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Ein neues Gutenberg-Museum in 5 Jahren? – Machbarkeitsstudie vorgelegt

Auch wenn die Finanzierung noch nicht geklärt ist, läuft die Planung am Gutenberg-Museum weiter. Jetzt wurde eine umfangreiche Machbarkeitsstudie veröffentlicht zur Vorbereitung eines neuen Architektenwettbewerbes sowie als Grundlage für eine Projektierung. Das Ergebnis zeigt, dass eine bauliche Umsetzung am alten Standort möglich ist und das notwendige Raumprogramm funktional und szenografisch abgebildet werden kann.
Dabei soll der Schellbau abgerissen werden, das Hotel Schwan wurde von der Stadt bereits erworben und wird integriert und die Front an der Rotekopfgasse arrondiert. So bleibe genügend Spielraum für den Architekten-Wettbewerb, der noch in diesem Jahr durchgeführt werden soll, wenn möglich. Ein wesentlicher Bestandteil der Machbarkeitsstudie war die Einreichung einer Bauvoranfrage. Eine Projektlaufzeit von ca. 60 Monaten bzw. ca. 5 Jahren wird als realistisch angesehen. Die großen Herausforderungen sind, dass das neue Museum zum Liebfrauenplatz hinter den Platanen und dem Römischen Kaiser „relativ im Hintergrund“ bleiben und gleichzeitig eine „ikonische Wirkung“ entfalten müsse, um mit anderen Weltmuseen konkurrieren zu können. Auf den anderen Seiten zur Mailandsgasse und zur Rotekopfgasse hin, die bisher eher Hinterhof-Charakter hätten, biete sich hingegen die Möglichkeit, „die volle Pracht zu entfalten“. Die Kosten betragen mindestens 60 Mio. Euro, hier hofft die Stadt weiter auf positive Signale von Land und Bund, was angesichts klammer Corona-Kassen noch fraglich bleibt. Ergänzend zum Neubauprojekt muss ein Interimsstandort und die Auslagerung aller musealen Sammlungsbestände in einem adäquaten Depot organisiert werden. Hierfür wurde bislang das Naturhistorische Museum ins Auge gefasst.

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