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Film: „Eduard Zuckmayer. Ein Musiker in der Türkei“ am 29.10. im Stadthistorischen Museum

Eduard Zuckmayer emigrierte 1936 in die Türkei, weil die Nazis ihm Berufsverbot erteilt hatten. Auf Wunsch von Atatürk baute er in Ankara die Musikausbildung auf. Er blieb bis zu seinem Tod 1972 und ist in der Türkei noch heute ein bekannter und geschätzter Mann. Der Film sucht nach den Spuren, die er dort hinterlassen hat. Am 29. Oktober um 18 Uhr im Stadthistorischen Museum. Eintritt frei.

Geboren wurde Eduard Zuckmayer 1890 in Nackenheim bei Mainz, er ist der ältere Bruder des Schriftstellers Carl Zuckmayer. Sein musikalisches Talent wurde bereits in Kindertagen deutlich. Er begann eine erfolgreiche Karriere als Pianist, verlagerte aber schon in Deutschland seinen Schwerpunkt auf die Musikpädagogik. In der Türkei weckte er das Interesse an klassischer, westlicher Musik, legte aber auch viel Wert darauf, Musik allen Teilen der Bevölkerung zugänglich zu machen. Er übersetzte deutsche Volkslieder ins Türkische und arrangierte türkische Stücke mehrstimmig.

In Ankara leben noch ehemalige Studenten von ihm, die erzählen, wie er sie gefördert hat, aber auch wie er gelebt hat. Seine Tochter Michele berichtet von ihrer Kindheit in Ankara und Edzard Reuter, ehem. Mercedes Manager, schildert seine Erinnerungen an Eduard Zuckmayer und die damalige Zeit, er war mit seiner Familie bis 1946 in Ankara im Exil.

Dokumentarfilm von Barbara Trottnow: „Eduard Zuckmayer. Ein Musiker in der Türkei“
Beginn: Dienstag, 29.10.2019 – 18:00 Uhr
Ende: Dienstag, 29.10.2019 – 20:00 Uhr
Ort: Stadthistorisches Museum Mainz, Zitadelle Bau D, 55131 Mainz
Veranstaltung im Rahmen der Jüdischen Kulturtage Mainz

Bildgestaltung: Jonas Trottnow, Schnitt: Oliver Kurrle, Sprecher: Achim Stellwagen
Ort: Stadthistorisches Museum Mainz, Zitadelle Bau D, 55131 Mainz
Eintritt frei

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