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Peter Frey im Gespräch mit Robert Menasse und Aleida Assmann – 19. Januar Staatstheater

Der österreichische Autor Robert Menasse. Foto: Arne Dedert

Am 18. Januar bekommt Robert Menasse die Carl-Zuckmayer-Medaille des Landes Rheinland-Pfalz verliehen. Zum Auftkat der Reihe “Deine Zauber binden wieder” spricht ZDF-Chefredakteur Peter Frey mit ihm und Aleida Assmann am Vormittag danach um 11 Uhr im Kleinen Haus des Staatstheaters.
Die Debatte darüber, wie der Schriftsteller Robert Menasse in seinem Roman “Die Hauptstadt” sowie in nicht-fiktionalen Reden und Beiträgen
den CDU-Politiker Walter Hallstein zitiert und zum Zeugen seiner eigenen europapolitischen Visionen gemacht hat, schlägt hohe Wellen. In der veröffentlichten Meinung wurde verbal gehörig aufgerüstet, um der Empörung darüber Ausdruck zu verleihen. Bei aller berechtigten Kritik wohltuend differenziert und konstruktiv nimmt sich im Konzert der vielen Stimmen der Essay der Literatur- und Kulturwissenschaftlerin
Aleida Assmann in der Welt am Sonntag vom 6. Januar aus. „Wir müssen eine Debatte um den Nationsbegriff führen, dafür könnte das Projekt von Robert Menasse ein wichtiger Anstoß sein“, schreibt sie darin – und genau darum soll es am 19. Januar gehen.
Deine Zauber binden wieder heißt die neue Gesprächsreihe zum Schwerpunkt Europa am Staatstheater Mainz, in der Peter Frey mit wechselnden Gästen aus Kultur, Politik und Wissenschaft im Vorfeld der Europawahlen im Mai 2019 diskutiert. Den Optimismus, der
aus den Worten unserer Europahymne spricht, zu teilen, fällt uns immer schwerer. Das postheroische Zeitalter, in dem wir an die Kraft einer Gesellschaftsidee, an Demokratie und ihre Institutionen aus sich heraus glauben wollten und konnten, scheint beendet.

Die Autokraten sind zurück auf der politischen Bühne, sie fahren in Ungarn, Polen, Österreich und vielen anderen Ländern einen nationalistischen, europafeindlichen Kurs. Das geeinte Europa droht zu zerfallen, nicht nur in den Mitgliedsländern, sondern auch bei den Europawahlen im Mai ist ein Triumph der vereinten Rechten zu befürchten. Wie also kann eine Vision für ein friedliches Europa der Zukunft aussehen?
Welche Rolle spielt der Nationenbegriff, wie definieren wir Nation – wollen wir sie für Europa ganz überwinden, wie Robert Menasse es formuliert, oder uns auf einen Verfassungspatriotismus besinnen, der eben nichts mit Nationalismus gemein hat und den Aleida Assmann fordert?
Darüber und über vieles mehr wird zu reden sein. Konstruktiv, streitbar und an der Sache orientiert.

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