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Altstadt-SPD: Aufbruch mit Doppelspitze

„Das neue Vorsitzteam der Altstadt-SPD mit prominentem Gast. V.l.n.r.: Lars Böller (Stv.), Lutz Hofer (Vors.), Johannes Klomann (MdL), Marie Kaiser (Vors.), David Kuhn (Stv.).“ (Foto: Bjoern Witczak)

Die SPD in der Altstadt hat einen neuen Vorstand. An dessen Spitze steht – wie es seit neuestem Mode ist – ein gleichberechtigtes Duo. Die Parteimitglieder wählten am Donnerstag die Politik­wissenschaft-Studentin Marie Kaiser (23) und den Kommunikationswissenschaftler Lutz Hofer (39) zu ihren neuen Vorsitzenden. Die stellvertretenden Vor­sitzenden Lars Böller (29, Politik­wissenschaftler) und David Kuhn (29, Jurist) komplettieren das junge Vierer-Team. Für die bisherige Vorsitzende Hanaa El Idrissi-Wenzel, die wegen ihres Wegzugs aus Mainz nicht mehr kandidierte, war die Etablierung einer Doppelspitze eines ihrer „Herzensprojekte im Rahmen der Erneuerung“. Zum Ende ihrer Amtszeit sei es für sie „das allerschönste Geschenk“, schreibt sie auf Facebook.

„Dieser Ortsverein ist so vielfältig und quirlig wie die Altstadt selbst. Als neues Team wollen wir nach innen und nach außen zeigen: Bei uns gibt es keine angestaubten Parteistrukturen, sondern hier kann man ganz konkret mitmachen und, ja, die Welt verbessern. Dazu ist Politik schließlich da! Wir laden jüngere Menschen genauso ein mitzumachen wie das langjährige Mitglied, das länger nicht bei Treffen war und dessen Herz für die sozialen Fragen in unserem Stadtteil schlägt“, so die neuen Vorsitzenden Marie Kaiser und Lutz Hofer. Unter anderem seien Diskussionsforen geplant, die auch Nicht-Mitgliedern offenstehen sollen.

Das neue Vorsitzteam will die Altstadt-SPD auch als kompetente Kümmerer-Partei sichtbarer machen. „Die Altstadt bietet eine Bandbreite an Themen. Im Stadtzentrum kommt viel zusammen – Dinge, die gut laufen, und solche, bei denen die Leute sagen, da sollte man was machen. Als SPD meinen wir: Politik muss mehr zuhören, und das auf Augenhöhe“, so Kaiser. „Deshalb wollen wir in verschiedenen Vierteln öffentliche Quartiergespräche anbieten, regelmäßig und breit angekündigt, damit sich alle Altstädterinnen und Altstädter einmischen können.“

Im Ortsbeirat will die Altstadt-SPD die Umsetzung ihres „Altstadtprogramms“ vorantreiben. Eine Koalition mit den Grünen solle es in dieser Legislatur jedoch nicht geben. Ein Antrag zur Aufnahme formaler Koalitionsgesprächen wurde von den Mitgliedern mit breiter Mehrheit abgelehnt. „Die gute Zusammenarbeit der letzten Jahre werden wir natürlich fortsetzen, uns aber nicht mit einem Koalitionsvertrag den Spielraum für eigene Akzente nehmen“, so Hofer. „Wir werden deshalb Andreas Behringer und Ilona Mende-Daum im Ortsbeirat und Stadtrat mit einer jährlich neu zu wählenden Fraktionsarbeitsgruppe unterstützen, um möglichst viel für Mainz und die Altstadt zu bewegen.“

Ergänzt wird der neue Vorstand durch Michael Vogt (Kassenführung), Bjoern Witczak (Schriftführung), Nora Egler, Felix Frank, Simeon Harjung, Gerhard Heck, Jürgen Hoffmann, Philipp Köhler, Barbara Laufs, Ilona Mende-Daum, Jan Paulus und Henning Stock (alle Beisitzende).

2 Kommentare “Altstadt-SPD: Aufbruch mit Doppelspitze

  1. Wie entsetzlich unqualifiziert sich das anhört: „An dessen Spitze steht – wie es seit neuestem Mode ist – ein gleichberechtigtes Duo.” Seit wann ist gleichberechtigtes Handeln „neueste Mode”? Da gehört wohl eher jemand ins Seniorenheim, egal wie alt er oder sie ist!

    1. Von der Altstadt-SPD stammt dieser Ausdruck mit Sicherheit nicht. Die Pressemitteilung wurde an dieser Stelle offenbar redaktionell bearbeitet. In der Original-Pressemitteilung heißt es: „Die SPD in der Altstadt hat einen neuen Vorstand. An dessen Spitze steht erstmals in der Geschichte der Mainzer SPD ein gleichberechtigtes Duo. (…)“

      Auch in der Sache folgt die Altstadt-SPD keiner „Mode“. Im Gegenteil: Die Altstadt-SPD hat sich schon vor langer Zeit für die Möglichkeit einer Doppelspitze eingesetzt: https://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/mainz/stadtteile-mainz/altstadt/mainz-spd-altstadt-bald-mit-doppelspitze_18609384. Mittlerweile wurden die satzungsrechtlichen Weichen dafür gestellt – und wir haben unser Vorhaben in die Tat umgesetzt.

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