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“Ein Tag am Meer” – Sonderausstellung Max Slevogt ab 9. Oktober im Landesmuseum

Max Slevogt zählt mit Max Liebermann und Lovis Corinth zu den bedeutendsten sogenannten „Deutschen Impressionisten“. In diesem Jahr jährt sich sein Geburtstag zum 150. Mal. Grund genug für das Landesmuseum Mainz der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) dem Künstler eine umfangreiche Sonderausstellung zu widmen. Unter dem Titel „Ein Tag am Meer. Slevogt, Liebermann & Cassirer“ rückt das Landesmuseum Mainz ab 9. Oktober den künstlerischen Austausch von Slevogt mit seinen Künstlerkollegen Liebermann und Corinth sowie sein Verhältnis zu seinen Berliner Verlegern und Kunsthändlern, Paul und Bruno Cassirer, in den Fokus. Eine besondere Rolle spielt dabei das erst kürzlich aufgetauchte und bisher der Forschung unbekannte Gemälde „Skizze mit Flagge“. Es zeigt den Strand von Noordwijk in den Niederlanden, wo der Künstler auf Einladung von Paul Cassirer und seiner Frau Tilla Durieux den Sommer 1908 verbrachte. Gleichzeitig vor Ort waren damals auch Max Liebermann und Lovis Corinth, die zu dieser Zeit wie Slevogt der Künstlervereinigung „Berliner Secession“ angehörten und ebenfalls von Paul Cassirer vertreten wurden. Während in Slevogts Werk das Sujet einer Strandlandschaft eine absolute Rarität darstellt, setzte vor allem Liebermann das dortige mondäne Strandleben mehrfach künstlerisch in Szene. In Gegenüberstellungen – so malte etwa Max Liebermann den gleichen Blick von Cassirers Anwesen wie Slevogt – werden die unterschiedlichen Herangehensweisen und Blickwinkel der Künstler verdeutlicht.

Mit zahlreichen Leihgaben aus bedeutenden Museen widmet sich die Schau damit einem Aspekt in Slevogts Werk, der bislang kaum Beachtung fand. Bekannt wurde Slevogt in erster Linie durch seine zahlreichen Landschaftsgemälde, auf denen er seine Wahlheimat Pfalz in unzähligen Lichtstimmungen festhielt. Seltene Blätter aus dem grafischen Nachlass des Künstlers, beispielsweise von seinem Kurzaufenthalt in Norderney 1923, und unveröffentlichte Briefe von Paul Cassirer an Max Slevogt, die spannende Einblicke in das Berliner Netzwerk geben, werden im Rahmen der Ausstellung erstmals öffentlich zu sehen sein.

Die Sonderausstellung ist bis 10. Februar 2019 zu sehen.

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