mosel Musikfestival“ zeigt sich diesmal besonders heiter, u.a mit Hagen Rether, den Wellküren, Carrington & Brown, Six Pack, Iiro Rantala, Red Priest, Hilde Kappes und dem Delian Quartett. Das Festival „Euroclassic“ ist ab September im Raum Pirmasens-Zweibrücken mit viel DADA und schrägem Humor dabei, mit Jochen Malmsheimer & dem Philharmonischen Orchester Hagen mit ihrem Programm zu P.D.Q. Bach (exklusiv in Rheinland-Pfalz), Helge Schneider, Mnozil Brass u.v.a.m. In der Kultursommer-Reihe „Via Mediaeval“ führen die renommiertesten Ensembles mittelalterlicher Vokal-Musik in den romanischen Kirchen der Pfalz zurück zu den Wurzeln unserer Musikgeschichte – und entdecken auch dort Humor und Satire.
Das Motto in Pirmasens: Pirmasens – die Geburtsstadt Hugo Balls – widmet sich DADA mit dem vom Kultursommer unterstützen Projekt „PS | eine Stadt ist Dada!“ über den ganzen Sommer, u.a. mit einer „Langen Hugo Ball-Nacht“ mit vielen schrägen Künstlerinnen und Künstlern, die in der DADA-Tradition stehen.
Das Motto im Zelt: Kultur für alle Sinne im Original zwanziger Jahre Spiegelzelt bietet vom 7. bis 21. September das „Spiegelzeltfestival Altenkirchen“ im Westerwald. Zum genussreichen Programm gehören u.a. Torsten Sträter, Tom Gaebel & His Orchestra, Annette Postel & das Salonorchester Schwanen, Evi & das Tier, Mathias Richling, Burkhard Klausner, Amacord und zwei Abende Dinnershow mit dem Chinesischen Nationalzirkus.

Das Motto bei kulturellen Stadtfesten: In Koblenz gehört seit 25 Jahren das „Gauklerfest“, oder wie es mittlerweile nur noch heißt: die „GauklerFestung“, zum Kultursommer-Programm. Das „Internationale Straßentheaterfestival Ludwigshafen“ – das größte des Landes – und „Alles muss raus“ in Kaiserslautern, sind sozusagen Kinder Kultursommer-Eröffnungen in diesen Städten 1998 und 2006.
25 Jahre jung sind auch die landesweiten Internationalen Orgelfestwochen des Kultursommers. Herausragende Interpretinnen und Interpreten aus aller Welt werden auch 2016 wieder mit großartigen Instrumenten in ganz Rheinland-Pfalz begeistern.
Neu und interessant: Flankierend zur großen Nero-Ausstellung in Trier bereitet das Trierer Theater für Anfang August ein Multimedia-Spektakel an der Porta Nigra vor, bei dem der römische Kaiser im Mittelpunkt stehen wird: „Nero/Hero“. Die deutsche Uraufführung der Geschichte in Musik „Die 7 Briefe“ des niederländische Liedermachers Herman van Veen wird in Landau stattfinden. Denn es handelt sich um die Geschichte von Brüdern aus Landau, die als Soldaten in den Kriegen Friedrichs des Großen kämpfen, diese überleben und schließlich ein Hofgut im heutigen Holland begründen: „De Palz“. Genau dort lebt und arbeitet der geistige Vater der Zeichentrick-Ente Alfred Jodocus Kwak van Veen (3. September in der Jugendstilhalle Landau).

Weitere Informationen im Internet:
Zum Geburtstag des Kultursommers hat die Kulturszene des Landes ein Gesicht bekommen oder besser gesagt: viele Gesichter. Ein buntes „who-is-who“ des Kultursommers Rheinland-Pfalz mit Veranstaltern und Entscheidern, Initiatoren und Ermöglichern, Strippenziehern und Kulissenschiebern und vielen anderen ist unter www.gesichter-des-kultursommers.de zu entdecken.

Und viel zu entdecken gibt es weiterhin auch beim Kultursommer-Radio. www.kultursommer.de/web-radio

Das gesamte Kultursommer-Programm findet sich unter:
www.kultursommer.de * www.facebook.com/kultursommer.rlp