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Premiere: Orestes ab 17. Februar im Staatstheater

Hausregisseur Niklaus Helbling bringt Euripides heute selten gespieltes Stück über Recht und Rache auf die Bühne: Für den Mord an seiner Mutter Klytaimnestra, die gemeinsam mit ihrem Liebhaber seinen Vater Agamemnon nach dessen Rückkehr aus dem trojanischen Krieg getötet hatte, wird Orestes von den Erinyen (Rachegöttinnen) verfolgt. Nun will ihn auch das Volk vor Gericht stellen. Orestes versucht verzweifelt, seinen Onkel Menelaos als Retter zu gewinnen – doch vergeblich: Das Volk beschließt das Todesurteil für Orestes und seine Schwester Elektra.  Beide haben nun nichts mehr zu verlieren und gehen zusammen mit ihrem Freund Pylades in die Offensive. Sie nehmen Hermione, die Tochter des Menelaos, als Geisel und wollen so seine Unterstützung erzwingen. Eigentlich hätten sie die nächste Generation sein sollen, die das Land regiert. Aber mit ihrem Rachefeldzug stellen sie sich außerhalb der Gesellschaft, glauben, dass für sie kein Gesetz mehr gilt.

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