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Corona macht Zimmer frei: Studiwerk bietet Apartments für die Allgemeinheit

Da auch die Hochschulen geschlossen sind, stehen viele Studi-Apartments leer oder sind frei. Das Studierendenwerk Mainz vermietet nun seine Zimmer bis September 2020 für alle Interessierten (Azubis, Berufsanfänger, Jobwechsler, etc.) zwischen.
Über das Mietportal unter www.studierendenwerk-mainz.de/zimmer-frei kann man sich für das Zimmer oder Apartment seiner Wahl bewerben. Zur Auswahl stehen unterschiedliche Wohnformen in den neun Wohnanlagen sowie einige Plätze im Wohnheim Bingen. „Wer jetzt seine Pläne schnell ändern muss, braucht Sicherheit. Gerade finanziell: Unsere Komplettmieten beinhalten alles von Wasser und Strom bis zum Hausmeisterservice – ohne teure Nebenkostenabrechnung am Ende des Jahres. Auch, dass die Zimmer möbliert und sofort bezugsfertig sind, kommt sicher vielen Menschen sehr entgegen, die schnell eine neue Bleibe brauchen“, betont Tobias Meier, Leiter der Abteilung Studentisches Wohnen beim Studierendenwerk Mainz.

Dass im angespannten Mainzer Wohnungsmarkt überhaupt Kapazitäten frei sind, liegt ebenfalls an der Corona-Pandemie: „Viele internationale Studierende, für die unsere Wohnheime wegen unserer Platzgarantie besonders attraktiv sind, können ihren Studienaufenthalt in Mainz nicht antreten. Auch Studierende aus anderen Städten und Bundesländern haben keinen Bedarf, weil die Hochschulen geschlossen und die Perspektiven für das Sommersemester 2020 unsicher sind. Dadurch stehen viele Zimmer nun leer, die andere Menschen dringend benötigen“, erklärt Geschäftsführerin Alexandra Diestel-Feddersen. „Auch für das Studierendenwerk selbst und die Studierenden sind leere Zimmer natürlich schlecht: Nachdem schon alle Mensen und Cafeterien geschlossen sind, belasten die fehlenden Mieteinnahmen zusätzlich die finanzielle Lage des Studierendenwerk Mainz, das über die Sozialbeiträge auch von den Studierenden mitfinanziert wird. Wenn die Landesregierung nicht entschlossen für die Studierendenwerke an seinen Hochschulstandorten einsteht, wird diese Krise das Leben an den rheinland-pfälzischen Hochschulen über viele Jahre beeinträchtigen.“

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