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Initiative „Spielraum“ fordert Allianzhaus als Kulturstandort zu entwicklen

Foto: Domenic Driessen

Nach dem Beschluss der Denkmalbehörde, das Allianzhaus in die Liste denkmalgeschützter Gebäude aufzunehmen, fordert die Initiative “ Spielraum“ eine vielfältige, bezahlbare (sub)kulturelle Weiterentwicklung des Kulturstandorts zu betreiben. Die Stadt Mainz hat sich bisher noch nicht positioniert, wie es nach 2025 mit dem Gebäude weitergehen soll. Vor der Kommunalwahl ist auch wenig dazu zu erwarten.

Der Kulturstandort Allianzhaus ist seit vielen Jahren eine urbane Oase und ein Knotenpunkt im Zentrum von Mainz, der Raum für Kunst und Kultur, Musik, Theater, Tanz, Demokratiebildung und Austausch bietet. Die Initiative Spielraum setzt sich für den Erhalt und Ausbau dieses vielseitigen Kulturstandorts ein. „Die Aufnahme in die Liste der denkmalgeschützten Gebäude ist ein wichtiger Schritt, um bestehende Orte für Kultur zu schützen und neue Räume zu eröffnen“, zeigt sich Marie Kaiser von der Initiative erfreut. Mit dem Erhalt des Gebäudes sind vielfältige erweiterte Nutzungskonzepte denkbar: Neben den bestehenden Angeboten beispielsweise dringend benötigte Proberäume, Werkstätten und Aufführungsmöglichkeiten. All das in zentraler Lage und zu bezahlbaren Mieten. Das schafft Sichtbarkeit und Planbarkeit für die bereits jetzt sehr engagierte und vielfältige Mainzer (Sub)Kulturszene.

Wir von Spielraum sehen, dass der Bedarf für kulturelle Räume in der Mainzer Innenstadt wächst, während zugleich der verfügbare Platz weiter schrumpft oder in die Stadtperipherie verdrängt wird. Zugleich sind wir überzeugt, dass in den bestehenden Räumlichkeiten des Allianzhauses – in modernisierter und gegebenenfalls erweiterter Form – ein vielfältiges Kulturangebot möglich ist, von dem viele Mainzer profitieren könnten. Eine Investition in das Gebäude und damit Erhalt des kulturellen Angebots und architektonischen Bildes wird das Stadtbild positiv prägen und die Lebensqualität verbessern. Nicht zuletzt braucht eine Universitätsstadt, die angesichts des demografischen Wandels zunehmend im Wettbewerb um Studierende steht, solche nicht durchkommerzialisierten Orte der Begegnung und der (Sub)Kultur – auch und gerade mitten in der Stadt.

Die Spielraum-Initiative umfasst Akteure aus der Mainzer (Sub)Kultur, Kunstgeschichte, Demokratie- und Erinnerungsarbeit, Architektur, aus der Musikszene und vielen weiteren Bereichen. Sie hat sich im Mai 2022 zusammengefunden, um sich für den Erhalt und für eine vielfältige, bezahlbare kulturelle Weiterentwicklung des Kulturstandorts einzusetzen. Ziel ist es, ein vielfältiges, lebendiges und bezahlbares Kunst-, (Sub)Kultur- und Freizeitangebot für unterschiedliche Alters- und Interessengruppen für die Zukunft zu bewahren.

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