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4. Sinfoniekonzert am 8. und 9. Dezember im Staatstheater

England ist das Bindeglied zwischen den drei Werken des Dezember-Sinfoniekonzertes im Großen Haus: Im Jahr 1764 hielt sich Familie Mozart in London auf. Als der Vater starke Halsschmerzen bekam, sollten Wolfgang und seine Schwester Nannerl leise sein und vor allem bloß nicht Klavier spielen. Um sich zu beschäftigen, begann der damals erst achtjährige Wolfgang Amadeus Mozart, seine Sinfonie Nr. 1 zu komponieren.

Der Komposition As dark as night für eine Alt-Stimme und Orchester des Schweizer Komponisten David Philip Hefti liegt das 147. Sonett von William Shakespeare zugrunde. „Wenn ich dieses alte Englisch höre oder lese, ist das für mich bereits Musik“, sagte Hefti in einem Interview anlässlich der Uraufführung. Beim mehrmaligen Lesen des Sonetts habe er innerlich immer komplett andere Klänge gehört. So hat er aus der Not eine Tugend gemacht und dasselbe Sonett gleich fünfmal aus verschiedenen Blickwinkeln vertont, die fünf „Strophen“ jedoch mit Zwischenspielen zu einem einsätzigen Werk verbunden.

Die Sinfonie Nr. 98 von Joseph Haydn schlägt den Bogen zurück nach London und auch zu Mozart: Das Werk gehört zu den berühmten „Londoner Sinfonien“, und der Komponist versteckt im Beginn des 2. Satzes nicht nur geschickt die britische Nationalhymne, sondern kommentiert auch musikalisch den Ton seines jungen Freundes Mozart.

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