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Just Music-Jazzfestival am 22. und 23. Februar im Wiesbadener Kulturforum

In Wiesbaden findet zum vierzehnten Mal das Just Music – Beyond Jazz Festival statt und rückt zwei Tage lang zeitgenössischen Jazz und seine Randgebiete in den Fokus. Das bedeutet: Sechs Konzerte mit internationalen Bands, ein Workshop und Filme im Rahmenprogramm.

Programm Samstag

Uwe Oberg / Joe Fonda / Lucía Martínez (DE/US/ES)

Mit dem New Yorker Bassisten Joe Fonda verbindet Uwe Oberg eine lange musikalische Freundschaft. Zusammen mit der spanischen Schlagzeugerin Lucía Martínez haben sie jetzt ein neues interkulturelles Trio formiert. Die Band funktioniert wie ein Kollektiv – alle drei lassen ihren individuellen und kulturellen Background einfließen.

Isabelle Duthoit / Franz Hautzinger (FR/AT)

Es rauscht, es zirpt, es flüstert, es schreit: Isabelle Duthoit und Franz Hautzinger nutzen die gesamte Skala instrumentaler und stimmlicher  Ausdrucksmöglichkeiten und bewegen sich vor allem im unteren Lautstärkebereich der Lauschskala. Dort verortet, eröffnen sie nie gehörte Klangräume.

Radian (AT)

Die Gegenüberstellung von Extremen ist allgegenwärtig in ihrer Musik: Kontraste zwischen Licht und Dunkelheit, sanften Klängen und scharfen Schnitten, frei improvisierten Parts und sorgfältiger Konstruktion. Dabei sieht das Line-up aus wie ein ganz normales Gitarre/Bass/Schlagzeug-Trio. Ist es aber nicht. Die Drei spielen mit Clicks & Cuts-Ästhetik, basteln ätherische Klangteppiche oder begeben sich in tranceartige Soundscapes.

Programm Sonntag

Philipp Groppers Philm (DE/AT)

Philm hat mit der Postmoderne wenig am Hut und trifft ins Schwarze des Zeitgeistes: keine Ironie, keine Zitate, keine intellektuelle Theatralik, nur Ton und Technik. „Reine Virtuosität, reine intellektuelle Höhenflüge oder die  allgegenwärtige Weichgespültheit langweilen mich, es geht mir um Direktheit und Aura“, sagt der Bandleader Philipp Gropper, den manche schon mit Hyperactive Kid in Wiesbaden gehört haben. Jetzt kommt er mit seiner Band Philm, die am Zeitgeist werkelt und ihn dabei auf den Kopf stellt.

Nicola Hein Solo (DE)

Nicola Hein hat eine jazzige Seite, die er jedoch durch neue Spieltechniken erweitert, oder besser: aufbricht. Er verzichtet gänzlich auf Elektronik und schafft ein einzigartiges Sounduniversum mit Händen, Plektrum und verschiedenen Objekten: Schrauben, Gummi, Stahlwolle, Geigenbogen, Magnete und manches mehr findet den Weg auf die Saiten und den Korpus der Gitarre.

Jan Klare 2000 (DE/NL/US/BE)

Unter denSolist*innen von 2000 befinden sich der preisgekrönte niederländische Bassist Wilbert de Joode und der US-Posaunist Steve Swell. Elisabeth Coudoux gibt dem Bandsound mit dem Cello eine eigene Einfärbung und Michael Vatchers vielseitiges Schlagzeugspiel sowie der Ideenreichtum des belgischen Trompeters runden das Ganze ab. Im Laufe der Jahre fand die Band einen telepathischen Umgang miteinander – eine intuitive Sprache, die fließend musikalische Struktur mit Energie und Subtilität ausbalanciert, und nebenbei richtig gut abgeht.

Extra:

Ensemble-Workshop mit Joe Fonda am 23.2., 11-16 Uhr
Alle Instrumente willkommen! Anmeldung über www.justmusic-festival.de
Wochenendtickets: VVK 46,80 €, AK 48 €

Einzelkarte: VVK 29,40 €, AK 30

Einlass je ab 18.30 Uhr
Kulturforum, Friedrichstraße 16, Wiesbaden

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